«Ich erhielt fast keine Luft mehr»: Ein Buchser musste wegen einer Coronainfektion ins Spital – jetzt ist er wieder gesund und blickt zurück

Der ehemalige Grabser Sekundarlehrer Peter Eberhard, der heute in Buchs wohnt, ist nach der Coronakrankheit wieder gesund zu Hause.

Hansruedi Rohrer
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Der in Buchs wohnhafte ehemalige Grabser Sekundarlehrer Peter Eberhard hat Corona überstanden und freut sich wieder auf die schönen Zeiten.

Der in Buchs wohnhafte ehemalige Grabser Sekundarlehrer Peter Eberhard hat Corona überstanden und freut sich wieder auf die schönen Zeiten.

Bild: Hansruedi Rohrer

Peter Eberhard war während 36 Jahre Sekundarlehrer in Grabs. Nach der Pensionierung vor sechs Jahren zog es ihn nach Buchs, wo er heute mit seiner Frau in der obersten Etage eines Mehrfamilienhauses wohnt. Und das Leben geniesst.

Aktives Leben in der Pension wurde  jäh unterbrochen

Dieses aktive Leben in der Pension aber wurde plötzlich unterbrochen – Corona erwischte auch ihn. Glücklich und froh, den Virus überstanden zu haben, erzählt er heute den Werdegang der Krankheitsgeschichte aus respektvoller Distanz. «Ich bin aber völlig geheilt», sagt er schmunzelnd dem W&O-Reporter.

Es sei am Wochenende vom 7. auf den 8. März gewesen, als er und seine Frau den Sohn in Muhen (Aargau) besucht hätten, erinnert er sich. Auf der Heimfahrt habe er das Gefühl einer leichten Erkältung gespürt. Am 12.März besuchte er mit seiner Frau einen Tanzkurs im BZB, mit genügend Abstand zu den anderen Tanzpaaren. Anschliessend erfolgte noch die Einkehr mit einem anderen Paar in ein Restaurant.

Hohes Fieber und ein trockener Reizhusten

«Wie wir erst später erfuhren, erkrankten alle, die wir dort kannten. Wir waren aber noch mit dem Velo am 15. März im Kaltbrunner Riet unterwegs, um unserem Hobby, dem Geocaching, zu frönen. Auch dort besuchten wir ein Restaurant – es war der letzte Sonntag, bevor alle schlossen.»

Dann sei die Woche ab 17. März gekommen, als Peter Eberhard Temperatur und hohes Fieber mit 40 Grad erhalten habe. Auch ein trockener Reizhusten habe sich gleichzeitig immer mehr bemerkbar gemacht. Peter Eberhard sagt:

«Zu jenem Zeitpunkt mochte ich auch nichts mehr essen, nur noch trinken.»

Und er verweist auf den 23. März, als er den Arzt aufsuchte. «Dieser testete mich, und ich war positiv. Ab dann hielten wir uns strikt an die Regeln und verliessen das Haus nicht mehr, meine Frau hatte sich ja auch angesteckt. Der Sohn machte für uns die Einkäufe.»

Schon bald hatte Peter Eberhard das Gefühl, dass die Krankheit rückläufig sei. Bei der Kontrolle am 30. März beim Arzt bemerkte der Patient in der Praxis jedoch starke Atemnot beim Treppenlaufen.

«Ich erhielt fast keine Luft mehr, und auch die Sauerstoffsättigung war unterdurchschnittlich. Das Röntgenbild der Lunge zeigte dann eine Infektion.»

Ein gut betreuter Aufenthalt im Spital

Noch am gleichen Tag der Arztuntersuchung, also am 30. März, kam Peter Eberhard in die Notfallaufnahme des Spitals Grabs. Der Patient wurde sodann in ein Einzelzimmer gebracht und mit einem Malaria-Medikament therapiert.

Auch erhielt er zu Beginn Sauerstoff. «Die Sache besserte sich, und nach zwei Tagen benötigte ich keinen zusätzlichen Sauerstoff mehr», beschreibt der nun Genesene die Situation. «Ja, und es wurde von Tag zu Tag immer besser, ich bekam wieder Appetit. Am 3. April wurde ich aus dem Spital entlassen, mit dem Entscheid, dass ich geheilt und nicht mehr ansteckend sei. Ich könne praktisch wieder alles tun.»

Vom Ärzteteam umfassend orientiert

Im Spital Grabs fühlte sich Peter Eberhard von allen sehr gut betreut. «Ich wurde ebenfalls durch das Ärzteteam umfassend orientiert.

Er wurde auch auf ein mögliches Szenario aufmerksam gemacht, zum Beispiel bei Herzversagen. Wohl auf Grund von möglichen Nebenwirkungen der Therapie. Und er galt als Risikopatient infolge eines früheren Herzinfarkts.

Anfänglich nicht an Corona gedacht

Peter Eberhard realisierte bei seiner «Erkältung» lange nicht, dass es Corona sein könnte. Doch heute sagt er auch: «Ich fühlte mich im ganzen Leben noch nie so krank wie in jenen paar Tagen, da ging es mir wirklich schlecht. Ich mochte gar nichts mehr tun.» Jedoch ebenso schnell erholte sich der pensionierte Sekundarlehrer wieder, und es geht ihm sehr gut.

«Ich bin glücklich, dass ich es überstanden habe. Und auch schon im Spital hatte ich das Gefühl von grosser Sicherheit, dass immer jemand da war. Dort fühlte ich mich wirklich gut aufgehoben.»

Natürlich hat auch Peter Eberhard nicht gerechnet, dass es auch ihn treffen könnte, umso mehr, als er nicht weiss, wo genau er sich mit dem Virus ansteckte. Aber die Sache ist für ihn vorbei, er zieht einen Schlussstrich darunter.

«Es ist eine Erfahrung, keine schöne zwar, doch ich habe, wie auch meine Frau, alles gut überstanden. Und nun kommen die Schönheiten des Lebens wieder zum Zug. Dabei hilft mir die generelle, positive Lebenseinstellung und auch das Vertrauen in den Leuten ringsum.