Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Heimatliche Klänge mit Alp- und Büchelhörnern in freier Natur

Am Samstag hat beim Saxhof in Buchs das 39. Alphornwettblasen des Nordostschweizer Alphornverbandes stattgefunden. Neben dem Alphorn war auch das weniger bekannte Büchelhorn vertreten.
Bianca Helbling
Festlich herausgeputzt: Viele Zuschauer kamen in Tracht. (Bilder: Bianca Helbling)

Festlich herausgeputzt: Viele Zuschauer kamen in Tracht. (Bilder: Bianca Helbling)

Schon von weit her wehten an diesem Samstag urchige Klänge übers Feld. Das Alphorn, wohl das bekannteste Schweizer Nationalinstrument, stand an diesem Tag im Zentrum. Erstmals fungierte der Saxhof als Austragungsort für das Alphornwettblasen.

Die Zuschauer erwartete ein abwechslungsreiches Programm: Rund 103 Vorträge wurden während des Tages dargeboten, darunter Soli und Gruppenformationen.

Diffizile Punktevergabe

Eine dreiköpfige Jury bewertete die Darbietungen nach Kriterien wie Klang, Gestaltung und Lautstärke mit einem Punktesystem von eins bis vier, wobei eins «sehr gut» und vier «ungenügend» bedeutete. Das Alphornwettblasen in Buchs gehörte für viele Teilnehmende zur Vorbereitung auf eidgenössische Wettkämpfe.

Der beste Solist, Martin Kellenberger aus Grub, bekam einen Wanderpreis verliehen, die anderen Gruppenbesten wurden nicht prämiert.

Urs Holdener, Obmann des Nordostschweizer Alphornverbandes erklärte:

«Beim heutigen Alphornwettblasen ging es eher um eine Standortbestimmung. Alphornblasen ist ein geselliger Akt und es ist fast verpönt, sich zu sehr aneinander zu messen.»

Zudem sei es allgemein schwierig, die Darbietungen zu bewerten, da insbesondere Alphorn-Werke viel Interpretationsspielraum zuliessen.

Das Büchelhorn als Trend-Instrument

Benjamin Manser mit seinem Büchelhorn.

Benjamin Manser mit seinem Büchelhorn.

Neben dem Alphorn war am Samstag auch das Büchelhorn vertreten. Es stammt ursprünglich aus dem Muotatal und ist in der Ostschweiz wenig populär. Gehalten und gespielt wird es ähnlich wie eine Trompete.

Zu den Mitbewerbern in dieser Sparte zählte auch der Häggenschwiler Benjamin Manser. Er führte auf dem Büchelhorn seine Eigenkomposition «Em Tüfel sis Baulandgeld» auf.

«Das Büchel war bisher nur am Rande der Alphornszene präsent, aber es wird immer bekannter. Mir gefallen vor allem die Virtuosität und seine einzigartige Technik»

so Manser. Die Blasmusizierenden spielten ihre Stücke auswendig und trotz des unsicheren Wetters auf freiem Feld. Die Veranstalter vom Saxhof und der Buchser Brauerei Sennbräu zeigten sich glücklich mit dem Tagesverlauf.

Philipp Heeb, Saxhof-Landwirt konstatiert:

«Wir sind glücklich, dass das Wetter sich gnädig zeigte. Der kalte Morgen hat uns etwas ausgebremst, aber wir sind trotzdem sehr zufrieden».

Die Tradition boomt

Nach dem Anlass steht fest: Tradition boomt. Neben Schwingen wird auch das Alphorn als Musikinstrument in den letzten Jahren zunehmend beliebter. Ob das Büchelhorn dasselbe Potenzial besitzt, werden die nächsten Jahre zeigen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.