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In Gams steht bald eine Mobilfunkantenne mit 5G-Frequenz

Rund um den 5G-Netzausbau läuft zurzeit eine politische Debatte, auch im Kanton St. Gallen. Tatsache ist, dass in der Region Gesuche für den Ausbau der Frequenz laufen.
Katharina Rutz
Diese Mobilfunkanlage bei der Ara Simmiwinkel wird bald auf 5G ausgebaut. (Bild: Thomas Schwizer)

Diese Mobilfunkanlage bei der Ara Simmiwinkel wird bald auf 5G ausgebaut. (Bild: Thomas Schwizer)

Das Wichtigste in Kürze:

  • 5G beschreibt die fünfte Mobilfunkgeneration.
  • Am weitesten sind die Ausbaupläne für die Mobilfunkantenne in Gams, Ara Simmiwinkel.
  • Weitere Gesuche wurden bereits in Buchs und Sennwald öffentlich aufgelegt.
  • 5G verspricht eine schnellere Datenübertragung.
  • Gegner befürchten Gesundheitsschäden aufgrund der Strahlung.
  • St. Galler Kantonsräte fordern bereits einen Marschhalt beim Antennenbau.

5G ist in aller Munde. Die fünfte Mobilfunkgeneration verspricht eine Erhöhung der Datenübertragungskapazität. Das heisst, ein Spielfilm lässt sich innert Sekunden auf das Handy oder das Tablet herunterladen. Die Netzbetreiber werben mit dem Ausbau. Die Swisscom verspricht den landesweiten Ausbau bis Ende Jahr. Sunrise behauptet von sich, das am weitesten ausgebaute 5G-Netz des Landes zu haben. Im Werdenberg und Obertoggenburg allerdings gibt es noch keinen aktiven 5G-Antennenstandort. Das Bundesamt für Kommunikation stellt im Internet eine Karte mit allen Standorten von Sendeanlagen in der Schweiz zur Verfügung. Ersichtlich sind sowohl die Rundfunkstationen als auch die Anlagen für Mobilfunk.

Stand gestern weist die Karte in der Region Gossau und Appenzell einen Antennenstandort mit 5G aus. Sonst gibt es in den Kantonen St. Gallen und beiden Appenzell noch kein Standort verzeichnet. Mit der Erteilung der Konzession für 5G hat das Bundesamt für Kommunikation die Mobilfunkbetreiber verpflichtet, aktive Antennen zu melden. Die Meldungen werden dann innerhalb von rund drei Wochen aufgeschaltet.

Die Mobilfunkbetreiber selber halten sich bedeckt, was ihre konkreten Ausbaupläne angehet. Die Ortschaften, in denen bereits ein 5G-Netz aufgeschaltet ist, publizieren sie auf ihren Webseiten.

Gesuche für 5G in Gams, Buchs und Sennwald

Dennoch laufen auch im Werdenberg bereits Vorabklärungen seitens der Mobilfunkanbieter, wie mehrere Bauamtsleiter in der Region bestätigt haben. In Buchs, Gams, Sennwald und Alt St. Johann gibt es konkrete Pläne für einen Aus- oder Neubau von 5G-fähigen Mobilfunkanlagen. So wird beispielsweise die Antenne Ara Simmiwinkel in Gams auf die Frequenz für die 5G-Mobilfunktechnologie ausgebaut. In Buchs lag ein Gesuch für den Umbau der Sunrise-Antenne am Fichtenweg im März öffentlich auf, auch diese soll auf 5G aufgerüstet werden. In Sennwald ist ein Neubau geplant; Wildhaus-Alt St. Johann ist auf ein Gesuch nicht eingetreten, weil es nicht zonenkonform war.

«Die zurzeit laufende Einführung von 5G erfolgt in Frequenzbereichen, wie sie bereits jetzt für den Mobilfunk und für WLAN verwendet werden», schreibt das Bundesamt für Kommunikation in einem Fragen- und Antwortenkatalog zum Thema 5G. Es gibt gesetzliche Vorgaben für die Strahlung insgesamt, diese unterscheiden nicht zwischen den verschiedenen Technologien von Mobilfunk (2G, 3G, 4G, 5G). Die Intensität der Strahlung wird mit Grenzwerten geregelt, die sich nach der verwendeten Frequenz unterscheiden.

Die Strahlungswerte und technischen Daten einer Mobilfunkanlage sind auf einem Standortdatenblatt aufgezeichnet. Veränderungen werden vom Amt für Umwelt des Kantons St. Gallen hinsichtlich der gesetzlichen Werte kontrolliert. Die Gesuche für Um- oder Neubauten werden von den Mobilfunkanbietern in der Regel technologieneutral formuliert. Das heisst, es ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich für welche Technologie (4G oder 5G) die Anlage ausgebaut werden soll.

Die erste 5G-Antenne steht wohl in Gams

In Gams wird die Antenne bei der Ara Simmiwinkel auf 5G ausgebaut. Eine Baubewilligung durch die Gemeinde muss dafür nicht erteilt werden. Offenbar bewegt sich das Ausbaugesuch in einer sogenannten Bagatellgrenze. «Werden die Bagatellkriterien eingehalten, ist kein ordentliches Baubewilligungsverfahren nötig», erklärt Martin Simon vom kantonalen Amt für Umwelt. Dies sei im Zuge der Einführung von 4G bereits so eingeführt worden. Zu diesen Kriterien gehören beispielsweise die Strahlungswerte oder eine Leistungssteigerung der Antenne. Bleiben diese gleich, kann ausgebaut werden. Ansonsten ist ein ordentliches Baugesuch nötig.

Ein entsprechendes Ausbaugesuch lag im März für die Antenne am Fichtenweg in Buchs öffentlich auf. «Es gab keine Einsprachen dagegen, die Bewilligung ist allerdings noch nicht erteilt», sagt der Stadtschreiber Markus Kaufmann zum Verfahrensstand.

Auch in Sennwald, Neudorf 10, läuft ein ordentliches Baugesuch für den Neubau einer 5G-Antenne. Dort gab es laut Bauverwalter Patrick Kluser drei Einsprachen genereller Natur. Das Gesuch wird nächstens behandelt.

«Entspricht das Gesuch den gesetzlichen Vorgaben, ist der Handlungsspielraum der Gemeinde klein», sagt Patrick Kluser.

In Wildhaus-Alt St. Johann sind die Mobilfunkbetreiber ebenfalls aktiv. Auf ein Gesuch für einen Neubau in Alt St. Johann ist die Gemeinde laut Gemeindepräsident Rolf Züllig nicht eingetreten. Die Antenne sei nicht zonenkonform. Laut Martin Simon wäre sie auch fähig für die 5G-Mobilfunktechnologie gewesen.

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