Hilti schränkt wegen Coronavirus Reisen  von Mitarbeitenden nach Norditalien ein, Oerlikon Balzers wartet noch ab

Oerlikon Balzers nimmt den Betrieb in den meisten seiner Beschichtungszentren in China wieder auf, weil sich die Coronavirus-Situation im Land beruhigt habe.

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Hilti, hier das Stammhaus in Schaan, hat für Mitarbeitende Reisebeschränkungen für Norditalien beschlossen.

Hilti, hier das Stammhaus in Schaan, hat für Mitarbeitende Reisebeschränkungen für Norditalien beschlossen.

Bild: PD

(dal) Hilti ergreift Massnahmen wegen des Coronavirus. Wie Mediensprecher Matthias Hassler gegenüber Radio L schriftlich mitteilte, wurden an die Hilti-Mitarbeiter neue Anweisungen gegeben. Für Norditalien wird eine Reisebeschränkung festgelegt. Die meisten Corona-Fälle gibt es in den Regionen Lombardei und Veneto.

Oerlikon Balzers wartet mit Werkschliessungen in Italien noch ab

Oerlikon Balzers hingegen will mit solchen Massnahmen vorerst abwarten. Wie Mediensprecherin Alessandra Doell auf Anfrage erklärt, gibt es noch keine Schliessungen der Werke in Italien, die über 100 Mitarbeiter beschäftigen.

In China setzt das Unternehmen auf gewisse Massnahmen: Alle Mitarbeitenden werden am Eingang kontrolliert, indem die Temperatur gemessen wird. Die Mensen und auch Pausenräume bleiben geschlossen.

Solche Massnahmen erachtet Oerlikon Balzers für die Italien-Standorte noch nicht als nötig. Alessandra Doell weist darauf hin, dass die Todesrate des Corona-Virus deutlich geringer ist als bei einer Grippe. Die staatlichen Massnahmen in Italien seien bereits hoch, um eine rasante Ausbreitung zu verhindern. In Mailand beispielsweise werden die öffentlichen Verkehrsmittel mehrmals täglich desinfiziert, die Bars schliessen bereits um 18 Uhr und Schulen bleiben in den Gebieten, in denen mehrere Coronavirus-Fälle aufgetreten sind, teilweise geschlossen.

Betrieb in China wieder aufgenommen

In China hat Oerlikon den Betrieb in zehn seiner 13 Beschichtungszentren wieder aufgenommen. Als Grund dafür führt die Unternehmenssprecherin an, dass es dort in denletzten Tagen einen drastischen Rückgang bei den Neuansteckungen im Land gebe.