Grabser Bürgerschaft hat die Wahl unter einer Vielfalt von Persönlichkeiten

Beim Grabser Wahlpodium präsentierten sich 16 Personen, die für die fünf Gemeindegremien kandidieren. Am Wahlpodium stellten sie sich vor.

Hanspeter Thurnherr
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Diese 16 Männer und Frauen präsentierten sich am Dienstagabend dem Publikum für die Wahl zum Gemeinderat, Schulrat, GPK der Gemeinde sowie Gemeinde- und Schulratspräsidium.

Diese 16 Männer und Frauen präsentierten sich am Dienstagabend dem Publikum für die Wahl zum Gemeinderat, Schulrat, GPK der Gemeinde sowie Gemeinde- und Schulratspräsidium.

Bild: Hanspeter Thurnherr


Zum Auftakt des Wahlpodiums in Grabs stellten sich kurz vier der fünf Kandidierenden für die GPK der Gemeinde vor. Es waren dies Regula Bachmann Küng (SP, bisher), Christian Eggenberger (FDP, bisher), Christian Schwendener (SVP) und Andreas Wahl (FDP).

Moderator Ralph Dietsche befragte Gemeindepräsident Niklaus Lippuner und die Gemeinderäte Katrin Schulthess und Daniel Saluz zu den wichtigsten Themen in ihren Ressorts. Für Saluz sind es die Raumplanung, Parkplätze, 30er-Zonen und die öV-Erschliessung. Katrin Schulthess nannte konkret die vier Ausstellungen. Startklar sei der wegen Corona auf 2021 verschobene Begegnungstag.

Für Lippuner sind die Erweiterung des Stütlihauses und der Erhalt des Primaladens am Grabserberg nebst den vier gewonnenen Abstimmungen Erfolgserlebnisse. Ein ärgerliches Thema seien die Hangrutschungen. Hier habe man Optimierungspotenzial.

Kampfwahl um die Sitze im Gemeinderat

Nebst den zwei Bisherigen stellen sich um die fünf Sitze im Gemeinderat fünf Neue der Kampfwahl.

Peter Gabathuler (SVP) liegt die Vertretung des Gewerbes am Herzen. Ihm wäre der effiziente Einsatz der Finanzmittel wichtig. Dank Digitalisierung könne man Abläufe verbessern und günstiger gestalten.

Vom Sparen bis zur Reaktivierung des Lukashaus-Bades

Ähnlich sieht es Parteikollege Heini Gantenbein. Sparen könne man etwa in der Schule, auch wenn dies ein Tabuthema sei. Beim Wachstum der Gemeinde müssten das Wohn- und Arbeitsplatzangebot zusammenpassen.

Sibylle Good-Gantenbein (FDP) möchte, dass Grabs für Familien attraktiv bleibt. Um Wachstum werde man nicht herumkommen, aber es müsse nachhaltig sein, damit die Infrastruktur mitwachsen könne.

Der parteilose Markus Rüdisühli möchte als bisheriger Schulrat nun die Schule im Gemeinderat vertreten. Grabs müsse nicht, könne aber moderat wachsen. Zum Thema Finanzen meinte er:

«Wenn man die Hintergründe kennt, wird scheinbar Unnötiges plausibel.»

Andreas Vetsch (FDP) sieht sich als Vertreter der Landwirtschaft im Rat. Als Herausforderung erachtet er die Revision der Raumplanung im Siedlungsgebiet. Bei den Finanzen sollte die Gemeinde nicht mehr einnehmen, als Bedarf vorhanden sei.

Fast alle Gemeinderatskandidaten sind für eine Reaktivierung des Lukashaus-Bades.

Fast alle Gemeinderatskandidaten sind für eine Reaktivierung des Lukashaus-Bades.

Bild: PD

Ausser Markus Rüdisühli waren alle anderen dafür, das Bad im Lukashaus zu reaktivieren.

Kommunikation und Digitalisierung sind Themen für die Schulratskandidaten

Für den Schulrat stellen sich vier Personen für drei Sitze zur Wahl. Auf dem Podium präsentierten sich die drei Neuen. Für Timon Hofmänner (EVP) ist wichtig, wie die Digitalisierung der Schule gestaltet wird und dass Kinder lernen, mit den Medien umzugehen. Es brauche auch künftig Schulhäuser für den sozialen Kontakt. Er spricht sich für eine gute Kommunikation zwischen Schule und Eltern aus.

Mirjam Sprecher-Lippuner (FDP) plädiert für eine stimmige Kommunikation zwischen Schulrat, Gemeinderat, Schulleitern, Lehrern und Eltern. Sie hoffe, dass sie nicht erneut Homeschooling erleben müsse. Denn Gspännli und Schulweg seien für die Kinder wichtig.

Die Parteilose Polly Hollenstein bleiben Digitalisierung und soziale Kontakte als bedeutende Themen. «Wir müssen diesen Spagat meistern.» Sie werde sich dafür einsetzen, dass die Schule auch in Zukunft die nötige Infrastruktur erhalte.

Schneider und Vorburger kämpfen ums Schulratspräsidium

Für das Schulratspräsidium stellen sich mit Simon Schneider und Hansjürg Vorburger zwei Parteilose der Wahl. Die Aufgabenteilung zwischen Schulrat und Gemeinderat müsse ausdiskutiert werden, sagte Vorburger. Gleichwohl sei die Pädagogik wichtig. Die Schule brauche personelle und räumliche Ressourcen. Man dürfe sie nicht totsparen.

Simon Schneider möchte als Schulpräsident die Meinungsverschiedenheiten sauber aufarbeiten. Eine solch komplexe Organisation wie die Einheitsgemeinde brauche eine klare Führung. Er möchte eine Kultur etablieren, in der sich die Schule weiterentwickeln kann, aber Bewährtes beibehalten wird.

Für Schneider sind die Kosten beim Lukashausbad «für etwas, das nicht im Kontext mit anderen Plänen steht», zu gross. Gemäss Vorburger ist das Bad ideal für Kindergärtler, es brauche aber eine zusätzliche Lösung beim Schwimmunterricht.

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