Golf
Wichtige Erkenntnis für Mathias Eggenberger zum Saisonstart: Aggressiveres Spiel führt zum Erfolg

Der Golf-Profi mit Werdenberger Wurzeln, Mathias Eggenberger, erlebte zum Saisonauftakt in Süditalien Hochs und Tiefs.

Merken
Drucken
Teilen
Mathias Eggenberger ist der Saisonstart in Lecce geglückt.

Mathias Eggenberger ist der Saisonstart in Lecce geglückt.

Bild: Emanuel Stotzer/Swiss Golf

(pd) Die Winterpause war auch für die Golfprofessionals ungewöhnlich lang. Am 24. März ist die Saison der Alps Tour (third level tour) im süditalienischen Lecce gestartet. Mit dabei war auch der liechtensteinisch-schweizerische Doppelbürger mit Werdenberger Wurzeln, Mathias Eggenberger.

Dem Schaaner Golfprofi ist der Saisonstart geglückt. Im süditalienischen Lecce belegte er die Ränge 14 und 8. Vor allem die Finalrunde des zweiten Turniers lässt den 29-Jährigen positiv in die Zukunft blicken.

Sensationelles Spiel trotz heftigem Wind

Alles andere als einfach war indes der Start in die Saison: «In der ersten Runde hat es ‹brutal gewindet›. Ich habe angesichts dieser äusseren Umstände sensationell gespielt und kann mit einem Score von 2 unter Par für die erste Turnierrunde des Jahres wirklich zufrieden sein», erinnert sich Eggenberger.

In der Folge hatte der für den Golf Club Bad Ragaz spielende Werdenberger aber hart zu kämpfen. So begann er den Finaltag mit zwei Bogeys. Mit einem Birdie auf der dritten Bahn leitete er dann aber rasch die Wende ein und beendete die Runde mit 1 unter Part. «Das war soweit okay», so der Kommentar Eggenbergers.

Klare Steigerung in der Finalrunde

Nur gerade ein Tag lag zwischen dem Ende des ersten und dem Start des zweiten Saisonturniers, das auf dem gleichen Parcours gespielt wurde. Eggenberger hatte bereits bei der Auslosung der Startzeiten das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Die erste Runde nahm er am Nachmittag im Angriff, an einem relativ windstillen Tag kein Nachteil.

Am zweiten Tag musste der Schaaner dafür früh raus – «und das war eindeutig ein Vorteil, denn am Nachmittag kam sehr starker Wind auf». Doch Eggenberger konnte dieses Losglück nicht optimal nutzen. «Mein Spiel war an diesem Tag nicht solide.»

Die Reaktion des Sportlers dafür umso professioneller: «Ich habe mit meinem Coach Roberto Francioni die Runde genau analysiert und wir stellten fest, dass mein Ball nach dem Tee-Shot zu weit von der Fahne entfernt liegt.» Die Taktik für die Schlussrunde war somit klar: aggressiver vom Tee spielen.

So zückte Eggenberger nun häufiger den Driver, als in den fünf Runden zuvor. In dieser Finalrunde erarbeitete er sich denn auch eine Birdie-Chance um die andere. Der Playing Professional erklärt:

«Auf den ersten neun Löchern wollten die Putts nicht fallen, ich benötigte für diese neun Greens 16 Putts – und lochte auf der 16, meinem siebten Loch an diesem Tag, mit einem Chip-in zum Eagle ein.»

Auch auf den zweiten Neun blieb Mathias Eggenberger seinem aggressiven Spiel treu und wurde auf der letzten Bahn mit einem weiteren Eagle belohnt. Wie er ausführt, habe das aggressive Spiel vom Tee und die dadurch erarbeiteten Birdie-Chancen die 5-unter-par-Runde und damit einen Riesenschritt nach vorne erst möglich gemacht. «Ein sehr solider Start in die Saison. Auf dieser Basis kann ich aufbauen und bei den nächsten Turnieren wieder voll angreifen», so Eggenberger.