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«Ich kann Beständigkeit bieten»

Seit dem Jahr 2013 ist Matthias Wettstein im Schulrat, seit Januar 2017 ist er Vizeschulratspräsident und seit Dezember 2017 Schulratspräsident ad interim. Nun möchte er die Nachfolge von Mirjam Michel antreten.
Alexandra Gächter
Matthias Wettstein sieht die Zukunft der Schule Gams positiv. (Bild: Alexandra Gächter)

Matthias Wettstein sieht die Zukunft der Schule Gams positiv. (Bild: Alexandra Gächter)

Am Sonntag, 10. Juni, bestimmen die Gamserinnen und Gamser, wer der neue Schulratspräsident oder die neue Schulratspräsidentin wird. Der 41-jährige Matthias Wettstein ist einer der beiden Kandidierenden.

Wieso wollen Sie Schulratspräsident werden?

Matthias Wettstein: Ich finde das Amt sehr spannend und interessant. Dennoch habe ich es mir lange überlegt. Sehr viele Leute haben mich dazu ermutigt, deshalb habe ich zugestimmt. Die Schule Gams benötigt Kontinuität und Beständigkeit und das kann ich ihr bieten. Ich bin seit fünf Jahren im Schulrat und seit Dezember 2017 führe ich den Schulrat ad interim. Ich bin also eingearbeitet und kenne das Amt, für das ich kandidiere, bereits.

Zwei der vergangenen Schulratspräsidentinnen wurden abgewählt, eine trat zurück. Schreckt Sie das nicht ab?

Wettstein: Nein, sonst hätte ich mich nicht zur Wahl gestellt.

Die Schule ist in den vergangenen Jahren mehr in den Mittelpunkt der Bevölkerung gerückt. Inwiefern macht dies das Präsidieren des Schulrates schwieriger?

Wettstein: Die Schule rückt generell mehr in den Mittelpunkt der Bevölkerung. Das liegt daran, dass die Zusammenarbeit zwischen den Eltern, Lehrpersonen, Behörden und der Schulleitung immer wichtiger wird. Das macht die Arbeit vielschichtiger und interessanter, aber auch anspruchsvoller. Diese Zusammenarbeit der verschiedenen Gruppen zu stärken und zu verbessern ist ein wichtiger Punkt dieses Amtes.

Was muss ein Schulratspräsident für Fähigkeiten mitbringen?

Wettstein: Er muss eine gewisse Flexibilität mitbringen, denn er weiss am Morgen nicht, was für eine Situation er am Mittag vorfindet. Zudem muss er eine schnelle Auffassungsgabe haben, teamfähig sein, andere Leute mit ins Boot holen und mit verschiedenen Gruppierungen zusammenarbeiten können. Ein Schulratspräsident darf nicht diktieren, aber er muss Entscheidungen treffen können.

Inwiefern besitzen Sie diese Fähigkeiten?

Wettstein: Ich decke diese Fähigkeiten ab, sonst würde ich mich nicht zur Wahl stellen. Ich habe Führungserfahrung im schulischen, wirtschaftlichen und öffentlich-rechtlichen Bereich, da ich stellvertretender Schulleiter war und Geschäftsleitungsmitglied sowie Präsident des Kirchenverwaltungsrates und Schulratspräsident ad interim bin.

Was für einen Leistungsausweis besitzen Sie?

Wettstein: Ich war insgesamt neun Jahre als Lehrperson tätig, davon war ich drei Jahre lang stellvertretender Schulleiter. Seit dem Jahr 2013 bin ich im Schulrat Gams und seit 2014 bin ich Geschäftsleitungsmitglied eines KMU-Betriebes sowie Präsident des katholischen Kirchenverwaltungsrates. Seit Januar 2017 bin ich Vizeschulratspräsident, im Frühling 2017 bin ich temporär als Schulratspräsident eingesprungen und seit Dezember 2017 bin ich Schulratspräsident ad interim.

Hätten Sie als Geschäftsleitungsmitglied genügend Zeit für das Schulratspräsidium?

Wettstein: Um all diese Aufgaben seriös bewältigen zu können, habe ich als Mitglied der Geschäftsleitung eines KMU bereits mein Arbeitspensum zu Gunsten der Schule reduziert. Dies ist dank der Flexibilität meiner Geschäftspartner und der Auslagerung verschiedener Aufgaben möglich. Wie sich in den vergangenen Monaten zeigte, funktioniert diese neue Organisation einwandfrei.

Welche Eigenschaften schätzen oder stören Sie bei anderen?

Wettstein: Gesprächsbereitschaft, Verlässlichkeit und Kompromissbereitschaft schätze ich sehr. Besonders in herausfordernden Situationen sollte man aufeinander zugehen, sich gemeinsam an einen Tisch setzen und für alle Beteiligten akzeptable Lösungen suchen. Dabei sollte keine Partei auf ihrem Standpunkt verharren. Wie meine Erfahrung zeigt, lassen sich so meist gute Lösungen finden. Ein Miteinander ist definitiv besser als ein Gegeneinander.

Und bei sich selbst?

Wettstein: Ich selber würde mich als verlässlichen Partner beschreiben. Dies zeigt sich beispielsweise darin, dass ich das Amt als Kirchenverwaltungsratspräsident bei einer allfälligen Wahl als Schulratspräsident nicht sofort niederlege, sondern dieses noch bis zum Ende der Amtsdauer weiterführe. So hat der Kirchenverwaltungsrat gut ein Jahr Zeit, die Nachfolge zu regeln. Generell versuche ich immer nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln. Niemand ist aber fehlerfrei, auch ich nicht. Falls jemand eine Eigenschaft an mir als störend empfindet oder sich ungerecht behandelt fühlt, bitte ich die Person direkt auf mich zuzukommen um dies zu klären. Ich bin überzeugt, dass man gegenseitig voneinander profitieren kann.

Bis zum 31. Dezember 2019 sind Sie noch gleichzeitig Kirchenratspräsident. Sehen Sie das als Vor- oder Nachteil?

Wettstein: Ich sehe das als einen Vorteil, da ich dort viele Erfahrungen sammeln konnte. Negative Auswirkungen für das Amt des Schulratspräsidenten sehe ich keine.

Sie führten den Schulrat ad interim. Was für Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?

Wettstein: Als Schulratspräsident ad interim konnte ich in den vergangenen fünf Monaten ebenfalls sehr viele Erfahrungen sammeln. Schön ist, dass ich sehr viel positives Feedback aus der Bevölkerung erhalten habe. Ich habe es zudem als eine extrem vielseitige und spannende Aufgabe wahrgenommen. Tagtäglich hat man mit sehr vielen unterschiedlichen Personen zu tun.

Wie ist Ihrer Meinung nach die Schule Gams derzeit aufgestellt?

Wettstein: Sie ist wirklich gut aufgestellt. Das Schulteam leistet ausserordentlich gute Arbeit. Wir konnten die offenen Stellen in kurzer Zeit mit sehr guten Lehrpersonen besetzen. Etwas vom wichtigsten ist aber, dass die Schule Gams erfolgreiche Schulabgänger hervorbringt. Unsere Schule bereitet die Kinder optimal auf das spätere Berufsleben und Erwachsenensein vor.

Haben Sie bereits Verbesserungsvorschläge?

Wettstein: Verbessern kann man immer etwas. Bei uns in Gams ist es die Kommunikation, die wir verbessern können. Das geschieht bereits, wie man an der umfangreicheren Behördeninfo sieht. Wichtig ist auch die Kontinuität der Schule. Und obwohl die Schule Gams sich auf einem sehr guten Stand befindet, muss sie sich – wie alle – weiterentwickeln.

Hat sich das Klima rund um die Schule Gams beruhigt?

Wettstein: Ich empfinde das Klima als ruhig und sehr gut.

Wie sehen Sie die Zukunft der Schule Gams?

Wettstein: Ich sehe die Zukunft der Schule positiv. Wir haben sehr gute Mitarbeitende sowie interessierte und engagierte Eltern. Schön ist auch, dass die Schule beim Gemeinderat einen hohen Stellenwert hat. Das ist gerade bei einer Einheitsgemeinde wichtig. Auch stehen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger hinter der Schule. Sie haben ja ganz klar Ja gestimmt zum Ausbau der Informatikstruktur der Schule.

Als Schulratspräsident würden Sie auch im Gemeinderat sitzen. Ist dies eine zusätzliche Belastung oder ein Vorteil für die Schule?

Wettstein: Es ist ein Vorteil, da so die Schule auch eine Stimme im Gemeinderat hat und ich dort die Anliegen der Schule vertreten kann, was gerade in einer Einheitsgemeinde sehr wichtig ist. Natürlich ist es mit zusätzlichem Aufwand verbunden, sei es für die Gemeinderatssitzungen oder sonstige Verpflichtungen. Diesen Aufwand nehme ich gerne in Kauf, um die Schule angemessen im Gemeinderat zu vertreten, aber auch um in anderen Themen und Gebieten aktiv und konstruktiv mitzuarbeiten.

Wieso sollen die Wähler Ihnen ihre Stimme geben?

Wettstein: Ich bin der Meinung, dass ich die richtige Person für dieses Amt bin. Ich bin ruhig, überlegt und sachlich. Für die Zukunft kann ich der Schule Gams die benötigte Kontinuität und Beständigkeit bieten.

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