Squashclub Grabs greift nach der Meisterkrone

Werdenbergs NLA-Squashspieler wollen diese Saison hoch hinaus. Nach zwei zweiten Plätzen in Serie soll nun der letzte Schritt an die nationale Spitze getätigt werden. Die Kaderstärke stimmt jedenfalls optimistisch.

Robert Kucera
Drucken
Grabser Erfolgsgaranten: Yannick Wilhelmi (links) und Trainer David Heath. (Bild: Robert Kucera)

Grabser Erfolgsgaranten: Yannick Wilhelmi (links) und Trainer David Heath. (Bild: Robert Kucera)

«Das wird eine spannende Meisterschaft. Ich freue mich schon», sagt Elisabeth Lamprecht, Teamcaptain der NLA-Mannschaft vom Squashclub Grabs mit leuchtenden Augen. Ihre Vorfreude ist nachvollziehbar. Grabs betritt die NLA-Bühne in dieser Saison mit breiter Brust und hat sich viel vorgenommen. Da stellt sich gleich mal die obligate Frage an die Adresse Lamprechts, ob nach zwei zweiten Plätzen Grabs bereit ist, für den nächsten Schritt. Ihre klare Antwort: «Definitiv ja!»

Dass der Schweizer Meistertitel als Zielvorgabe noch vor dem ersten Ballwechsel derart deutlich kommuniziert wird, hat zwei Gründe: Zum einen durch die Aufhebung des «Gentlemen’s Agreement» in Sachen Ausländerregelung, auf der anderen Seite hat Grabs nun Weltklassespieler im Kader.

Erst das Querstellen, dann die Retourkutsche

«Man kann nun spielen lassen, wen man will. Sogar mit vier Ausländern antreten», erklärt Lamprecht. Diese Ausgangslage möglich gemacht hat ausgerechnet Schweizer Meister Sihltal, der sich als einziger von zehn NLA-Vereinen gehen das «Gentlemen’s Agreement» stellte, dass der Ausländer Nummer eins neunmal in der Qualifikation eingesetzt werden muss, um Playoffs spielen zu dürfen. Für Schweizer Akteure und den zweiten Ausländer waren sechs Einsätze vorgesehen. «Das versteht noch heute niemand», schüttelt sie den Kopf. Nun muss jeder Spieler nur sechs Meisterschaftsspiele bestreiten, um in den Playoffs spielberechtigt zu sein. Doch das Querstellen Sihltals hatte Folgen. Das zweite Agreement, dass pro Meisterschaftsspiel nur zwei ausländische Spieler bestreiten dürfen, wurde als Retourkutsche der anderen Squashvereine ebenso gekippt. Eine Entwicklung, welche Elisabeth Lamprecht überhaupt nicht gutheisst. «Das finde ich nicht lustig und das ist auch nicht das Ziel.» Für sie steht deshalb fest: Sind die einheimischen Wilhelmi-Brüder im Lande und fit – werden sie NLA-Spiele bestreiten.

Drei Top-Spieler aus Grossbritannien

Doch der Konkurrenz tatenlos hinterher zu schauen fällt den Grabsern nicht im Traum ein. Warum auch? Für diese Saison ergeben sich höhere Sponsoren-Einnahmen und der Captain verkündet: «Dieses Jahr nutzen wir es aus und springen auf den Zug auf. Wir wollen Schweizer Meister werden.»

Den erstmaligen Titelgewinn des Squashclub Grabs sollen drei neue Spieler von den britischen Inseln möglich machen: Daryl Selby aus England (Nummer 21 der Weltrangliste), Joel Makin aus Wales (33) und als Edel-Joker Alan Clyne aus Schottland (36). Die bisherigen Ausländer, Rudi Rohrmüller aus Deutschland und Aqeel Rehman aus Österreich, bleiben dem Verein treu und werden wohl das Gros der Meisterschaftsspiele bestreiten. Nur einer fehlt: Luca Wilhelmi fällt mindestens für die Vorrunde (Militär) aus.

Aktuelle Nachrichten