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Heliport in Balzers erhält einen Rettungshelikopter

Die AP3-Luftrettung sieht vor, eine Helikopterstation in Balzers zu betreiben. Die Gespräche mit den Verantwortlichen des Heliports sind weit fortgeschritten.
Julia Kaufmann
Im Dezember soll in Balzers Tag und Nacht ein Helikopter einsatzbereit sein. (Bild: DRF Luftrettung)

Im Dezember soll in Balzers Tag und Nacht ein Helikopter einsatzbereit sein. (Bild: DRF Luftrettung)

Am vergangenen Freitag informierte die AP3-Luftrettung über ihre neue Helikopterstation beim Heliport in Balzers. Sie soll bereits im Dezember ihren Betrieb aufnehmen. Mit einem Rettungshelikopter des Typs EC 135 inklusive Rettungswinde, der zu jeder Tages- und Nachtzeit einsatz- bereit ist. Bei der AP3-Luftret- tung handelt es sich um eine im Dezember 2017 gegründete gemeinsame Gesellschaft der deutschen DRF Luftrettung, der österreichischen ARA Flugrettung und der Schweizer Alpine Air Ambulance AG. Ziel der Organisation ist es, die grenzüberschreitende Luftrettung in der D-A-CH-Alpenregion besser zu gestalten.

Auf Anfrage bestätigt René Stierli, stellvertretender Basisleiter des Heliports Balzers, dass die meisten Abklärungen mit dem Unternehmen bereits getroffen wurden: «Aktuell sind lediglich noch Kleinigkeiten zu regeln.» Eine Rettungshelikopterorganisation in Balzers zu stationieren, ist laut dem stellvertretenden Basisleiter bereits im Zuge des SIL-Verfahrens ein damals definiertes mittel- bis langfristiges Ziel gewesen. «Wir begrüssen die aktuellen Entwicklungen, da in Liechtenstein der ärztliche Not- und Unfalldienst momentan von allgemein-praktischen Ärzten geleistet wird.» Mit der Ansiedlung der Rettungshelikopterorganisation stehen ausgebildete und erfahrene Not- und Unfallmediziner im Einsatz. «Dies nicht nur für Luft-, sondern bei Bedarf dank des Notfall-Einsatzfahrzeugs auch für Bodeneinsätze. Das ist eine markante Verbesserung der medizinischen Versorgungslage in Liechtenstein.»

Vorteil für die Bevölkerung Liechtensteins

An Bord des Helikopters werden ein Pilot, ein Notarzt sowie ein Rettungssanitäter sein. Die Besatzung könnte rund um die Uhr für Notfalleinsätze und dringende Patiententransporte zwischen Kliniken alarmiert werden. Seit einigen Wochen laufen erste Vorbereitungen in Balzers. Wie René Stierli sagt, seien infrastrukturell nur wenige Abänderungen zu treffen. «Die Helikopterbasis ist bereits heute weitgehend für die Ansiedlung eines Rettungshelikopters vorbereitet», erklärt er. Es müssen lediglich noch geringe Anpassungen vorgenommen werden. Hierzu gehört beispielsweise der Vorplatzbelag, damit eine möglichst kurze Reaktionszeit zwischen Eingang eines Alarms und dem Abheben des Rettungshelikopters sichergestellt werden kann.

Dass ein Konfliktpotenzial zwischen den bereits eingemieteten Unternehmen entstehen könnte, sieht Stierli als ausgeschlossen. Einerseits ist keine andere Firma, die den Heliport Balzers nutzt, im Rettungsbereich tätig. Andererseits haben Rettungshelikopter bei Start und Landung stets Priorität. «Da es sich bei allen Piloten um Berufspiloten handelt, ist das nötige Verständnis vorhanden – es handelt sich um eine Selbstverständlichkeit», erklärt er.

Attraktivität des Berufs als Rettungssanitäter steigern

Neben Abklärungen vor Ort befindet sich die AP3-Luftrettung zudem in Gesprächen mit dem Liechtensteinischen Roten Kreuz. Dieses wurde wegen der Möglichkeit einer personellen Kooperation angefragt, wie Markus Risch, medizinischer Verantwortlicher des Rettungsdiensts des Liechtensteinischen Roten Kreuzes, sagt: «Unsere Rettungssanitäter sollen im Helikopterbetrieb mitarbeiten.» Risch kann sich die Umsetzung dieser Idee durchaus vorstellen, da dies eine Aufwertung des Berufsbildes bedeute. «Längerfristig betrachtet, könnte die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen den Arbeitsplatz eines Rettungssanitäters attraktiver machen, da diese mehr Abwechslung bieten würde», so Risch.

Nun liegt es aber an der AP3-Luftrettung sowie der Regierung, die Möglichkeiten zu prüfen und weitere Abklärungen zu treffen. «Es stellt sich auch die Frage, welche Mitarbeiter für den Einsatz im Rettungshelikopter geeignet sind», so Risch. Petra Seeburger, Kommunikationsverantwortliche bei der AP3-Luftrettung, will weitere Details sowie den Stand der Dinge erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Denn: «Aktuell laufen noch auf den verschiedensten Ebenen Gespräche, um das Projekt zu konkretisieren.»

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