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Die IG Grabs wächst seit 60 Jahren

Die IG Grabs als Interessengemeinschaft für Handel, Gewerbe und Industrie entstand nach einer Vorversammlung im Herbst 1957 dann definitiv im September 1958.
Hanruedi Rohrer
Weihnachtsausstellung am 16. November 1990 noch im grossen Mühle-Saal.Bild: Bilder: (Bilder: Archiv Hansruedi Rohrer)

Weihnachtsausstellung am 16. November 1990 noch im grossen Mühle-Saal.Bild: Bilder: (Bilder: Archiv Hansruedi Rohrer)

Bereits schon früher bestand ein Handwerker- und Gewerbeverein, der jedoch in den Jahren des Zweiten Weltkriegs praktisch lahmgelegt wurde. 1954 fanden sich 14 Grabser Detaillisten zusammen, um die Idee einer Weihnachtsausstellung zu verwirklichen. Die damals grosse Besucherzahl bewies, dass eine solche unverbindliche Besichtigungsmöglichkeit – alle drei Jahre durchgeführt – einem echten Bedürfnis entsprach. An der eigentlichen Gründung der IG Grabs am 9. September 1958 im Restaurant Ochsen kam nochmals die Idee der Versammlung vom Herbst des Vorjahres zur Sprache. Dort war eindeutig der Wunsch und die Notwendigkeit betont worden, einen engeren Zusammenschluss des Detailhandels, eventuell auch des Gewerbes und der Industrie in einer Interessengemeinschaft zu suchen. Das geschah nun. Erster Präsident war Hans Segenreich, Drogist. Die weiteren Vorstandsmitglieder waren Florian Lippuner, Vizepräsident; Niklaus Kubli, Aktuar; Heinrich Erpf, Kassier; Christian Eggenberger-Vetsch, Bauchef.

Blick in die Berufsbildungsausstellung 1965 in Grabs.

Blick in die Berufsbildungsausstellung 1965 in Grabs.

In Artikel zwei der verabschiedeten Statuten war der Zweck des Vereins formuliert: «Erhaltung und Stärkung des Gewerbestandes im Allgemeinen, solidarische Wahrung und Förderung der beruflichen und standespolitischen Interessen seiner Mitglieder, Bekämpfung unlauteren Geschäftsgebarens, materielle und moralische Unterstützung gewerblicher Institutionen, Pflege des Kameradschaftsgeistes, Förderung und Werbung des ortsansässigen Gewerbestandes durch gemeinsame Aktionen, Ausstellungen und Vorträge.»

Ladenöffnungszeiten als zentrales Thema

Diese neue Interessengemeinschaft veranstaltete im Gründungsjahr auch schon die weitere Weihnachtsausstellung. Die dritte Veranstaltung dieser Art, mit 23 Präsentationsständen im Jahre 1961, wurde in den zwei grössten Grabser Sälen der Gasthäuser Mühle und Ochsen durchgeführt. Eine weitere Frage, die es vom ersten Vorstand zu klären galt, war jene der geregelten Ladenöffnungszeiten sowie der Festlegung eines freien Nachmittags.

Die erste IG-Grabser Münze aus dem Jahr 1989.

Die erste IG-Grabser Münze aus dem Jahr 1989.

Im Jahre 1960 ging das Präsidium an Heinrich Erpf über. Unter seiner Führung wurden zwei Neuerungen eingeführt: Der Chlaustag mit Umzug und Bescherung der Kinder sowie das Schmücken der Geschäftsfronten während der Weihnachtszeit. Der IG Grabs stiess im September 1961 eine Beobachtung sauer auf, welche eine Eingabe an den Gemeinderat nach sich zog. Es war der Wagenverkauf der Migros. Die IG schrieb dazu: «Letzten Freitagabend haben wir (der Vorstand) persönlich festgestellt, dass der Verkaufswagen der Migros noch um 19.15 Uhr beim Lehn und später um 19.40 Uhr im Forst verkauft hat. Gegen diese grobe Verletzung des kantonalen Ladenschlussgesetzes müssen wir mit aller Schärfe protestieren.»

Personalmangel und andere Herausforderungen

Eine weitere Initiative der IG Anfang der 1960er-Jahre, künftig den Südteil der Gemeinde durch das EW Grabs, statt durch Buchs mit Strom zu versorgen, ging in politischen Intrigen unter. In den Jahren 1964/65 herrschte allgemeine Hochkonjunktur. Die Protokolle verraten neue Probleme: «Der Personalmangel macht sich bemerkbar, man beginnt für die verschiedenen Berufe intensiv zu werben. So wird in Grabs 1965 eine Berufsbildungsausstellung durchgeführt. Der Plan, für die Jugend ein Seifenkistenrennen zu arrangieren, geht in einem polizeilichen Verbot unter.»

Ende der 1960er-Jahre veränderte sich das Grabser Dorfbild, Häuser fielen der Strassenkorrektion zum Opfer, der IG-Vorstand zeigte Ermüdungserscheinungen, und es bestand die Gefahr, dass die IG Grabs in Brüche ging.

Hans Segenreich war der erste Präsident der IG Grabs.

Hans Segenreich war der erste Präsident der IG Grabs.

Bald aber wurde die Mutlosigkeit überwunden, 1968 gab es eine schöne Weihnachtsausstellung, 1970 zählte er Verein 36 Mitglieder. 1975 erfreute eine Werdenberger Woche die Bevölkerung. Dazu gab es die Broschüre «Grabser Rundschau» mit allerlei Wissenswertem zum Dorf.

Die IG Grabs entwickelte sich nach und nach zu einer respektablen Vereinigung, welche zahlreiche Aktionen und Attraktionen durchführte. Das Jubiläum «25 Jahre IG Grabs» wurde 1982 gebührend gefeiert. Der Verein zählte 83 Mitglieder und Präsident war Florian Gantenbein. Einen weiteren «Hit» lancierte die IG Grabs 1989 mit der Einführung der Grabser Münzen im Wert von 20 Franken. Die erste Ausgabe zeigt das Schloss Werdenberg auf der Vorderseite, auf der Rückseite ist der Wert der Münze abgebildet. Diese jährlich erschienenen Münzen sind als Zahlungsmittel oder als Geschenk beliebt und immer gültig. Die Serie wurde bis ins Jahr 1999 (Abbildung Haus Wisli) fortgesetzt. Für die IG Grabs gilt heute noch: zusammenhalten und vernetzen. Der heutige Präsident Päuli Kohler sagte es an der 60. Hauptversammlung am 3. März 2017 im altehrwürdigen Mühle-Saal:

«Genau in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass wir gemeinsam den Weg gehen, dass wir uns gegenseitig unterstützen.»

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