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Imkerei wird anspruchsvoller

Die Bienenhaltung wird immer schwieriger. Die Imkerbildung Schweiz hat deshalb einen Lehrgang «Imker mit eidgenössischem Fachausweis» ins Leben gerufen. Max Meinherz aus Grabs gehört zu den ersten Absolventen.
Katharina Rutz
Max Meinherz (rechts) aus Grabs nimmt das Diplom als Imker mit eidgenössischem Fachausweis aus den Händen des Präsidenten von Bienen Schweiz, Mathias Götti Limacher, entgegen. (Bild: PD)

Max Meinherz (rechts) aus Grabs nimmt das Diplom als Imker mit eidgenössischem Fachausweis aus den Händen des Präsidenten von Bienen Schweiz, Mathias Götti Limacher, entgegen. (Bild: PD)

In seinem früheren beruflichen Leben war Max Meinherz aus Grabs Geschäftsleiter in der Druckereibranche. Heute widmet sich der 64-jährige Imker ganz seinen Bienen. Zwar ist er nicht Berufsimker im eigentlichen Sinne, doch beanspruchen ihn seine Engagements bei der «Schweizerischen Bienen-Zeitung» (Redaktionsleiter), beim Imkerverband St. Gallen-Appenzell (Präsident) und als Kontrolleur (Bieneninspektor und Amtlicher Fachassistent Primärproduktion Bienen) inzwischen vollamtlich.

Und kürzlich durfte Max Meinherz das Diplom als «Imker mit eidgenössischem Fachausweis» entgegennehmen. Damit gehört er zu den 24 ersten mit diesem Diplom in der Schweiz. Der erste Kurs startete im Jahr 2014. Mittlerweile laufen fünf weitere solcher Kurse mit jeweils 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Der Kurs 2019 ist bereits ausgebucht.

Bedürfnis nach vertieften Ausbildung

Mit dieser berufsbegleitenden Ausbildung möchten die drei Imkerverbände der Schweiz (jeweils einer für die Deutschschweiz, die Westschweiz und das Tessin) auf die immer anspruchsvoller werdende Arbeit als Imker reagieren. Zudem bestehe auch bei den Imkerinnen und Imkern ein grosses Bedürfnis einer vertieften Ausbildung, schreibt die Imkerbildung Schweiz GmbH in einer Mitteilung. Diese ist für den Lehrgang zuständig. Die Ausbildung besteht aus fünf Modulen in 27 Tagen und findet abwechselnd im Plantahof in Landquart und im Inforama Zollikofen statt. Geprüft wird das Wissen der Absolventen mit Arbeiten über die jeweiligen Module sowie einer vertieften Abschlussarbeit.

Max Meinherz beispielsweise nutzte die Gelegenheit und machte eine Umfrage bei den Leserinnen und Lesern der Bienen-Zeitung. Er wollte wissen, ob der Themenmix der Publikation den Abonnentinnen und Abonnenten gefällt.

Die eigene Arbeit als Imker hinterfragen

Durch die Ausbildung beginnt er seine eigene Arbeit als Imker nun vermehrt zu hinterfragen. Zum Beispiel bei der Varroabekämpfung mit Säuren sei er auf der Suche nach Alternativen.

Die Bienen kämpfen heute an vielen Fronten. «Der Verlust der Biodiversität, die Intensivierung der Landwirtschaft, Pestizide und Schädlinge wie die Varroamilbe», zählt Max Meinherz auf. «Die Summe von all dem hat die Bienen geschwächt.» Heute haben Bienen keine Chance mehr ohne die Betreuung eines Imkers zu überleben. «Nach zwei oder drei Jahren würde ein sich selbst überlassenes Bienenvolk spätestens eingehen.» Auch könne man nicht mehr gleich Imkern, wie dies schon der Vater oder Grossvater getan habe. «Die stetige Weiterbildung ist für einen Imker heute sehr wichtig», sagt er.

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