«Grande Finale» war das richtige Format für den Abschluss der Schlossmediale 2019

Das «Grande Finale» der Schlossmediale auf Schloss Werdenberg vom Sonntagabend zum Thema Gold entsprach voll und ganz den zehn Tagen, an denen jeder Tag betreffend des Programmes ein Erlebnis war.

Heidy Beyeler
Drucken
Teilen
Beim emotionalen Abend zum Grande Finale der Schlossmediale wurde auf pompöses Geplänkel verzichtet. (Bild: Heidy Beyeler)

Beim emotionalen Abend zum Grande Finale der Schlossmediale wurde auf pompöses Geplänkel verzichtet. (Bild: Heidy Beyeler)

Eines vorweg: Es kursiert die Meinung: «Das war bisher die beste Schlossmediale.»

Angefangen hat die Schlossmediale am Freitag, 7.Juni, mit der Vernissage zu einer Ausstellung, welche die Menschen ins Staunen versetzte. Während zehn Tagen stand Gold mit all seinen Facetten im Mittelpunkt. Es gab viele emotionale Momente. Erinnerungen an Vergangenes, aber auch Hoffnung spielen beim Stichwort Gold eine Rolle.

Mit dem diesjährigen Programm haben die Verantwortlichen mit ihren Ideen voll in die goldene Mitte getroffen. Es ist zwar einfach, sich auf ein Thema, einen Leitsatz für ein derartiges Festival zu einigen. Es umzusetzen und die entsprechenden Künstler zu finden, ist Knochenarbeit und setzt Kenntnisse der verschiedenen Szenen im künstlerischen Bereich voraus, um erfolgreich zu sein.

«Ausverkaufte Abende sind die Regel»

Das Team um die Schlossmediale hat es geschafft. Die 8. Mediale – so hörte man das Tag für Tag – sei bisher die gelungenste und beste. Kritische Bemerkungen waren kaum zu hören. Es hat alles geklappt und die Besucherinnen und Besucher haben sich gefreut.

Und so schreibt Babette Karner, Leitung Kommunikation Schloss Werdenberg: «Ausverkaufte Abende sind bei der Schlossmediale inzwischen die Regel, nicht die Ausnahme.»

Gedämpfte Stimmung, weil die Mediale fertig ist

So wundert es auch nicht, dass am letzten Abend beim «Grande Finale» auf dem Schlosshof eher gedämpfte Stimmung zu spüren war – nicht vom Publikum, sondern vom gesamten Team und den mitwirkenden Künstlern.

Der letzte offizielle Auftritt erfolgte mit der Künstlergruppe Ensemble Constantinopel: Reza Abaee (Gheychak, indoiranisches Saiteninstrument); Kiya Tabassian (Sitar); Didem Basar (Kanun, Kastenzither) und Shawn Matlivetsky (Tabla, Trommel). Das Ensemble unterhielt das Publikum auf dem Schlosshof mit der goldenen Session, einer Improvisation aus Musik des indischen, arabischen und afrikanischen Kulturkreises.

Abschiednehmen und weiterziehen

Und genau diese Musik hat gepasst zu den Momenten des Abschiednehmens und des Weiterziehens. In dieser Gefühlslage hielt sich Mirella Weingarten sehr kurz mit der Ansage. Sie bedankte sich bei allen Mitarbeitenden und Mitwirkenden und beim Publikum. Mehr ging nicht. Dabei kam ihr wohl nur noch der Spruch in den Sinn: Nach der Mediale ist vor der Mediale. Will heissen: Adieu bis nächstes Jahr. Die Vorfreude darauf ist nach der tollen Ausgabe 2019 mit Sicherheit gross.