Hirsch angefahren und Unfallstelle verlassen

Am Donnerstagmorgen wurde in Bad Ragaz ein Hirsch angefahren. Der unbekannte Autofahrer kümmerte sich nicht um das verletzte Tier. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen und einen Suzuki-Swift-Fahrer.

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Hirsche werden immer wieder Opfer von Verkehrsunfällen. (Bild: Eddy Risch/Keystone)

Hirsche werden immer wieder Opfer von Verkehrsunfällen. (Bild: Eddy Risch/Keystone)

(pd/ch) Am Donnerstag, um 5.50 Uhr, hat ein Anrufer gemeldet, dass auf der Staatsstrasse ein verletzter Hirsch liege. Das Tier wurde von einem Auto angefahren. Der unbekannte Fahrer oder die unbekannte Fahrerin verliess den Unfallort, ohne sich um das verletzte Tier zu kümmern oder die Polizei zu informieren.

Gemäss jetzigen Erkenntnissen fuhr das unfallverursachende Auto von Bad Ragaz in Richtung Landquart. Auf Höhe Malver kollidierte es mit dem Hirsch, wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt.

Suzuki-Swift-Fahrer gesucht

Eine ausgerückte Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen musste das Tier am Unfallort von seinem Leid erlösen.

Beim gesuchten Auto dürfte es sich um einen Suzuki Swift in Weiss oder mit weissen Elementen handeln. Personen, die Angaben zum Fahrer oder zur Fahrerin machen können, werden gebeten, sich beim Polizeistützpunkt Mels, Tel. 058 229 78 00, zu melden.

In Triesen wurde ein Hase angefahren

Am Mittwoch meldete die Landespolizei Liechtenstein einen ähnlichen Fall. In Triesen wurde am Dienstagabend auf der Bergstrasse ein Feldhase angefahren. Anschliessend fuhr der Autofahrer pflichtwidrig einfach weiter, ohne sich um das Tier zu kümmern oder den Jagdaufseher oder die Landespolizei zu informieren.

Wenn man die Kollision meldet, drohen keine rechtliche Konsequenzen

In Triesen wurde ein Hase angefahren. (Symbolbild: fotolia/Ingo Bartussek)

In Triesen wurde ein Hase angefahren. (Symbolbild: fotolia/Ingo Bartussek)

Wenn ein Fahrzeuglenker ein Wildtier anfährt, so ist es seine Pflicht unverzüglich die Landespolizei zu informieren und auf den aufgebotenen Wildhüter zu warten. In einem solchen Fall hat eine Kollision mit einem Wildtier keine rechtlichen Konsequenzen. Verlässt man allerdings die Unfallstelle ohne die Landespolizei zu verständigen, so wird dies als pflichtwidriges Verhalten geahndet (Art. 47 SVG) und zur Anzeige gebracht. Dies kann eine Busse bis zu Fr. 20000 nach sich ziehen.