Höchstnote für Sieger Mario Schneider am Gonzenschwinget in Trübbach

Dem Thurgauer Mario Schneider gelang am Gonzenschwinget vom Samstag das perfekte Resultat. Er gewann in jedem seiner sechs Gänge mit 10,00 und sicherte sich den Festsieg mit dem Maximum von 60,00.

Robert Kucera
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Im Scheinwerferlicht: Der Schlussgang fand bei Nacht statt. Mario Schneider (rechts) bodigt Marco Oettli. (Bild: Robert Kucera)

Im Scheinwerferlicht: Der Schlussgang fand bei Nacht statt. Mario Schneider (rechts) bodigt Marco Oettli. (Bild: Robert Kucera)

Gegen Mario Schneider war in Trübbach kein Kraut gewachsen. Im als Abendschwinget ausgetragenen Gonzenschwinget vom Samstag erzielte der Thurgauer eine makellose Bilanz von sechs Siegen in ebenso vielen Kämpfen. «Der Sieg kommt sicher überraschend», bleibt Schneider bescheiden, weist aber auf seine Form hin: «Ich hatte zuvor schon gute Schwingfeste gehabt und mich gut gefühlt.»

Weniger gut fühlten sich am Samstag seine Gegner im Sägemehl. Dass er alle mit einer 10,00 bezwang, bezeichnet er als was Besonderes:

«Erwarten tut man es nicht, aber es ist sehr schön.»

Der erste Gang, so beschreibt Schneider weiter, war allerdings ein Krampf. Erst nach diesem Sieg kam er in Schwung. Noch vor dem Schlussgang stand sein Festsieg fest, seine Konkurrenten wiesen 1,50 Punkte und mehr Rückstand auf. «Es ist speziell und nicht einfach, die Spannung zu halten.» Geholfen hat ihm, dass im Schlussgang mit Marco Oetlli ein Ottenberger Vereinskollege gegenüber stand. Somit war die Motivation gross, diesen Gang auch noch zu entscheiden.

Kjetil Fausch (rechts) müht sich vergeblich gegen Lukas Keller ab und kassiert am Ende eine seiner vier Niederlagen am Gonzenschwinget. (Bild: Robert Kucera)

Kjetil Fausch (rechts) müht sich vergeblich gegen Lukas Keller ab und kassiert am Ende eine seiner vier Niederlagen am Gonzenschwinget. (Bild: Robert Kucera)

Kjetil Fausch kam nicht auf Touren

Nicht mit einem Sieg, sondern mit einer Niederlage verabschiedete sich Lokalmatador Kjetil Fausch vom Publikum. Der abschliessende Verlustgang passte ins Bild seines Auftritts. In sechs Gängen unterlag der Wartauer gleich viermal. Für Fausch sind Wettkämpfe in der Region wahrlich zum Heimnachteil geworden. «Heute haben meine Züge nicht funktioniert», sagt er. Auch hatte der 24-Jährige nie ein gutes Gefühl.

«Ich schwang nicht wie sonst und wie ich es könnte. Dies zeigte sich in kleinen Zögerlichkeiten und Unsauberkeiten.»

Bestes Beispiel dafür ist der dritte Gang gegen Lukas Keller aus Braunau. Fausch attackierte viel, suchte den Sieg. «Aber ich fand kein Rezept. Am Schluss verlor ich, weil ich was versucht habe. Doch schon im Ansatz habe ich gewusst, dass es eigentlich nicht funktionieren kann.» Mit einem Konter legte dann Keller Fausch auf den Rücken. «Es war nicht alles schlecht, es gab gute Ansätze», bleibt der Wartauer positiv und hofft, dass dies die misslungene Generalprobe vor einem fulminanten St. Galler Kantonalschwingfest in Widnau nächsten Sonntag war.

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