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Im Wald zu sich finden

Am vergangenen Sonntag fand der dritte Familiennaturtag der Umweltgruppe Wartau mit einem vielseitigen Programm in der Heuwiese statt.
Der Wald als grossartiger Raum für die seelische und körperliche Gesundheit und Erholung wurde durch Begehungen und Informationen zum Erlebnis gemacht. (Bild: PD)

Der Wald als grossartiger Raum für die seelische und körperliche Gesundheit und Erholung wurde durch Begehungen und Informationen zum Erlebnis gemacht. (Bild: PD)

Noch in der Morgendämmerung und bei kühlem Wetter machten sich über ein Dutzend «Frühaufsteher» auf einen Rundgang durch den Wald, schweigend und konzentriert auf die Eindrücke aus der stillen Natur, nur sparsam unterbrochen von präzisen Informationen durch Förster Ernst Vetsch.

Zu Beginn des Festes um 9 Uhr liessen sich gegen 50 Besucher nach der Begrüssung durch Walter Götti von Pfarrerin Petra Lehner anleiten zur Achtsamkeit im Erspüren von Atem und Leiblichkeit; sie begleitete auch später Gruppen zu einer veränderten Wahrnehmung beim langsamen Schreiten durch den Wald.

An verschiedenen Orten bekamen die Besucher Informationen zur Bedeutung des Waldes als Ort des Erlebens, der Entspannung, des Geniessens und der Gesundheit. Dies stand im Mittelpunkt engagierter Anstösse vom pensionierten Kinderarzt Dr. Markus Weissert: Der Wald als Entwicklungsfeld speziell für Kinder, wo sie mit allen Sinnen und in ihrer Motorik angesprochen werden und ein Bewusstsein für Tier und Pflanze und Sorge für die Umwelt lernen.

Wald hilft wirkungsvoll, Stress abzubauen

Dies sind alles entwicklungspädagogisch wichtige Erlebnisse, welche ganz natürlich wirken und den meisten der heute gängigen Therapiemassnahmen für Kinder vorbeugen, welche immer häufiger durch naturferne und sterile Umgebungen in Wohnungen und Schulhäusern notwendig werden. Aber auch für Erwachsene ist der Ruhe spendende Aufenthalt im Wald, so Markus Weissert, medizinisch als wirkungsvoller Stressabbau nachgewiesen. Die Faszination der Kinder war auch vor Ort zu beobachten, wenn sie unter Anleitung von zwei Waldpädagoginnen Karin Galbier Elisabeth Negele voller Hingabe die bereitgelegten Materialien zu persönlichen Gestaltungen verwendeten.

Einen konkreten Beitrag liefert der Heuwiesenwald zur Wasserversorgung: Paul Gabathuler zeigte mit Bild und Wort auf, wie die Dorfkorporation Weite inmitten des geschützten Waldes eine Grundwasserfassung erstellt und im Juli 2018 in Betrieb genommen hat, welche, gesichert vor Verschmutzungen, reichlich Wasser liefert und zu den bisherigen Quellen eine wertvolle Ergänzung darstellt.

Die Sinne und auch den Gaumen sprach Helen Weissenauer an; basierend auf einer differenzierten Pflanzenkunde zeigte sie, wie sie ihre gesammelten Kräuter zur Herstellung wunderbarer Genüsse in Form von Essenzen, Getränken und Nahrungsmitteln nutzt;. ihr Stand wurde rege besucht.

Zur weiteren Verarbeitung der Anregungen legte Bea Papadopoulos vom Buechlade Sargans eine Auswahl von Büchern zum Thema Wald vor.

Die zufriedenen Besucherinnen und Besucher, darunter viele Familien mit ihren Kindern, verweilten noch unterschiedlich lang bei aufwärmendem Sonnenschein in der idyllischen Heuwiese und nahmen viele Eindrücke und Anregungen mit. Das Interesse an der Fortsetzung dieser Familiennaturtage der Umweltgruppe Wartau hat sich erneut bestätigt. (oa)

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