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Im Unterholz ist Vorsicht vor Zecken geboten

Die Zahl der durch Zeckenbisse verursachten Fälle von Personen mit FSME-Virus ist dieses Jahr im mehrjährigen Vergleich sehr hoch. Auch die Verdachtsfälle von Borreliose sind viel häufiger als üblich.
Thomas Schwizer
Arztbesuche nach Zeckenstichen häufen sich. (Bild: sasel77 - Fotolia)

Arztbesuche nach Zeckenstichen häufen sich. (Bild: sasel77 - Fotolia)

Impfen ist empfohlen: Diese Empfehlung richtet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) an alle, die sich häufig im Wald und auf Waldwegen bewegen. Mit dieser Schutzimpfung können sie sich nämlich wirkungsvoll gegen die Virus-Erkrankung FSME (Zeckenenzephalitisvirus) schützen.

Die Zahlen der Arztbesuche und der registrierten Fälle von FSME für das erste Halbjahr 2018 sind alarmierend. Sie zeigen gegenüber dem langjährigen Durchschnitt eine sprunghafte Zunahme. Bis Ende Juni wurden schweizweit gemäss Hochrechnungen des BAG auf Basis der Meldungen von Ärzten 21300 Arztbesuche wegen Zeckenstichen verzeichnet. Allein im Juni waren es über 10000.

Auch die Zahl der registrierten FSME-Fälle erreichte im ersten Halbjahr einen Höchststand. Seit 2000 wurden in diesem Zeitraum jeweils zwischen 46 und 109 Fälle gemeldet. Im laufenden Jahr sind es bereits 150.

Zecken, die mit dem FSME-Virus infiziert sind, übertragen es mit ihrem Stich auf Menschen. Etwa 80 Prozent der Menschen, die an FSME erkranken, müssen ins Spital eingewiesen werden.

Hochrisikoregionen, aber überall Infektionsgefahr

Symptome für FSME sind grippeartige Beschwerden (Kopfschmerzen, Fieber, Müdigkeit, Gelenkbeschwerden). Sie verschwinden nach wenigen Tagen, und nur selten werde an einen Zusammenhang mit einem Zeckenstich gedacht, hält das BAG fest. Bei etwa 10 Prozent der Patienten folge später eine zweite Krankheitsphase, die zu Hirn- oder Hirnhautentzündung führt. Schwere Verläufen könnten Lähmungen bis hin zu bleibenden Behinderungen verursachen.

Gegen diese Krankheit gibt es keine spezifische Therapie. Deshalb appelliert das Bundesamt an alle, die sich oft im Freien aufhalten, sich vorbeugend impfen zu lassen. Die aktuelle Karte des BAG weist die Region von der Bündner Herrschaft über Bad Ragaz, Mels und Sargans und Teile des Fürstentums Liechtenstein als Hochrisikogebiete aus. Auch wenn das Werdenberg nicht dazu gehört, ist auch hier Vorsicht geboten. Eine genaue Abgrenzung der Risikogebiete ist nicht möglich. Auch in den Nicht-Hochrisikogebieten besteht eine Übertragungsgefahr durch Zecken – sie ist aber rund zehnmal geringer.

Zecken können auf Menschen auch eine bakterielle Erkrankung übertragen, die Lyme-Borreliose. Sie ist gar die häufigste durch Zecken übertragene Infektion in Europa, erklärt die St. Galler Kantonsärztin Danuta Reinholz gegenüber dem W&O.

Borreliosegefahr: Bei Rötung sofort zum Arzt gehen

In der Schweiz seien 5 bis 30 Prozent, örtlich bis 50 Prozent, der Zecken mit diesem Bakterium infiziert. Das BAG schätze, dass jährlich 10000 Personen in der Schweiz an Borreliose erkranken.

Eine Vorsorgeimpfung dagegen gibt es nicht. Die Kantonsärztin rät dazu, beim Auftreten einer tellerförmigen Rötung rund um eine Zecken-Einstichstelle sofort einen Arzt aufzusuchen. Denn mit Antibiotika können weitere Stadien der Erkrankung verhindert werden. Tückisch ist, dass die Rötung nach einigen Tagen verschwindet. Als Spätfolge drohen aber – teils erst Jahre später – schwere Erkrankungen (Gelenke, Nervensystem, Haut, teilweise Herz).

Als Schutz vor Zeckenbissen empfiehlt das BAG gut abschliessende Kleidung (keine kurzen Hosen), festes Schuhwerk und das Meiden von Unterholz.

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