Gretschins: Ein interessanter Blick in den Panzerturm

Der Artillerie-Fort-Verein Maglesch ermöglichte seinen Passivmitgliedern das Eintauchen in die Zeit des Zweiten Weltkriegs.

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Das Artillerie-Fort Magletsch wird seit Jahrzehnten in bestem Zustand gehalten. Bild: PD

Das Artillerie-Fort Magletsch wird seit Jahrzehnten in bestem Zustand gehalten. Bild: PD

(pd) 80 Jahre nach der Wahl von Henri Guisan zum General ermöglichte kürzlich der Artillerie-Fort-Verein Magletsch (Afom) einen interessanten Blick in die Zeit des Zweiten Weltkrieges. Erfreulicherweise folgten sehr viele Passivmitglieder der Einladung. Nach einem gemeinsamen Mittagessen standen vier informative Posten auf dem Programm.

Festungseigenes Kraftwerk und Geschütze

Die Besucherinnen und Besucher staunten, wie viele Festungen während der Zeit des Zweiten Weltkrieges in der Region gebaut wurden. Entsprechend gross war die Feuerkraft. Auf einer Feuerleitstelle wurde anschaulich erklärt, wie nach Feuerbefehlen die Elemente für die Geschütze berechnet wurden. Eine lange Treppe führt zu einem Panzerturm hinauf. Mitglieder des AFOM haben ihn mit viel Aufwand vor dem Zerfall bewahrt. Neuerdings kann er sogar wieder gedreht und in gut erhaltenem Zustand präsentiert werden. Imposant war es auch, den Maschinenraum mit festungseigenem Kraftwerk und Kompressoren anzuschauen.

Höhepunkt des Besuchstages bildete die realitätsnahe Vorführung eines Panzerturmes. Da diese Geschütze um 360 Grad gedreht werden können, wurde ein riesiges Gebiet abgedeckt. So lagen Feldkirch, das obere Toggenburg, das Sarganserland und der Raum Landquart im Wirkungsbereich von Magletsch.

Eggenbergers Buch steiss auf Interesse

Auf grosses Interesse stiess auch das neu im Sarganserländer Verlag erschienene Buch «Das Porträt einer Grossfestung». Hans Eggenberger stellt darin die Geschichte von Magletsch, dem nördlichsten Bollwerk des Festung Sargans vor.

Dem AFOM ist es ein Anliegen, wichtige militärhistorische Bauten und Anlagen zu erhalten und der Bevölkerung zu zeigen. So werden auch in Zukunft regelmässig Führungen in Magletsch und im Raum Schollberg stattfinden.