Im Langlaufgebiet Steg soll aufgerüstet werden: Projekt kostet 3,65 Millionen Franken

Beim Sportstättenkonzept Steg stellt die Finanzierung die grösste Hürde dar.

Gary Kaufmann
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Zum Wohl des Langlaufsports – sowohl für die Athleten als auch für die Breite – soll in Steg mit neuen Gebäuden aufgerüstet und eine Beschneiungsanlage installiert werden.

Zum Wohl des Langlaufsports – sowohl für die Athleten als auch für die Breite – soll in Steg mit neuen Gebäuden aufgerüstet und eine Beschneiungsanlage installiert werden.

Bild: Günther Büchel

Landauf, landab diskutieren derzeit Gemeinderäte über das Subventionsgesuch des Vereins zur Förderung des nordischen Skisports betreffend des Sportstättenkonzepts Steg. In einer der kommenden Sitzungen wird sich auch der Landtag damit befassen.

Zusammengefasst beinhaltet das im Kleinsteg vorgesehene Konzept zwei Gebäude (Loipenhaus und Vereinshaus) sowie die Möglichkeit zur Be-
schneiung einer zweieinhalb bis drei Kilometer langen Trasse für die Langläufer.

Duschmöglichkeiten und getrennte Garderoben

Vor Ort steht aktuell nur eine gemietete Garage und provisorische Loipenhütte zur Verfügung, die für grössere Gruppen kaum nutzbar ist. «Es gibt bei den Loipen keine Toiletten, Duschen, geschlechtergetrennte Garderoben. Auch ein anständiger Aufenthalts- und Wachsraum fehlt», sagt Thomas Brunhart, Chef Nordisch beim Liechtensteiner Skiverband (LSV). Mit dem geplanten Neubau würde sich das ändern und auch ein neuer Kraftraum entstehen. Ausserdem stünde für den betreibenden Verein Valünalopp eine grössere Garage zur Verfügung, in der sie die Loipenmaschine und anderes Material deponieren kann.

Beim zweiten Gebäude handelt es sich um die bereits bestehende Immobilie der Alpgenossenschaft Kleinsteg neben den Parkplätzen am Gänglesee, die zu einem Vereinshaus für den Valünalopp umfunktioniert werden soll – mit Sitzungsräumen, weiteren Lagerräumen und einer Gastronomie, für die eine Verpachtung in Betracht gezogen wird. Dieses soll, anders wie die Loipenhütte, das ganze Jahr über genutzt werden.

Optimaler Standort für nachhaltige Beschneiung

«Die Schneebedingungen waren in den vergangenen Jahren schwierig», begründet Brunhart das Vorhaben der Beschneiung. Es soll dadurch sichergestellt werden, dass Langlaufen im Steg ab Ende November, Anfang Dezember möglich ist. Zumindest auf einer festen Loipe von zweieinhalb bis drei Kilometer, die sich über Alp- und Forststrassen am Bachlauf erstreckt.

Dafür werden je nach Voraussetzungen schätzungsweise 5000 bis 7000 Kubikmeter Schnee benötigt, was 2000 bis 3000 Kubikmeter Wasser entspricht. Dieses möchte man direkt vom Stausee beziehen, womit keine langen Leitungen notwendig sind. Da das Wasser ohnehin kalt ist, braucht es keine Pumpen zur Abkühlung, wie das bei längeren Distanzen der Fall wäre.

Thomas Brunhart ist bewusst, dass Schneekanonen ein kontroverser Punkt sind. Allerdings weise der Steg von der Topografie wie vom Mikroklima her gute Bedingungen für einen verhältnismässigen Umgang auf: «Es braucht weder viel Energie noch Wasser. Es fliesst anschliessend wieder vollumfänglich in den Bach.»

Finanzierung ist die grösste Hürde

Der Grundstückeigentümer, die Alpgenossenschaft Kleinsteg, hat im Fall einer Umsetzung grünes Licht für die Sportstätte gegeben. Dies wurde an einer Versammlung im vergangenen Sommer beschlossen. Vorerst muss aber der politische Entscheid, allem voran der Finanzbeschluss des Landtags, getroffen werden. «Wahrscheinlich die grösste Hürde, die wir noch nehmen müssen», so Brunhart. Diesbezüglich betont er, dass die Gesamtkosten von 3,65 Millionen Franken lediglich die Investitionen beinhalten. Der Betrieb der Anlage soll sich durch Beiträge des LSV und Valünalopp selbst tragen.

Aufgrund der offenen Finanzierung ist auch der Termin für die Umsetzung der Sportstätte noch nicht bekannt. Vorausgesetzt der Landtag spricht kommendes Jahr den gewünschten Betrag, wäre eine Inbetriebnahme für die Wintersaison 2022/23 denkbar.