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Den Slow-up Werdenberg-Liechtenstein verschieben? In den Sommerferien fehlen die Helfer

Slow-up-Nachlese nach dem Wetterpech der diesjährigen Auflage. Wäre ein anderes Datum möglich? Liesse sich der Grossanlass kurzfristig um eine Woche verschieben? Was war der grösste Frust der Veranstalter?
Heini Schwendener
Sie trotzten zusammen mit 5000 Velofahrerinnen und Velofahrern der Regen und der Kälte beim Slow-up 2019. (Bild: Heini Schwendener)

Sie trotzten zusammen mit 5000 Velofahrerinnen und Velofahrern der Regen und der Kälte beim Slow-up 2019. (Bild: Heini Schwendener)

Der Slow-up vom vergangenen Sonntag wird noch lange in Erinnerung bleiben. Richtig «wüescht» war das Wetter. Trotzdem bereut wohl kaum jemand, der die 44 Kilometer oder zumindest Teile davon unter seine Räder genommen hat, an diesem denkwürdigen Anlass teilgenommen zu haben. 2018, bei herrlichstem Velowetter, gab es mit 28000 Teilnehmenden einen Rekord. Heuer waren es 5000, auch ein Rekord, aber einer, den sich niemand wünschte.

In den vergangenen 14 Slow-up Werdenberg-Liechtenstein war das Wetter den Veranstaltern viel zu selten gutgesinnt. Der Elan des Organisationskomitees um Präsident André Fernandez aus Grabs wurde deshalb nicht gebremst, es seien auch noch alle an Bord, sagt er.

Hoffen, bis es keine Hoffnung mehr gibt

Der Frust von André Fernandez war nicht etwa am Sonntag am grössten. «Eine Woche vor dem Anlass hat man ja immer die Hoffnung, dass die Wetterprognosen falsch liegen und dass es schon noch gut kommen wird», sagt er auf Anfrage.

«Am grössten war der Frust, als klar feststand, wie ‹wüescht› es wirklich wird.»

Am Sonntag habe er sich dann längst damit abgefunden. «Dann sieht man nur noch das Positive.» So etwa die positiven Rückmeldungen diverser Standbetreiber, bei denen es lustig zu- und hergegangen war und die viel Zeit hatten, sich mit den Slow-up-Teilnehmern zu unterhalten.

Natürlich würde sich der eine oder andere aber auch die Frage stellen, ob sich dieser Aufwand denn gelohnt habe. Insgesamt kann sich das OK aber nicht über mangelndes Interesse der Festplatzbetreiber beklagen, obwohl es im Mai beim Slow-up in den vergangenen Jahren häufig geregnet hatte. Da stellt sich die Frage, warum dieser Anlass überhaupt im Mai stattfindet, und nicht an einem wärmeren Monat. 18 Slow-up gibt es inzwischen in der Schweiz, die Daten sind vertraglich weit im Voraus festgelegt. Die nationale Slow-up-Leitung achtet darauf, dass nicht am gleichen Wochenende an zwei Orten in der Schweiz eines dieser beliebten Feste des Langsamverkehrs stattfindet. Aus gutem Grund: So gibt es beispielsweise das viele Material der nationalen Partner entlang der Strecke nur in einfacher Ausführung.

Sommerferienzeit ist keine Option

Alternative Daten für den Slow-up Werdenberg-Liechten­stein gäbe es allenfalls noch während der Sommerferienzeit. Für André Fernandez ist dies aber keine Option, denn dann seien sehr viele Leute in den Ferien und die Verantwortlichen aller Festplätze könnten darum wohl kaum 700 bis 800 Helferinnen und Helfer aufbieten. Auch organisatorisch ist eine Veranstaltung über die Ferienzeit mit zehn lokalen OKs und vielen weiteren Partnern kaum effizient umsetzbar.

Warum gibt’s nicht einfach ein Ersatzdatum eine Woche später, wenn die Wetterprognosen so schlecht sind wie dieses Jahr? Die Antwort liefert einerseits die vorgenannte Zahl der freiwilligen Helferinnen und Helfer. Niemand würde sich dafür zwei Wochenenden freihalten. Ein Slow-up sei eine grosse logistische Herausforderung, erklärt der OK-Präsident: (Haupt-)Strassen werden gesperrt, der motorisierte Verkehr muss aufwendig umgeleitet werden, der öffentliche Verkehr stellt streckenweise den Dienst ein, Autobahnausfahrten werden gesperrt, die Sponsoren liefern mit viel eigenem Personal viel Material an usw. Das alles muss geplant werden. Dafür wiederum braucht es die entsprechenden Bewilligungen – all dies ist mit grosser Arbeit und auch mit Kosten verbunden. Wer sich nur schon diese Gedanken durch den Kopf gehen lässt – von Tausenden von Details ist hier noch gar nicht die Rede – dem wird klar: Ein Verschiebedatum für einen Slow-up wird es nie geben.

Warum nicht einmal im Uhrzeigersinn?

Der einzige grenzüberschreitende Slow-up wird im Gegenuhrzeigersinn gefahren. Das zu ändern, sei im OK noch nie diskutiert worden, sagt André Fernandez, «85 bis 90 Prozent unserer Teilnehmenden steigen irgendwo auf der Strecke ein». So verteilen sich die Teilnehmenden auch schön regelmässig auf die verschiedenen Festplätze, niemand sei benachteiligt. Ausserdem sei es auch sicherer, immer in der gleichen Richtung zu fahren, denn daran hätten sich die Leute inzwischen gewöhnt.

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