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Haag düpiert Leader Gams

Der Tabellenführer fasste im 4.-Liga-Derby gegen den Erzrivalen die erste Saisonniederlage. Für einmal war die Chancenverwertung – vor allem in der ersten Halbzeit – schlecht und letztlich entscheidend.
Robert Kucera
Das Auslassen von Topchancen in der ersten Spielhälfte – hier kommt Michele Beti den berühmten Schritt zu spät – rächte sich für den FC Gams. (Bild: Robert Kucera)

Das Auslassen von Topchancen in der ersten Spielhälfte – hier kommt Michele Beti den berühmten Schritt zu spät – rächte sich für den FC Gams. (Bild: Robert Kucera)

Das 4.-Liga-Derby zwischen dem FC Gams und FC Haag war nur in der ersten Halbzeit ein Spiegelbild der bisherigen Saison. Konträr zur Tabellenlage setzte sich der kriselnde Aussenseiter aus Haag gegen den souveränen Leader Gams durch. «Es ist eine brutale Vorrunde. Wir haben Verletzungssorgen, in den einzelnen Spielen lief’s nicht, alles ist so zäh», hadert Raphael Weiss, Spielertrainer vom FC Haag. «Doch so ist es im Fussball. Vielleicht hatten wir heute das Glück mehr auf unserer Seite.»

Jenes Glück, das zuvor gefehlt hat und dafür den Gamsern vielfach hold war. «Wir haben diese Saison schon einige Mal Glück beansprucht – dieses Mal hat’s nicht geklappt. Doch wir stecken nun nicht den Kopf in den Sand, es geht weiter», will sich Gams-Trainer Memo-Eriten nicht lange mit der Niederlage aufhalten.

Später Doppelschlag entschied Partie

Wie meistens, wenn Gamser und Haager aufeinandertreffen, war die Tabellenlage nebensächlich. Als die Schlussviertelstunde anbrach, war jeder Ausgang möglich, beiden Mannschaften durfte der Lucky Punch zugetraut werden. Das Heimteam aus Gams hat sich vom Ausgleichsschock nach und nach erholt und schlüpfte in den letzten Minuten vermehrt in die Chefrolle auf den Platz. Die Gäste aus Haag haben in der zweiten Hälfte aber ihre Torgefahr mehrfach unter Beweis gestellt und agieren zielstrebiger als noch in den ersten 45 Minuten. Nach einer Haager Balleroberung am Anspielkreis ging es in der 80. Minute blitzschnell: Raphael Weiss fand viel freien Raum vor, um in den Strafraum zu stürmen und von der linken Seite eine Flanke zu schlagen. In der Mitte stand Ivan Carkic goldrichtig und völlig frei – gegen seinen platzierten Flachschuss in die Ecke war nichts zu machen. Fünf Minuten später war es dann der Spielertrainer selbst, der den Ball ins Tor bugsierte, obwohl drei Gamser nahe bei ihm standen, aber nicht eingriffen.

«Diese Tore entstanden nach individuellen Fehlern», ärgert sich Eriten. Der Trainer sieht das Versagen aber im Kollektiv: «Jeder Spieler wollte gewinnen, wir standen etwas höher. Die Spieler gingen zwei Schritte zu weit nach vorne – wir hätten die Positionen besser halten müssen.» Aber nicht erst jetzt, kurz vor dem Ende, war die Heim-Abwehr verwundbarer. «Ich hatte das Gefühl, dass die Gamser nicht mehr so eng bei den Leuten standen und uns mehr Platz liessen. So konnten wir auch mehr Chancen herausspielen», hält Weiss fest und äussert sich über die drei Punkte wie folgt: «Ich bin super glücklich.» Sein Gegenüber meint nur: «Wir haben uns selber geschlagen.»

Zu wenig aus deutlichem Chancenplus gemacht

Mit diesem Satz hat Memo Eriten Recht. Es war zwar nicht so, dass Gams in der ersten Halbzeit ein offensives Feuerwerk gezündet hat. Doch bei jedem einzelnen Nadelstich, den man setzte, herrschte Torgefahr. Die 1:0-Pausenführung der Gastgeber war aus Gäste-Sicht sogar schmeichelhaft. «Zum Teil agierten wir im Abschluss überhastet», nennt er die mangelhafte Chancenverwertung. Aus dem Spiel heraus war man stets einen Schritt zu spät bei Vorlagen von der Seite, oder drosch das Leder aus bester Position meterweit über das Gehäuse. Und als Gams mal alles richtig gemacht hat, da rettete ein Haager Bein auf der Linie für den bereits geschlagenen Torhüter. So verwundert es nicht, dass das einzige Gamser Erfolgserlebnis ein herrlicher Freistosstreffer von Michael Giger aus gut 30 Metern war.

Gams - Haag 1:3 (1:0)

Madrusen. – 100 Zuschauer. – Sr. Rinaldi.

Tore: 30. Giger 1:0. 50. Mohammed 1:1 (Eigentor). 80. Carkic 1:2. 85. Weiss 1:3

FC Gams: Gassner; Suhner, Wyss, Mohammed, Steinhauser; Dürr, Näf, Fäh, Beti; Manojlovic; Giger. – weitere eingesetzte Spieler: Hardeg- ger, Marinello, Kersting.

FC Haag: Eugster; Eggenberger, Müller, Hardegger, Tinner; Andrade, Hanselmann, Heeb, Carkic; Lampert, Haldner. – weitere eingesetzte Spieler: Weiss, Marquart.

Bemerkungen: Verwarnungen: 58. Hansel- mann, 82. Eugster.

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