In Trübbach soll ein neues Dorfzentrum entstehen

Zwei Gebäude mit rund 25 Wohnungen und Gewerberäumen sowie einem Begegnungsplatz sollen Trübbach ein Dorfzentrum verleihen.

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Architekt Mirko Schneeweiss, Bauingenieur René Willi, Immobilien-Treuhänder Daniel Keller und Architekt Thomas Keller (von links) wollen in Trübbach gemeinsam eine Zentrumsüberbauung mit Dienstleistungsflächen und rund 25 Wohnungen realisieren.

Architekt Mirko Schneeweiss, Bauingenieur René Willi, Immobilien-Treuhänder Daniel Keller und Architekt Thomas Keller (von links) wollen in Trübbach gemeinsam eine Zentrumsüberbauung mit Dienstleistungsflächen und rund 25 Wohnungen realisieren.

Bild: PD

(pd) Das Projekt des Buchser Architekturbüros Kaundbe hätte an der Bürgerversammlung vorgestellt werden sollen. Auf Grund der Absage der Bürgerversammlung ist dies nun nicht möglich. Direkte Anstösser wurden an einem Informationsanlass bereits vorinformiert.

15 Parkplätze im Freien

In Trübbach soll an der Hauptstrasse zwischen der Post und der Metzgerei Hirschen eine neue Zentrumsüberbauung mit einer Art Dorfplatz entstehen. Geplant sind zwei Gebäude, die sich ins Ortsbild einfügen und eine öffentliche Begegnungszone fassen. Die beiden eigenständigen Baukörper werden über eine Tiefgarage unterirdisch miteinander verbunden.

Die rund 50 Garagenplätze sind den Eigentümern und Mietern der darüberliegenden Wohnungen sowie den Mitarbeitenden der Dienstleistungsbetriebe vorenthalten. Vorgesehen ist, dass in einem der beiden Gebäude die Bäckerei Hermann mit einem Verkaufsgeschäft und einem Café einzieht. Im anderen Gebäude stehen im vorderen Bereich ebenfalls Geschäfts- und Dienstleistungsräume zur Verfügung. «Aktuell sind wir mit Interessenten in Verhandlung», erklärt Projektkoordinator Daniel Keller. Für die Gäste und Kunden sind 15 Parkplätze im Freien vorgesehen.

Vision eines attraktiven Wohnungsmixes

Das Projekt sieht nebst den beiden Gewerberäumen im Erdgeschoss insgesamt 25 bis 28 Wohnungen in den Grössen von 1 ½ bis 4 ½-Zimmer vor. «Denkbar wäre auch, dass sich im ersten Stock beispielsweise eine Arztpraxis oder ein Physiotherapeut einmietet. Diesbezüglich sind wir offen», sagt Koordinator Daniel Keller. Die Investoren beabsichtigen einen Teil der Wohneinheiten, als Eigentumswohnungen auf dem Markt anzubieten und den anderen Teil als Mietwohnungen. Dabei wird ein guter Käufer- und Mietermix angestrebt: «Die neue Überbauung soll sowohl für Familien als auch für Alleinstehende oder Seniorinnen und Senioren ein Lebensraum bieten. Es soll zu einem typischen Generationenhaus werden.»

Zwischen den beiden Gebäuden wird eine parkähnliche Begegnungszone mit Spielplatz entstehen. Der vordere Teil Richtung Hauptstrasse hin wird öffentlich zugänglich sein sowie den Gästen des Cafés und den Kunden der Dienstleistungsbetriebe zur Verfügung stehen. Der hintere, lauschige Teil bleibt den Bewohnern vorbehalten.

Projekt möglichst gut ins Ortsbild einbeziehen

Damit sich die neue Zentrumsüberbauung ins historisch gewachsene Ortsbild einfügt, haben die Architekten den Bauberater der Gemeinde in der Planungsphase beigezogen und dessen Inputs berücksichtigt. Inzwischen wurden auch die nötigen Abklärungen bei der Gemeinde und dem Kanton getätigt, damit nun ein bewilligungsfähiges Projekt vorliegt. Ob die geplante Zentrumsaufwertung realisiert wird, liegt jetzt in der Hand der Bürgerschaft.

Quadratmeterpreis in der Höhe von 650 Franken

Diese hat die Möglichkeit, das Referendum gegen den Grundstücksverkauf zu ergreifen. Falls dies nicht geschieht, wird die politische Gemeinde nach Ablauf der Referendumsfrist das 3050 Quadratmeter grosse Grundstück der Investorengruppe zu einem Preis von knapp zwei Millionen Franken verkaufen. Dies ergibt einen Quadratmeterpreis in der Höhe von 650 Franken.

Der Verkehrswert der zu veräussernden Grundstücke liegt bei rund 1,38 Millionen Franken. Der Wartauer Gemeindepräsident Beat Tinner freut sich: «Ich bin überzeugt, dass sich die Strategie des Gemeinderates auszahlen wird und wir mit diesem Projekt Trübbach weiter aufwerten können.» Die politische Gemeinde Wartau hat in den letzten 20 Jahren vorausschauend acht aneinandergrenzende Kleinstgrundstücke erworben oder sich deren Kaufrecht gesichert. Nur so war es möglich, diesen Projektvorschlag zu entwickeln.