In Liechtenstein sind 11000 Angestellte in Kurzarbeit

Die Coronakrise hat die Nachfrage bei vielen Unternehmen in Liechtenstein einbrechen lassen. Über ein Viertel aller Beschäftigten hat zu wenig Arbeit, wie eine Momentaufnahme zeigt.

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Wegen der Coronapandemie sind im Liechtenstein derzeit viele Arbeitsplätze verwaist, es gibt viel Kurzarbeit, teils im Homeoffice.

Wegen der Coronapandemie sind im Liechtenstein derzeit viele Arbeitsplätze verwaist, es gibt viel Kurzarbeit, teils im Homeoffice.

Andrea Stalder

(wo) Aus den Anmeldungen geht hervor, dass inzwischen sogar 11000 Arbeitnehmer in Liechtenstein und 950 Firmen von Kurzarbeit betroffen sind, wie Wirtschaft Regional in seiner gestrigen Ausgabe berichtet. Es ist aber davon auszugehen, dass die tatsächlich geleistete Kurzarbeit niedriger ausfällt als die Zahl der eingereichten Anträge. Einige Firmen dürften diese aus Sicherheitsüberlegungen heraus beantragt haben und im Nachhinein möglicherweise darauf verzichten. Die endgültige Zahl steht damit noch aus.

3,6 Millionen Franken sind bereits geflossen

Dennoch zeichnet sich ab, dass die Wirtschaft hart von der Coronakrise getroffen wurde. Viele Angestellte müssen auf einen Teil ihres Lohns verzichten, für den Rest springt vor allem der Staat ein. Bei einzelnen Unternehmen kommt es zwar zu Verzögerungen bei den Auszahlungen, doch 3,6 Millionen Franken sind bereits geflossen. Katja Gey, Leiterin des Amtes für Volkswirtschaft erklärt:

«Wir haben fast alle Gesuche bearbeitet.»

800 Anträge wurden bewilligt, 110 mussten abgelehnt werden.