Grabs
Krebskranke werden im Spital Grabs rund um das Thema Komplementärmedizin beraten

Integrativ-onkologische Sprechstunde heisst das neue Angebot der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland, welches seit Juli in den Räumlichkeiten des Spital Grabs angeboten wird.

Alexandra Gächter
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In der integrativ-onkologischen Sprechstunde kann beispielsweise Akupunktur empfohlen werden.

In der integrativ-onkologischen Sprechstunde kann beispielsweise Akupunktur empfohlen werden.

Symbolbild: Tres Camenzind

Bei der neuen integrativ-onkologischen Sprechstunde handelt es sich um eine Beratung zur ergänzenden Komplementärmedizin für Krebskranke. Dabei können zum Beispiel Akupunktur, Therapien aus der anthroposophischen Medizin wie die Misteltherapie, äussere Pflegeanwendungen, Achtsamkeitstraining, Bewegungstherapie, Akupressur, Ernährungsberatung, und so weiter empfohlen werden.

Der Fokus liegt in der Stärkung der Selbstwirksamkeit des Patienten. Nicht zuletzt wird auch auf die Sicherheit des Erkrankten geachtet, zum Beispiel bei der Überprüfung von potenziellen Wechselwirkungen zwischen Pflanzenpräparaten und Chemotherapien.

«Bedarf nach komplementären Behandlungsmethoden»

PD Dr. med. Stefan Diem, Leiter Onkologie-Zentrum SR RWS.

PD Dr. med. Stefan Diem, Leiter Onkologie-Zentrum SR RWS.

Bild: Doris Lippuner

Dr. med. Stefan Diem, der Leiter des Onkologie-Zentrums der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland (SR RWS), sagt, dass die Onkologie ein sehr dynamisches Fachgebiet sei, das sich durch rasante Fortschritte zu einem immer komplexeren Teilgebiet der Medizin entwickelt. «Hieraus wächst auch zusehends der Bedarf nach komplementären Behandlungsmethoden, welche ergänzend zur klassischen Schulmedizin eingesetzt werden. Zum Beispiel mit der Fragestellung: Wie kann die Verträglichkeit der Chemotherapie verbessert werden?», so Dr. med. Stefan Diem.

Festgehalten werden müsse, dass die unterstützend angebotenen Therapien jeweils nach den neuesten Erkenntnissen zum Einsatz kommen.

Kooperation aus langjähriger Zusammenarbeit entstanden

Die neue Sprechstunde wird regelmässig seit Juli dieses Jahres angeboten. Aus einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Integrative Medizin (ZIM) am Kantonsspital St. Gallen ist eine offizielle Kooperation entstanden. Um den Patientinnen und Patienten einen wohnortnahen Zugang zu ermöglichen, findet die Sprechstunde regelmässig in den Räumlichkeiten des Onkologie-Zentrum Grabs statt. Diese wird direkt durch Mitarbeitende des ZIM durchgeführt. Dr. med. Stefan Diem sagt:

«Das Ziel in der onkologischen Rehabilitation liegt in der Wiedererlangung einer grösstmöglichen Selbstständigkeit, sowohl in körperlicher, geistiger und auch sozialer Hinsicht.»

Die Rehabilitation werde individuell entsprechend dem jeweiligen Bedarf zusammengestellt aus folgenden Modulen: ärztliche Beratung, Physiotherapie, Ergotherapie, Psychoonkologie und Ernährungsberatung. Bei Bedarf können Module der integrativen Medizin, der Logotherapie, des Sozialdienstes und des Palliativen Brückendienstes ergänzt werden.

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