IG fordert in Sennwald eine Bedarfsanalyse für eine Mehrfachhalle: «Wir fanden kein Gehör beim Gemeinderat»

Die IG Mehrfachhalle Sennwald ist in einer Medienmitteilung überzeugt davon, dass bei einem Nein zum Budget und damit zum Planungskredit für die Sanierung der Turnhalle iN Salez Zeit für eine Raumanalyse betreffend Hallenbedarf entsteht.

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Mit ihrem Widerstand gegen den Planungskredit für die Sanierung der Turnhalle Türggenau will die IG Mehrfachhalle Zeit gewinnen für eine Bedarfsanalyse unter anderen Nutzern.

Mit ihrem Widerstand gegen den Planungskredit für die Sanierung der Turnhalle Türggenau will die IG Mehrfachhalle Zeit gewinnen für eine Bedarfsanalyse unter anderen Nutzern.

Bild: Corinne Hanselmann

(wo) Die IG Mehrfachhalle Sennwald nimmt inder Medienmitteilung Bezug zur Stellungnahme des Gemeinderates Sennwald im W&O vom 9.April 2020, in dem dieser die Dringlichkeit einer Sanierung/Erneuerung der Turnhalle in Salez betont.

«Da die IG beim Gemeinderat kein Gehör fand und eine Ablehnung des Budgets (Stimmzettel 2) der einzige vom Gemeinderat ermöglichte demokratische Weg ist, möchten wir mit dem Nein zum Budget Verschiedenes bewirken», teilte Paul Koch im Namen der IG am Donnerstag mit: So gelte es zu verhindern, dass 140000 Franken «für eine Planung einer Einfachhalle ausgegeben werden, die nicht den Bedürfnissen der Vereine, verschiedenen Nutzergruppen und Bevölkerung entspricht».

Die IG will mit ihrem Nein zum Budget mit dem Planungskredit für die Turnhalle Salez die nötige Zeit erwirken, «um in einem notwendigen Dialog und einer Bedarfsanalsyse zu einer zukunftsfähigen Lösung zu kommen». So könne man eine Raumbedarfsanalyse im Auftrag der Gemeindeverwaltung für die Gemeindebevölkerung initiieren.

«Dringlichkeit der Sanierung ist nicht gegeben»

Die Schwachstellen der bestehenden Halle seien gemäss der Stellungnahme des Gemeinderates seit Jahren bekannt. Die IG stellt fest:

«Genau deshalb wäre genügend Zeit vorhanden gewesen, alle Bedarfsgruppen zu einer Mitsprache abzuholen.»

Sie versteht nicht, dass dies verpasst worden sei und «dass trotz erfolgtem Widerspruch der Vereine das Einhallenkonzept unbeirrt weiter verfolgt wird».

Für die IG ist die Dringlichkeit der Hallensanierung nicht gegeben, die Halle sei nicht einsturzgefährdet. Sie zeigt sich in ihrer Medienmitteilung überzeugt:

«Würde man jetzt mit der Bedarfsanalyse beginnen, könnte nächstes Jahr ebenfalls mit dem Bau begonnen werden.»

«Auch andere Nutzer haben berechtigte Ansprüche»

Die IG zeigt sich überzeugt: Würde sich bei einer Bedarfsanalyse erweisen, dass die Bevölkerung eine Mehrfachhalle wünscht, «könnte die bestehende Halle weiter genutzt und auf der vorhandenen Wiese auf der anderen Schulhausseite gleichzeitig der Neubau erstellt werden.» So würde es keinen Ausfall an Sporthallen für ein Jahr geben, betont sie.

Der Gemeinderat stütze sich bei seiner Planung nur auf den Bedarf einer Nutzergruppe, und zwar der Schule. Die IG sieht dies anders. Auch nach einer schriftlichen Meldung mehrerer Vereine sei bedauerlicherweise kein Kurswechsel in Sicht. «Wir sind der Ansicht, dass an einem zentralen Ort einer grossen, aus fünf Dörfern bestehenden Gemeinde auch andere Nutzer berechtigte Ansprüche auf öffentlichen Raum haben dürfen.» Es gehe nun um die Gelegenheit, zukunftsorientiert Synergien zu nutzen.

«Bei einer Abklärung könnten Nutzergruppen angefragt werden, ob sie beispielsweise für grosse Versammlungen, Musikvereinskonzerte, Anlässe des Gewerbes oder anderes Bedarf an Raum hätten.»

IG ist überzeugt: Bevölkerung will eine grössere Halle

Der IG werde durch den Gemeinderat im Bericht vom 9. April ein teures Grossprojekt vorgerechnet. Sie betont: Die Halle ist nicht einsturzgefährdet. Die IG will eine Bedarfsanalyse und versteht nicht, warum genau dies abgelehnt wird. Das sei nicht im Sinne der Bürger.

Da die Mitglieder der IG aus sportlich interessierten Kreisen kommen, seien sie überzeugt, dass die Bevölkerung bei dieser folgenden Abklärung eine grössere Halle wolle. Das werde sich aber erst bei einer Abklärung als richtig oder falsch erweisen.

Abschliessend stellt die IG Mehrfachhalle in der Mitteilung die Frage, «weshalb der Gemeinderat nicht auf die Miteinbindung und Diskussion mit den Vereinen eingegangen ist, sondern auf die Verschwendung der 140000 Franken für eine Planung, die nicht alle Bedarfsgruppen abholt, beharrt».