Grabs
Knatsch um Stromtarife: Der Gemeinderat will neue Erkenntnisse in die Preisgestaltung 2022 aufnehmen

«Wir werden Ihr Anliegen genauestens prüfen. Allerdings bleiben die heutigen Tarife für ein Jahr gültig. Eine Tarifanpassung ist erst ab 1. Januar 2022 wieder möglich.» So lautet die Kernaussage des Grabser Gemeinderates als Reaktion auf die Onlinepetition von Peter Doebeli.

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Der Einheitstarif sorgt bei einem Teil der Grabser Bevölkerung für Unzufriedenheit: Der Gemeinderat will die Situation vertieft analysieren.

Der Einheitstarif sorgt bei einem Teil der Grabser Bevölkerung für Unzufriedenheit: Der Gemeinderat will die Situation vertieft analysieren.

Gaetan Bally/Keystone

(AB) Die Petition, Mitte März 2021 lanciert auf der Plattform petitio.ch, haben 567 Personen unterstützt; darunter auch solche ausserhalb der Gemeinde Grabs. Die Petition, welche 200 Unterstützer zum Ziel hatte, wurde der Grabser Behörde einen Monat später eingereicht. Nun hat der Gemeinderat Stellung genommen, wie in den aktuellen Ratsmitteilungen zu lesen ist. Darin wird auf das Thema eingegangen und gleichzeitig das politische Interesse sowie das grosse Engagement verdankt.

Gemeinderat will Erkenntnisse in Preisgestaltung einfliessen lassen

Der Petitionär und seine Unterstützer fordern bekanntlich, «den übermässigen, ungerechtfertigten Einheitstarif schnellstmöglich abzusenken oder das bisherige Modell mit Hochtarif/Niedertarif auf Preisbasis 2020 wieder einzuführen». Das 2021 in der Gemeinde eingeführte Strompreismodell wird als ungerecht empfunden, vor allem von Besitzern von Wärmepumpen.

In ihrer ausführlichen und detaillierten Antwort versichert die zuständige Behörde, dass sich die Betriebskommission der Technischen Betriebe Grabs und der Gemeinderat intensiv mit der Thematik der Stromtarife befassen würden. In einem ersten Schritt werde man eine Nachkalkulation der Tarife 2020 vornehmen und alle diese Erkenntnisse in die Preisgestaltung 2022 aufnehmen.

«Flache Argumente zu überrissenen Aufschlägen»

Wenig Freude an der Antwort des Gemeinderates hat Petitionär Peter Doebeli, welcher sich in einem Leserbrief in der Printausgabe des W&O dazu äussert: «Mit flachen Argumenten wird versucht, die überrissenen Aufschläge der letzten Jahre und den horrend teuren aktuellen Preis von 23 Rappen zu legitimieren.»

Petitionär Peter Doebeli zählt mit Blick in die Zukunft darauf, «dass auf nächstes Jahr ein zählbarer Abschlag realisiert wird».