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Weniger Arbeit für Grenzwache in Buchs: Die Zahl der Flüchtlinge hat massiv abgenommen

Während der grossen Flüchtlingswelle herrschte am Bahnhof Buchs Hochbetrieb für das Grenzwachtkorps. Drei Jahre später wird immer noch kontrolliert, es ist jedoch ruhig geworden.
Miriam Cadosch
Die Grenzwache kontrolliert die grenzüberschreitenden Züge in Buchs. (Bild: Urs Bucher)

Die Grenzwache kontrolliert die grenzüberschreitenden Züge in Buchs. (Bild: Urs Bucher)

Die Bilder von 2015 sind noch allzu gut in Erinnerung. Europa sah sich, gemäss dem Staatssekretariat für Migration, mit der grössten Migrationsbewegung seit Ende des Zweiten Weltkrieges konfrontiert. In der Schweiz wurden gegen Ende des dritten Quartals rund 24200 Asylgesuche eingereicht. Rund 7000 Flüchtlinge griffen die Grenzwachtkorps der Region Chur, zu der auch Buchs gehört, damals an den Grenzübergängen auf. Immer mehr erreichten den Bahnhof Buchs. Willkommen geheissen wurden sie von Journalisten, Grenzwache, Polizei und Aktivisten mit «Refugees welcome»-Plakaten.

Drei Jahre später ist die Anzahl Flüchtlinge massiv zurückgegangen. Bisher wurden im Jahr 2018 in der GWK-Region Chur lediglich 606 Personen aufgegriffen. Bis Ende September erhielt die Schweiz 11500 Asylgesuche, gerade mal die Hälfte von 2015. «Dies ist der tiefste Wert für die ersten neun Monate seit dem Jahr 2010», sagt Lukas Rieder, Sprecher des Staatssekretariats für Migration.

Die Eidgenössische Zollverwaltung entscheidet jeweils mittels einer Lageanalyse, die sie zusammen mit in- und ausländischen Partnerbehörden erstellen, an welchen Grenzübergängen Kontrollen erfolgen. Die Grenzwache darf aus einsatztaktischen Gründen keine Auskunft geben, ob nun aufgrund der rückläufigen Zahlen auch weniger Kontrollen gemacht werden. «Selbstverständlich haben wir unsere Kontrollmassnahmen aber den gesunkenen Migrationszahlen angepasst», erklärt David Marquis, Sprecher der Eidgenössischen Zollverwaltung.

Rückgang auf Schliessung der Balkanroute zu führen

Die Schliessung der sogenannten Balkanroute Anfang 2016 hat massgeblich zum Rückgang der Flüchtlingszahlen in der Ostschweiz beigetragen. Dadurch strandeten die Migranten in Griechenland. Hinzu kam das Abkommen der Türkei mit der EU, dass die Überfahrten auf die griechischen Inseln praktisch zum Erliegen brachte. Italien entschied sich zeitgleich für eine härtere Flüchtlingspolitik. «Diese Entwicklung hat die Migration über das zentrale Mittelmeer stark reduziert. Gleichzeitig ist die Schweiz nicht primäres Zielland der Menschen, die auf diesem Weg nach Westeuropa gelangen», erläutert Lukas Rieder.

Dies unterstreicht der Blick auf die rückläufigen Zahlen der Migranten in der Schweiz. Es ist ruhig geworden an den meisten Grenzübergängen. «Die meisten Migranten werden heute an der Südgrenze, in Chiasso und auf der Simplon-Route, aufgegriffen», so David Marquis.

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