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Grabs entscheidet Derby mit 4:0 für sich

Vaduz stand in der NLA-Begegnung gegen das Werdenberger Spitzenteam auf verlorenem Posten. Doch das klare Ergebnis täuscht darüber hinweg, dass sich in zehn der ersten zwölf Sätzen der Sieger mit dem Minimalvorsprung von zwei Punkten durchsetzte.
Robert Kucera
Bei seinem Debüt im Grabser Dress überzeugt Joel Makin (links) mit einem 3:0-Sieg über Jens Schoor. (Bild: Robert Kucera)

Bei seinem Debüt im Grabser Dress überzeugt Joel Makin (links) mit einem 3:0-Sieg über Jens Schoor. (Bild: Robert Kucera)

Mit Spannung wurde der erste Auftritt von Joel Makin im Dress des Squashclub Grabs erwartet. Doch bevor der angekündigte Höhepunkt anstand, wurden die Partien auf den Positionen zwei und vier ausgetragen. Diese waren, rückblickend gesehen, mehr als nur Appetithäppchen vor dem grossen Hauptgang. Rudi Rohrmüller und Davide Bianchetti lieferten sich ebenso ein enges Match wie im Court daneben Pasquale Ruzicka und Michel Haug.

Altmeister Bianchetti machte es dem Deutschen in Grabser Diensten schwer. Rohrmüller lag zwar meist in Front, doch ein Nachlassen lag zu keiner Zeit drin. Er sicherte sich in den entscheidenden Augenblicken der Partie die wichtigen Punkte. Beeindruckend war, wie er im dritten Satz aus einem 4:8 ein 10:8 machte und ein zweites Mal in diesem Match einen Satz knapp mit 11:9 gewann.

Verrücktes Spiel auf der vierten Position

Grabs führte mit 1:0, doch im Court daneben waren die Weichen auf Ausgleich gestellt. Haug führte 2:1 nach Sätzen und 7:0 im vierten Satz. Er spielte eine Spur präziser und schaffte es, Ruzicka innerhalb der Ballwechsel immer wieder in grosse Bedrängnis zu bringen. Der Grabser wirkte schon im dritten Satz müde, angeknockt, demoralisiert. «Mir ist wohl zu viel durch den Kopf gegangen. Ab dem 7:0 habe ich abgeschaltet und nur noch gespielt – auf einmal hat es funktioniert», sagt Ruzicka. Aus dem 7:0 wurde ein 7:8, später hatte Haug bei 10:9 aber dennoch Matchball, den er aber mit einem Anspielfehler vergeigte. Der Grabser seinerseits nutzte den ersten Satzball aus und beendete das Spiel exakt wie im 2. Satz: mit einem As zum 12:10.

Längst war allen Zuschauern klar, dass dieses Spiel auch im Entscheidungssatz keinen normalen Verlauf nehmen kann. Ruzicka machte zwar aus einem 3:3 ein 6:3 und zog sogar auf 9:5 davon. Mit fünf Punkten in Folge holte sich Haug den Vorteil aber zurück, vergab aber auch seinen zweiten Matchball. Auf der Gegenseite war Ruzicka kaltblütiger und verwertete den ersten Matchball. «Gewonnen hat jener Spieler, der seinen Schlägen mehr vertraut hat. Obwohl ich sagen muss, dass er eher verloren, als ich das Spiel gewonnen habe.»

«Bin sehr glücklich, dass ich gewonnen habe

Dann war die Reihe endlich an Joel Makin, der erstmals in der Schweizer Meisterschaft spielt. «Ich habe genossen, es war ein gutes Spiel», lässt er sich nach dem 3:0-Erfolg über Jens Schoor zitieren. Ein Sieg, der ihm aber keinesfalls in den Schoss gelegt wurde. «Ich bin sehr glücklich, dass ich gewonnen habe. Jens ist ein schwierig zu spielender Gegner und attackiert viel.» Nach einem mässigen Start steigerte sich Makin und versuchte mit präzisem Winkelspiel das Match aus Gegners Sicht schwieriger zu gestalten – was bestens gelang. Im dritten Satz wollte Schoor nicht mehr viel gelingen, seine Leistungskurve ging nach unten. Das 11:2, so kommentiert der Waliser, sei eine Folge der vorangehenden harten zwei Sätze. Sein Gegner, so hat er beobachtet, wurde müder. Bedingt auch dadurch, dass er 0:2 zurücklag. Für Joel Makin steht fest, dass die Entscheidung, in der NLA zu spielen, gut war. «Da gibt es die eine oder andere Herausforderung für mich. Ich muss definitiv auch kämpfen um den Sieg.»

Drei A-Ausländer aus der Not heraus spielen lassen

Dass Joel Makin erstmals für die Werdenberger antrat, obwohl mit Rudi Rohrmüller und Aqeel Rehman bereits zwei A-Ausländer im Einsatz standen, missfiel auf der anderen Seite des Rheins. «Spielt man nur noch gegen ausländische Spieler und Teams, die sich den Titel erkaufen wollen, kann dies auf die Motivation schlagen», findet Roger Baumann, Grabser in Vaduzer Diensten, klare Worte. Die 0:4-Niederlage kommentiert er deshalb wie folgt: «Wir sind mit zwei einheimischen Spielern angetreten. Da gibt es grundsätzlich nicht viel zu holen. Das Resultat wundert mich nicht, ich habe damit gerechnet.»

Der Grabser Teamcaptain Elisabeth Lamprecht hält dagegen: «Wir versuchen die Balance zwischen zwei einheimischen und zwei ausländischen Spielern zu halten. Heute war es nicht möglich, da Yannick und Luca Wilhelmi nicht da sind (Urlaub und Militär), ebenfalls standen David Heath und Simon Vaclahovsky nicht zur Verfügung. Darum mussten wir Spieler nehmen, die Zeit haben.» Ausserdem ist sie überzeugt, dass die anderen Vereine betreffend Einsatz von ausländischen Verstärkungen ähnliche Pläne verfolgen: «Ich rechne damit, dass sich noch das eine oder andere Team einen zusätzlichen guten Spieler suchen wird.» Auch Baumann kann sich gut vorstellen, dass Vaduz noch einen Topspieler verpflichtet.

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