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«Ihr seid der Wahnsinn»

Zwölf Stunden Musik, zwölf Stunden Party – die Stars der Schlagerszene haben sich auf der Molseralp das Mikrofon in die Hand gegeben. Die Fans erhielten dabei exakt das, wofür sie gekommen waren.
Reto Vincenz
15 000 Fans besuchten das Schlager Open Air auf der Molseralp in Flumserberg und feierten ihre Schlagerstars. (Bild: Ignaz Good)

15 000 Fans besuchten das Schlager Open Air auf der Molseralp in Flumserberg und feierten ihre Schlagerstars. (Bild: Ignaz Good)

Ganz klar – das Schlager-Open-Air auf dem Flumserberg hat in den letzten gut zehn Jahren immer wieder mit seinen illustren Künstlerinnen und Künstlern brilliert. Am Dienstag war das auf der Molseralp nicht anders – viele Fans vor Ort waren sogar der Meinung, dass es sich um das beste Programm aller Zeiten gehandelt hat. Nun, das liegt zwar im Auge des Betrachters. Fakt ist aber schon, dass die Liste der klingenden Namen ellenlang war.

Die Stars liessen sich dabei nicht lumpen, beziehungsweise boten den 15 000 Fans in der ausverkauften Bergwelt exakt das, was von ihnen erwartet werden durfte. Davon kamen zwar, vor allem am Nachmittag und angesichts der vielen Solokünstlerinnen und -künstler, doch reichlich viele Instrumente ab Band. Angesichts der schieren Anzahl an Acts auf der Bühne wäre es aber organisatorisches «Harakiri», bzw. schlicht nicht machbar gewesen, alles live spielen zu wollen. Kommt hinzu, dass das auch ein Anspruch wäre, welchen das Publikum an reine «Stimmungsbomben» wie Marc Pircher, DJ Ötzi, die «Juzis» oder den Voxxclub gar nicht hat. Die räumen sowieso ab, wo immer sie auftreten – auch auf der Molseralp.

Eine besondere Form der Kunst

Klar, das ist weiss Gott nicht die ganz grosse musikalische Filigranität, die da geboten wird. Aber die Stars der Schlagerszene verstehen es perfekt und wie keine anderen, ihrem Publikum fröhliche, unbeschwerte Stunden zu bescheren. Und das ist in diesen, nicht immer einfachen Zeiten – auch wenn hier einige Personen aufschreien mögen – eine Kunstform, die gar nicht genug wertgeschätzt werden kann. Genau so sah das auch das Publikum am Dienstag. Es tanzte und sang ab den ersten Klängen von Melissa Naschenweng und feierte die Paldauer ebenso wie Maite Kelly, Vincent Gross, Heimweh oder Fantasy. Das machte auch den Stars Eindruck. Die wunderten sich mehrfach darüber, dass das Publikum stundenlang in der gleissenden Sonne Party machen konnte. Oder wie es der wie immer bestens gelaunte Marc Pircher zusammenfasste: «Ihr seid schlicht der Wahnsinn.»

Einzig über den Auftritt von Hansi Hinterseer könnte man hier galant das Mäntelchen des Schweigens hüllen. Zumal der Hansi eine unerschütterlich treue Fangemeinde hat, die sich auch am Dienstag schmachtend blickend vor der Bühne einfand. Aber als neutraler Zuschauer war es schon fast erschreckend, wie blutleer dieser (Vollplayback?)-Auftritt dahergekommen ist. Schön war das nicht.

Trauffer und Nik P.

Seis drum – liess das Gebotene bereits am Nachmittag nicht mehr viele Wünsche offen, legten die Grossen der Szene in den Abendstunden auch musikalisch noch einen Gang zu. Insbesondere der Auftritt von Nik P. stach heraus. Der Kärntner kam mit kompletter Band auf die Bühne und war mit seiner Show für einen der Höhepunkte des Tages besorgt. Ähnliches gilt für den Klubbb3 rund um Florian Silbereisen. Die Fans waren aus dem Häuschen. Ja, und dann kam, bereits nach 23 Uhr, Trauffer auf die Bühne, hatte die Szenerie und das Publikum sofort im Griff und setzte den perfekten Schlussstrich unter einen für Schlagerfans perfekten Tag auf der Molseralp.

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