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In der Höwisen entsteht ein Naturparadies

Die 24 künstlich angelegten Fischbecken prägten bis vor kurzem das Naherholungsgebiet Höwisen in der Gemeinde Wartau. Derzeit werden die Gewässerläufe aufgewertet und für die Fische durchgängig gemacht.
Thomas Schwizer
Die Höwisen-Gewässerläufe wurden für die Revitalisierungsarbeiten trocken gelegt. Aus der ehemaligen Fischzuchtanlage wird in Kürze ein neues Naturparadies entstehen. (Bild: PD)

Die Höwisen-Gewässerläufe wurden für die Revitalisierungsarbeiten trocken gelegt. Aus der ehemaligen Fischzuchtanlage wird in Kürze ein neues Naturparadies entstehen. (Bild: PD)

Das Revitalisierungsprojekt Höwiesen wurde von der Gemeinde Wartau angestossen. «Zum einen gibt es gesetzliche Bestimmungen, zum anderen wollen wir zusammen mit der Ortsgemeinde Wartau als Besitzer der Höwisen das Naherholungsgebiet weiter aufwerten», sagt der Wartauer Gemeindepräsident Beat Tinner.

Ab 15.März soll wieder Wasser fliessen

Die Revitalisierungsarbeiten bei den Gewässerläufen schreiten zügig voran. Bauleiter Patrick Rissi erklärt: «Die Hauptarbeiten werden in diesen Tagen abgeschlossen. Danach folgen noch die Detailarbeiten.»

Bereits ab dem 15. März soll wieder Wasser durch die Gewässerläufe fliessen. Diese wurden während der Bauzeit trocken gelegt.

«Revitalisierung ist ein Glücksfall»

Hansruedi Ammann, der im ehemaligen Fischzuchtbetrieb aufgewachsen ist, freut sich über die Aufwertung: «Ich bin dankbar, dass die Gemeinde zusammen mit der Ortsgemeinde dazumal das Objekt der Spekulation entzogen hat und das Gebiet revitalisiert. Das ist ein Glücksfall.» Der meisten der 24 künstlich angelegten Fischbecken wurde inzwischen zurückgebaut.

Historisches Erbe bleibt zum Teil erhalten

Das Gebiet Höwisen ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Erinnerungen an die Zeit, als die Fischzucht entstand, bevor nun daraus ein Naturparadies wird.

Für Urs Weber vom Ökobüro Hugentobler sind die Revitalisierungsarbeiten im Naherholungsgebiet Höwisen in Wartau etwas Besonderes: «Der historische Hintergrund ist speziell. Ein kleiner Teil des historischen Erbes wird bewusst erhalten, damit man sieht, wie die Gewässerläufe der Höwisen entstanden sind.» Zwei Drittel der Gewässerläufe seien alte Giessenläufe, die bereits um 1900 auf Karten ersichtlich waren. Der restliche Drittel der Gewässerläufe wurde für die Fischzuchtanlage erbaut.

«Für uns war es ein Eldorado»

Hansruedi Ammann ist in der Höwisen aufgewachsen. Er erinnert sich gerne zurück an seine Kindheit in der ehemaligen Fischzuchtanlage: «Für uns war es ein Eldorado.» Einige Episoden sind ihm besonders geblieben:

«In den 50er-Jahren kamen Leute aus England mit alten Autos und Motorrädern mit Seitenwagen zu uns auf den Zeltplatz. Da durften wir zwischendurch mal englische Spezialitäten probieren, welche die Gäste selber gekocht haben.»

Auch an die vielen Besucher aus Deutschland und an die Fischer, die hier übernachteten und zum Teil Ferien machten, erinnert sich Hansruedi Ammann noch gerne.

Restaurant besteht seit 80 Jahren

Erworben haben die Fischzuchtanlage 1920 die Grosseltern von Hansruedi Ammann. Sein Grossvater war ursprünglich Stickereizeichner. Die Krise im Stickereigeschäft zwang ihn, eine neue Herausforderung zu suchen. Per Zufall habe er erfahren, dass die Anlage in Wartau zum Verkauf stehe. Zu jener Zeit standen erst das Bruthaus sowie der Wohnteil.

1938 nahm der Grossvater von Hansruedi Ammann den Bau des Restaurants in Angriff. Die Eröffnung im darauffolgenden Jahr konnte er nicht mehr miterleben, da er in der Zwischenzeit verstarb. Folglich übernahmen die Eltern von Hansruedi Ammann den Betrieb.

Idyllisch gelegene Anlage drohte zu zerfallen

In den 70er-Jahren wurde es zusehends schwieriger, Forellen in den Höwisen-Becken zu züchten. Dies wegen der schlechter werdenden Wasserqualität. Deshalb verkauften Ammanns die Forellenzucht und den Gastrobetrieb. Nach dem Verkauf ging es mit der Fischzucht und den Liegenschaften abwärts. Die idyllisch gelegene Anlage drohte zu zerfallen.

Dementsprechend dankbar ist Hansruedi Ammann, dass die heutigen Besitzer – die Politische und die Ortsgemeinde Wartau – mit der Revitalisierung in das Gebiet investieren und es sowohl für die Natur als auch für den Menschen aufwerten. «Für mich stimmt’s», sagt Hansruedi Ammann voller Freude. Er besucht die Höwisen, den Wald, den Vita Parcours und den Spielplatz heute noch häufig mit seinen Grosskindern und verfolgt auch die Revitalisierungsarbeiten interessiert. (pd)

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