Haufenweise Abfall nach Silvester auf dem Buchser Marktplatz

Das Bild, das sich nach dem Jahreswechsel auf dem Buchser Marktplatz bot, stimmt nachdenklich.

Corinne Hanselmann
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Überreste einer Silvesternacht: So präsentierte sich der Marktplatz am 2. Januar 2020.

Überreste einer Silvesternacht: So präsentierte sich der Marktplatz am 2. Januar 2020.

Bild: Corinne Hanselmann

Leere Feuerwerksbatterien, Reste von Raketen, leere Flaschen – die wohl als Starthilfe dienten, Kartonschachteln, farbige Schnipsel aus einer Tischbombe und Plastikverpackungen: Haufenweise waren die Hinterlassenschaften der Feuerwerk-Fans nach Silvester über weite Teile des Buchser Marktplatzes verstreut. Er dient dabei nur als ein Beispiel, denn auch an anderen Orten in der W&O-Region wurden Überreste achtlos liegen gelassen.

16 Stunden für die Reinigung

Es sei ärgerlich, dass durch das Liegenlassen des Abfalls ein erheblicher Mehraufwand für den Werkhof entstehe, sagte die Stadt Buchs am Freitag gegenüber dem W&O. Im noch jungen Jahr 2020 hat der Werkhof der Stadt bereits 16 Stunden für die Reinigung des Zentrums und des Marktplatzes aufgewendet. Hierfür seien zwei Personen im Einsatz. Bis zu 100 Kilo zusätzlicher Abfall, der separat eingesammelt werden muss, falle an Silvester an.

Nutzer der sozialen Medien empören sich über die Sauerei

Leere Feuerwerksbatterien lagen herum.

Leere Feuerwerksbatterien lagen herum.

«Sauhünd!» – zahlreiche Nutzer der sozialen Medien finden deutliche Worte zu den Bildern des Marktplatzes. «Unglaublich», «die sollen gefälligst ihren Dreck selber beseitigen», «das gab es früher nicht» oder «es ist aus dem Ruder gelaufen» schreiben sie. Sie stören sich einerseits darüber, dass überhaupt Feuerwerk gezündet wird, obwohl doch viele Tiere und die Umwelt darunter leiden. Andere stören sich daran, dass der Abfall einfach achtlos liegen bleibt, obwohl es ganz in der Nähe auch Abfalleimer gäbe. Einige Nutzer fordern, dass die Polizei etwas dagegen unternehme und Kontrollen mache.

Alles wurde achtlos liegengelassen.

Alles wurde achtlos liegengelassen.

Polizei appelliert an die Eigenverantwortung

Doch Feuerwerk zu zünden, ist an Silvester erlaubt, wie Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen sagt. Auch auf dem öffentlichen Marktplatz am Werdenbergersee. Für alles könne nicht die Polizei verantwortlich gemacht werden, so Krüsi. Er appelliert an die Eigenverantwortung der Leute, den Abfall nicht liegen zu lassen. Auf solches Verhalten trifft die Polizei nämlich häufig in der heutigen Zeit. «Ich stelle immer wieder fest, dass in gewissen Bevölkerungs- und Altersschichten diese Gleichgültigkeit einreisst», so Krüsi. «Man lässt alles liegen und denkt, das sollen die Anderen machen.» Letztlich bezahlen die Bürger das Saubermachen selber, denn wie alles andere kosten auch die Werkhof-Angestellten Geld.