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In Sevelen auf dem Storchenbüel ist ein neues Kunstprojekt gestartet

Gert Gschwendtner, Mali Gubser und Heidi Helmhold konzipierten ein neues Projekt in der inzwischen international bekannten Kunstinstallation "Gedankenberg"
Machte Wasser zum Beerenpunsch: Katja Langenbahn auf dem Gedankenberg. (Bild: PD)

Machte Wasser zum Beerenpunsch: Katja Langenbahn auf dem Gedankenberg. (Bild: PD)


Viele Kunstinteressierte fanden sich am frühen Abend am Fusse des Gedankenberges ein und wurden von Mali Gubser-Ospelt begrüsst. An diesem Abend Ende April zelebrierte eine Gruppe von Akteuren das Element Wasser – ein erster von insgesamt vier Abenden zu den Elementen, die in diesem Jahr stattfinden werden.

Die Geschichte von Wasser in Sevelen und im Rheintal

Nach der Begrüssung zogen die Teilnehmer den Berg hinauf und wurden begleitet von einer akustischen Tropfen-Installation. Auf einem ersten Plateau berichtete der Zürcher Historiker Werner Hagmann – bestens in die Geschichte von Sevelen und die seiner Seveler Vorfahren eingearbeitet – über die historische Rolle, die das Wasser in Sevelen und im Rheintal gespielt hat.

Anschliessend ging es die lange Eisentreppe hinauf, die Teil der künstlerischen Installation ist, die von dem Künstler Gert Gschwendtner 2015 als Teil des «Gedankenberg» konzipiert und
umgesetzt worden ist. Alle Teilnehmer trugen ein Glas mit Wasser, das ihnen Gert Gschwendtner am Fusse der Treppe ins Glas geschöpft hatte. Mit Zwischenstation auf dem Gingko-Platz, auf dem die Kölner Kunstprofessorin Heidi Helmhold die Rolle der Störche auf dem Gedankenberg und in der Kunst beschrieb, ging es weiter zur Burgruine hinauf.

Dort erwartete die Schauspielerin Katja Langenbahn als Walburga das Wasser der Besucher und bat diese, das Wasser in einen grossen Kessel zu schütten. Sie «verwandelte» das Wasser in einen schmackhaften Beerenpunsch, der am Ende des Abends für alle Beteiligte ausgegeben wurde. Dieses Ritual zitierte die Walpurgisnächte, in denen der Legende nach Hexen ihr ausgelassenes und wildes Treiben abhielten. Walburga selbst ist eine Heilige, die am 1. Mai 870 heiliggesprochen worden sein.

In den Dimensionen des Kunstschaffenden

Es blieb offen, ob Walburga an diesem Abend die wilde Hexe oder mehr die Heilige repräsentierte. Sehr deutlich aber bezog sie Stellung zum weltweiten politischen Verteilungskampf um Wasser, indem sie dazu einen Text von Gert Gschwendtner verlas. Der Abschluss bildete die Präsentation einer filmerischen Arbeit von Gert Gschwendtner, die zwischen Bäumen und vor dem Abendhimmel gezeigt wurde. Der Film zeigte Wasser in der Natur und Wasser in der Malerei, performativ und naturphänomenal inszeniert; er hinterliess einen starken Eindruck.
Insgesamt zeigte dieser Abend, in welcher künstlerischen, lyrischen, aber eben auch politisch-kritischen Dimension das Werk von Gert Gschwendtner angesiedelt ist. Er macht neugierig auf die weiteren Abende, die folgen werden. (pd)

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