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Grabser Paar nach 40 Jahren Ehe: «Wenn man nicht füreinander da ist, nützt auch der Valentinstag nichts»

Heinz und Alice Schneider aus Grabs sind seit 40 Jahren verheiratet. Ihre Rubinhochzeit feiern sie nicht gross und auch der Valentinstag ist für sie ein Tag wie jeder andere. «Es gibt Wichtigeres», finden sie.
Alexandra Gächter
Heinz und Alice Schneider erholen sich gerne beim Campen in der Westschweiz. Da werden schon mal Prospekte studiert. (Bilder: Mareycke Frehner)

Heinz und Alice Schneider erholen sich gerne beim Campen in der Westschweiz. Da werden schon mal Prospekte studiert. (Bilder: Mareycke Frehner)

Bei Alice Schneider war es Liebe auf den zweiten Blick. «Es lohnt sich, wenn man genauer hinschaut», sagt die 63-Jährige lächelnd. Es war Anfang der Siebzigerjahre, als sie ihren späteren Ehemann das erste Mal traf. Heinz Schneider war 18 Jahre alt, kam aus Rebstein und arbeitete am Bahnhof Buchs als Rangierarbeiter. Alice Schneider war ein Jahr jünger und fuhr mit dem Zug nach Bern. Dort besuchte sie die Berufsschule. Zuhause in Grabs hielt ihre Familie 10'000 Hennen zur Eierproduktion. Deshalb wollte sie wie ihr Vater Geflügelzüchter werden. «Ein seltener Beruf, für den ich jeweils einen langen Schulweg auf mich nehmen musste», erzählt Alice Schneider.

Mit Enkelhüten beschäftigt

Kurz darauf wurden die beiden ein Paar. Im Jahr 1979 läuteten die Hochzeitsglocken. In die Flitterwochen fuhren sie nicht. «Wir brauchten das Geld für Möbel. Die waren damals teurer als heute – dafür langlebiger», sagt Heinz Schneider. Wie geplant und gewünscht erblickten in den Achtzigerjahren eine Tochter und ein Sohn das Licht der Welt. «Ich stamme aus einer Grossfamilie mit neun Kindern. Eine so grosse Familie wollte ich auf keinen Fall. Deshalb blieb es bei zwei Kindern», so Heinz Schneider. Mittlerweile kamen zwei Enkelinnen und ein Enkel dazu. Die Schneiders geniessen nun das Enkelhüten. Zurzeit machen sie das öfters, da ihre Tochter mit dem Hausumbau beschäftigt ist. Seit Heinz Schneider pensioniert ist, hat auch er mehr Zeit zum Enkelhüten. Er hat sich frühpensionieren lassen. «Ich habe 47 Jahre bei der SBB gearbeitet. Das ist genug.»

«Man benötigt Freiheiten»

Eine der grössten Leidenschaften von Heinz und Alice Schneider ist das gemeinsame Campen. Seit 28 Jahren fahren sie mehrmals im Jahr in die Westschweiz zu ihrem Wohnwagen. «Wir waren schon über 100-mal dort. Alleine oder mit der ganzen Familie. Es ist günstig und die Gegend eignet sich hervorragend zum Wandern und Biken», so Heinz Schneider. Genauso wichtig wie gemeinsame Aktivitäten, sind aber auch getrennte Hobbys. «Man benötigt in einer guten Ehe Freiheiten», sind sich die beiden einig. Heinz Schneider war 30 Jahre beim FC Rebstein, Haag, Eschen, und Grabs – entweder als Spieler oder als Trainer – aktiv. Heute verfolgt er Fussballspiele hauptsächlich vor dem Fernseher. Alice Schneider näht und bastelt gerne. Dieses kreative Hobby kann sie nun zusammen mit ihren Enkelkindern ausleben.

Keine Feier am Hochzeitstag

Nächsten Monat feiern Heinz und Alice Schneider ihren 40. Hochzeitstag, die Rubinhochzeit. Wobei feiern ist eigentlich das falsche Wort. «Wir haben keinen Hochzeitstag gefeiert und werden auch den 40. nicht gross feiern», sagt das Ehepaar. Auch der Valentinstag wird nicht gefeiert. «Es ist ein Tag wie jeder andere auch. Wir schenken einander nichts. Wie auch an Weihnachten nicht. Wir brauchen keine Geschenke, wir haben ja alles. Und ausserdem gibt es Wichtigeres als Geschenke – die Gesundheit zum Beispiel», sagt Heinz Schneider. Seine Frau fügt an: «Wir schenken uns lieber unter dem Jahr mal etwas oder machen einander einen Gefallen. Und wenn es dem anderen schlecht geht, sind wir füreinander da. Wenn man nicht füreinander da ist, nützen auch all die Valentins- und Hochzeitstage nichts», sagt Alice Schneider.

Ein Fotoalbum erinnert an die Hochzeit vor 40 Jahren.

Ein Fotoalbum erinnert an die Hochzeit vor 40 Jahren.

Gut die Hälfte der Ehen von ihren Bekannten haben nicht gehalten. Was haben Heinz und Alice Schneider anders gemacht? «Wir versuchen, nicht nachtragend zu sein, reden miteinander und sind nicht wegen jeder Kleinigkeit eifersüchtig», sind sich die beiden einig. Natürlich habe es bei ihnen auch Hochs und Tiefs gegeben. «Ohne geht es nicht. Dennoch möchten wir kein Jahr unserer Ehe missen», so Heinz Schneider. Insgesamt seien die ersten 15 Jahre nach der Geburt der Kinder am anstrengendsten gewesen. «Danach war es entspannter.»

Band statt Ring verbindet sie

Ihren Ehering trägt das Paar nicht mehr. Bei Alice Schneider wurde er zu klein, bei Heinz Schneider war es wegen der Arbeit zu gefährlich. Auf den ersten Blick sieht man also nicht, dass sie verheiratet sind. Schaut man aber, wie von Alice Schneider empfohlen, genauer hin, sieht – oder besser gesagt spürt – man das Band, das sie noch heute verbindet. Womöglich ist es stärker als jedes Metall.

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