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Ärztin Nydia Büber: «Ich liebe Zeichentrickfilme über alles»

Die in der Nähe des Kiwi-Treffs wohnende Ärztin Nydia Büber hat ein internationales Kindertrickfilm-Festival als magische Kinoreise ins Leben gerufen.
Hansruedi Rohrer
Nydia Büber liebt Zeichentrickfilme über alles. Nun hat sie ein Festival organisiert. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Nydia Büber liebt Zeichentrickfilme über alles. Nun hat sie ein Festival organisiert. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Die gebürtige und in Werdenberg wohnhafte Mexikanerin Nydia Büber ist in einer Praxis in Heerbrugg als Ärztin tätig, sie arbeitete vorher vier Jahre lang im Spital Grabs. Als Familienfrau und Mutter hat sie sich im vergangenen Jahr einem ganz besonderen Hobby gewidmet und daran gearbeitet: Sie schuf und organisierte ein Trickfilmfestival exklusiv für Kinder mit allem Drum und Dran, das heisst von der Idee über die Suche nach Filmemachern und dem Plakatgrafiker bis hin zur eigenen Website www.animatopia.eu und der Kinomiete.

In diesem Fall ist es das Kiwi-Treff Werdenberg. Dort werden insgesamt 42 kurze Trickfilme gezeigt. Am 17. und 18. Januar sind Vorstellungen für Schulklassen geplant, am Samstag, 19. Januar, gibt es eine öffentliche Vorführung für alle um 15.30 Uhr. Es sind wunderschöne Zeichentrickfilme aus Frankreich, China, Mexiko, Venezuela, Thailand, Slowenien, Südafrika und der Schweiz. Das Filmplakat schuf ein Künstler aus Mexiko, es zeigt stilisiert, aber deutlich erkennbar, nebst anderem auch das Schloss Werdenberg.

Kleine Geschichten von Freundschaft und Mut

Aber wieso kommt eine Medizinerin dazu, ein Filmfestival so professionell zu organisieren? «Für mich war es ein wundervolles Hobby, welches mich im vergangenen Jahr mehr oder weniger auf Trab hielt; aber ich liebe natürlich meinen Beruf», sagt sie. Nydia Büber hat für ihr Projekt alle Fäden geknüpft und alles auch selber finanziert. Am Schluss habe sich alles organisch zusammengefügt. Das Kindertrickfilm-Festival ist auch als Wettbewerb mit verschiedenen Kategorien und Juroren aus der Industrie Mexikos, Venezuelas und Russlands gemacht. Die Filmemacher werden sich freuen, so wie die Kinder, wenn sie die verschiedenen Welten im Film entdecken.

Die initiative Ärztin nennt jedoch einen ganz entscheidenden Grund für ihr Film-Engagement:

«Als Erwachsene liebe ich Zeichentrickfilme über alles. Schon als Kind war das so, und jetzt: es gibt doch keine bessere Art, Liebe in der Welt zu verbreiten, als mit Zeichentrickfilmen. Da gibt es doch die kleinen Geschichten von Freundschaft, von Mut und dem Thema ‹sei dich selbst›.»

Nydia Büber hat sich irgendwann gedacht, was sie machen würde, wenn sie nur noch ein Jahr zu leben hätte. «Dann hätte ich mir gewünscht, ein Filmfestival selber zu organisieren und so viele Zeichentrickfilme zu sehen, wie nur möglich.»

Die 42 schönsten Filme aus 1400 ausgesucht

Nun gibt es ihr Filmfestival. «Damit wollte ich auch ein bisschen die Welt in die Schweiz bringen.» So sei die Idee geboren und das Festival nach und nach in kleinen Schritten entstanden. Die Initiantin besuchte mehrere Zeichentrickfilmfestivals in Deutschland, Frankreich und der Schweiz und lernte dort entsprechende Leute kennen. Das Wichtigste jedoch war die Internetplattform «Filmfreeway», um das Festival anzumelden und den Kontakt mit Filmemachern herzustellen.

«Danach wurden mir 1400 Kurzfilme aus aller Welt per Computer gesandt, die ich begutachten musste. Zusammen mit Kollegen aus der Filmindustrie sind dann die 42 schönsten Filme ausgesucht worden. Diese werden nun im Kiwi Treff Werdenberg gezeigt.»

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