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«Intelligente» Rheinbrücke muss noch warten

Tag für Tag staut es sich zwischen Vaduz und Sevelen: Am Morgen landeinwärts, vor allem aber am Abend landauswärts. Eine Lösung würde bereitliegen, doch Bern wartet zu.
Zwischen Vaduz und Sevelen staut es oft. (Bild: Heini Schwendener)

Zwischen Vaduz und Sevelen staut es oft. (Bild: Heini Schwendener)

Die Rheinbrücke zwischen Vaduz und Sevelen ist längst am Anschlag. Wartezeiten von 20 Minuten und länger sind keine Ausnahme mehr, sondern vielmehr Pendleralltag. Und das Problem dürfte sich weiter verschärfen. Wie aus dem Synthesebericht des Agglomerationsprogramms Werdenberg-Liechtenstein hervorgeht, wird in der Abendspitzenstunde mit einem Wachstum von um die 30 Prozent gerechnet: Waren es 2015 noch 1600 Fahrzeuge pro Stunde, dürften es 2025 bereits 2050 Fahrzeuge pro Stunde sein.

An der Pressekonferenz zur «Digitalen Agenda» in Liechtenstein wurde beim Handlungsfeld Verkehr auch das Thema «Smart Road» wieder aktuell. Denn im neuen Orientierungspapier der Regierung heisst es, man wolle notwendige Strassen- und Mobilitätskapazitäten auch durch effizientere Nutzung der vorhandenen Infrastruktur schaffen. Unter anderem dadurch, dass man Fahrspuren kurzfristig und in Abhängigkeit von der Verkehrssituation bereitstelle, wobei wieder die Rheinbrücke Vaduz – Sevelen ins Spiel kommt. Denn dafür besteht bereits eine «pfannenfertige Idee», wie es Infrastrukturminister Daniel Risch bezeichnete.

Noch vor einem Jahr war man zuversichtlich

Die Lösung ist denkbar einfach: Die mittlere Spur würde am Morgen landeinwärts führen, am Abend landauswärts. «Aktuell hat es für den Feierabendverkehr von Vaduz her nur eine Spur. Es ist offensichtlich, dass zwei Spuren den abendlichen Rückstau minimieren würden», heisst es dazu vom zuständigen Ministerium für Infrastruktur, Wirtschaft und Sport. Gelöst würde es durch eine elektronische Signalisation, welche die jeweilige Fahrtrichtung anzeigen würde.

Das Projekt ist eine Massnahme des Agglomerationsprogrammes Werdenberg – Liechtenstein. Noch vor einem Jahr zeigte sich das Ministerium optimistisch: Bereits damals liefen die Gespräche und man hoffte auf ein Vorprojekt im Jahr 2018. Dazu kam es nicht. Auf Nachfrage erklärt das Ministerium, dass die Dringlichkeit des Projektes nicht von allen Parteien gleich gross gesehen werde. Neben dem Land Liechtenstein sind der Kanton St. Gallen für die Kantonsstrasse sowie das Bundesamt für Strassen (Astra) für die A13 beteiligt. «Beim Projekt würde es sich um eine in Liechtenstein und der Schweiz noch nirgends realisierte Speziallösung handeln. Die rechtliche und signalisationstechnische Umsetzung müsste in beiden Ländern noch entwickelt werden.»

Aus liechtensteinischer Sicht hält man die Massnahme trotz der Verzögerung noch immer für eine interessante Lösung. Auch die Verantwortlichen des Kantons St. Gallen äusserten sich bereits vor einem Jahr positiv zur Idee. Eine Nachfrage bei Astra zeigte aber den Grund für die Verzögerung: Zuerst muss ein Verantwortlicher für das Projekt gefunden werden, was bis Redaktionsschluss offenbar nicht möglich war. Deshalb wird auf liechtensteinischer Seite derzeit versucht, dem Projekt durch das Agglomerationsprogramm zusätzlichen Schwung zu verleihen. (ags)

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