Grabs/Toggenburg
Leben mit Klängen und Resonanzen: Der Toggenburger Peter Roth erzählt die Geschichte vom Alpsegen bis zum Klanghaus

Seine Geschichte, die er im Rahmen einer Veranstaltung des Seniorenforums im Kirchgemeindehaus Grabs zum Besten gab, war eine Mischung aus Hackbrett, Kurzfilmen und Erzählungen. Als Musiker, Komponist, Chorleiter und Initiant der Klangwelt Toggenburg vermittelte er dem Publikum mit seinem Vortrag einen tiefen Einblick zu seinem Schaffen mit Klängen und Resonanzen.

Heidy Beyeler
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Peter Roth erklärt die Resonanz-Klänge anhand einer Rollen-Schelle.

Peter Roth erklärt die Resonanz-Klänge anhand einer Rollen-Schelle.

Bilder: Heidy Beyeler

Zur Begrüssung der Besucher spielte er auf dem Hackbrett den Alpsegen, wie er im Toggenburg während der Alpzeit auf drei Alpen gesungen wird. Peter Roth ist es im Laufe der Zeit des Musizierens, Komponierens und der Wahrnehmung von Klängen und Resonanzen gelungen, einen Bogen zu spannen von der Alpkultur hin zur Spiritualität des Klangs.

Ein Geschenk, das Neues zugelassen hat

In der Stille, die plötzlich entstand, als sich Corona ausbreitete und Chorprojekte nicht mehr gefragt waren, hat der Lockdown Peter Roth die ganze Existenzgrundlage entzogen. «Aber in dieser Zeit ist unheimlich viel entstanden an Kompositionen und dem Projekt Zauberklang der Dinge›, eine Kurzfilmserie», sagt Roth. 22 Filme sind bereits entstanden.

«Das war nicht geplant und auch nicht vorstellbar. Es ist ein Geschenk, das Neues zugelassen hat.»

Diese Kurzfilme, welche die ganze Geschichte mit eindrücklich schönen Bildern der Natur rund um die Klangwelt erzählen, können unter www.vomzauberklang.ch angesehen werden.

«Gerade in der Zeit, in der wir jetzt leben, dünkt es mich besonders wichtig, dass wir uns selber bleiben und spüren, was das mit uns macht. Zurzeit wird viel vom Testen gesprochen. Aber der ganz grosse Test stellt sich mit der Frage ‹wie gehen wir mit dieser Situation um?›. Jenem Test sind wir alle unterworfen.» Peter Roth ist überzeugt, dass es eine Zeit ist, in der ganz viel Neues entstehen kann.

Roger Rusterholtz hilft Peter Roth bei der Einstellung am Computer, da kennt er sich nicht aus.

Roger Rusterholtz hilft Peter Roth bei der Einstellung am Computer, da kennt er sich nicht aus.

Projekt Klanghaus geht weiter

Nachdem der Kanton St.Gallen mit allen 31 einspracheberechtigten Organisationen Gespräche geführt hat und deren Einwände bereinigen konnte, kann das Klanghaus am Schwendisee gebaut und 2024 in Betrieb genommen werden. Darüber freut sich Peter Roth besonders. Für ihn wird die Eröffnung ein riesiges Geschenk zu seinem 80. Geburtstag sein. Er ist auch stolz darauf, dass nun das Projekt Klanghaus doch noch zu Stande kommt. Und so beendete er seinen Vortrag mit den Worten:

«Wenn jemand die zwei Bahnen im Obertoggenburg an denselben Tisch bringen können, dann sind wir es von der Klangwelt Toggenburg.»

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