Grabser Souverän heisst Kredit über 8,88 Millionen Franken an der Urne sehr deutlich gut ++ Schulanlage Kirchbünt kann erweitert werden

Die Stimmberechtigten der Gemeinde Grabs haben am Sonntag den Baukredit von knapp 9 Millionen Franken mit 93 Prozent Ja-Stimmen eindrucksvoll gutgeheissen.

Thomas Schwizer
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Der Baubeginn für die Erweiterung soll Anfang Oktober erfolgen.

Der Baubeginn für die Erweiterung soll Anfang Oktober erfolgen.

Visualisierung: PD

1180 Ja zu lediglich 90 Nein: Die Zustimmung zum vom Gemeinderat vorgelegten Baukredit von 8,88 Millionen Franken für die Erweiterung Oberstufenzentrum Kirchbünt fiel eindrucksvoll aus. Das zeichnete sich ab, denn im Vorfeld war kein Widerstand gegen die Vorlage laut geworden. Die Stimmbeteiligung betrug 27,3 Prozent.

Die für den 28. April vorgesehene Informationsveranstaltung über diese Bauvorlage konnte wegen des Versammlungsverbotes in Zusammenhang mit den Coronamassnahmen nicht durchgeführt werden. Deshalb wurde zur Information der Bevölkerung ergänzend zum schriftlichen Gutachten ein ausführlicher, professioneller Videobeitrag mit wissenswerten Informationen produziert, der auf der Gemeinde-Homepage angeschaut werden konnte.

Erweiterung bis im Sommer 2022 bildet die erste von drei Etappen

Am Sonntag wurde über den 8,88-Millionen-Kredit für die Erweiterung als erste von drei Bauetappen abgestimmt. 1985 kam das Sekundarschulgebäude zum bestehenden Bau hinzu, der heute als Realschulgebäude genutzt wird.

Der weiter zunehmende Raumbedarf wurde mit Pavillons gedeckt, die als Provisorien erstellt wurden und heutigen Anforderungen nicht mehr genügen. Die Anzahl an Schul-, Arbeits- und Lagerräumen reicht nicht mehr aus. Mit der Erweiterung werden die Provisorien in den Neubau integriert.

Pavillons und Erweiterung fangen geburtenstarken Jahrgang auf

Die Erweiterung ermöglicht auch den Ersatz der bisherigen Organisationsform nach Real- und Sekundartrakt durch eine fächerorientierte Organisation und mehr Schulraum für musische Fächer. Im Sommer 2022 wird ein geburtenstarker Schülerjahrgang in die Oberstufe eintreten.

Bis 2024 soll der dadurch vorübergehend erhöhte Bedarf an Klassenzimmern durch den Erweiterungsbau und die Weiternutzung der noch bestehenden Pavillons gedeckt werden. Die Pavillons sollen anschliessend entfernt werden.

Baubeginn ist für Anfang Oktober geplant

Nach dem Ja des Souveräns ist das Baubewilligungsverfahren durchzuführen. Gemeindepräsident Niklaus Lippuner zeigte sich am Sonntag zuversichtlich, dass es zügig durchgeführt werden kann, damit der Baubeginn wie geplant Anfang Oktober dieses Jahres erfolgen kann.

Er freut sich sehr über die Zustimmung, die er als klares Zeichen für die Bildung, die Schule Grabs und die Politische Gemeinde Grabs interpretiert. Vor allem aber unterstreicht er seine Freude für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte. Mit der Erweiterung würden die Bedürfnisse un Anforderungen an eine zeitgemässe Infrastruktur für die nächsten Jahre abgedeckt. Der Gemeindepräsident betont:

«Es handelt sich um eine Investition in unsere Zukunft  für die Jugend!»

Innensanierungen sollen  in zweiter und dritter Etappe folgen

Direkt nach Etappe 1 ist geplant, mit der Bauetappe 2 zu starten. Sie umfasst eine energetische und erbebengerechte Ertüchtigung sowie eine Innensanierung des Hauptgebäudes Sekundarschule. In der Bauetappe 3 wird danach auch die Innensanierung des Realschulhauses erfolgen. Die Grobkostenschätzung rechnet mit Investitionen von zirka 3,8 Millionen Franken für die Bauetappe 2 und zirka 2,4 Millionen für die Bauetappe 3. Über diese folgenden Etappen wurde im Gutachten für den Erweiterungskredit transparent informiert.

Diese weiteren Etappen waren aber nicht Bestandteil der Abstimmung vom Sonntag. Für die Sanierungsvorhaben hat die Bürgerschaft am 1. April mit dem Budget einen Projektierungskredit von 420000 Franken bewilligt.