Hohe Schneefallgrenze und intensiver Regen sorgten für viel Schmelzwasser in Alt St.Johann, die Thur trat über die Ufer und sorgte für heikle Situationen

Die Thur trat gestern Montag in Alt St. Johann über die Ufer. Die Feuerwehr und Werkhof-Mitarbeiter schoben Pikettdienst und hofften auf nachlassenden Regen und eine rasch sinkende Schneefallgrenze.

Thomas Schwizer
Drucken
Teilen
Bei der Talstation der Bergbahnen überflutete die Thur die Parkplätze, die wegen des Regenwetters eh nicht gebraucht wurden.

Bei der Talstation der Bergbahnen überflutete die Thur die Parkplätze, die wegen des Regenwetters eh nicht gebraucht wurden.

Bild: Thomas Schwizer

«Wir hoffen auf ein Nachlassen der Regenfälle am Abend und vor allem auf eine rasch sinkende Schneefallgrenze.» Das sagte Thomas Diezig, Leiter Bauverwaltung der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann, am Nachmittag dem W&O. Beides hat SRF Meteo als Hoffnung für all jene in Aussicht gestellt, deren Gebäude von der Klangschmiede talwärts nah am Thurlauf gebaut sind.

Dieser Stall ist vom Wasser eingeschlossen.
13 Bilder
Bei der Klangschmiede fehlt nur wenig bis zum Rückstau an der kleinen Brücke.
Der Sportplatz links ist überflutet, die Häuser rechts sind akut gefährdet.
Der Parkplatz vis-à-vis der Bergbahnen war nicht benutzbar.
Aus diesem Schacht sprudelt zurück gestautes Wasser.
Auch hier fehlt nur wenig, bis das Wasser die Häuser erreicht.
Verbauungsmassnahmen in Unterwasser und Alt St.Johann zeigten ihre positive Wirkung.
Schwimmbad statt Sportplatz.
Auch die Simmi gebärdete sich recht wild.
Das Wasser im Giessen in Buchs stand ebenfalls hoch.
Diese zwei Fischreiher in Buchs freuten sich offenbar über das viele Wasser.
Bei Salez war dieser Fussgängerweg nicht passierbar.
Dieser Weiher in Sennwald stieg über das Niveau des Strässchens daneben an.

Dieser Stall ist vom Wasser eingeschlossen.

Bilder: Thomas Schwizer

Zu viel Schmelzwasser und intensiver Regen

Am Montag war die Thur bei der Bergbahnen-Talstation und talwärts beim Sportplatz über die Ufer getreten. Der anhaltende Regen und vor allem das viele Schmelzwasser – es regnete bis über 2000 Meter – sorgten für eine kritische Situation.

Werkhofmitarbeiter und die Feuerwehr schoben in der Nacht auf Dienstag Pikett, um notfalls rasch Wassersperren zu errichten.

Millioneninvestitionen haben sich bewährt

Die Millioneninvestitionen der vergangenen Jahre, dank denen verschiedene Massnahmen gegen die Überflutung von Wohngebieten in Unterwasser und Alt St. Johann realisiert worden sind, und die bewusste Ausscheidung von Überflutungsflächen haben sich erneut bewährt.

Mehr zum Thema