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Werdenberger Kulturschaffender Kuno Bont erhält den «Goldiga Törgga»

Der Kulturschaffende Kuno Bont wird von der Rheintaler Kulturstiftung für sein vielfältiges Wirken geehrt.
Thomas Schwizer
Für die Werdenberger Schloss-Festspiele 2018 wirkte Kuno Bont als Regisseur, künstlerischer Leiter und Direktor. Bild: Mareycke Frehner

Für die Werdenberger Schloss-Festspiele 2018 wirkte Kuno Bont als Regisseur, künstlerischer Leiter und Direktor. Bild: Mareycke Frehner

Der im Städtchen Werdenberg wohnhafte Autor, Regisseur und Theaterproduzent Kuno Bont wird von der Rheintaler Kulturstiftung mit dem «Goldiga Törgga» ausgezeichnet.

Der mit 15000 Franken dotierte «Goldiga Törgga» ist ein Anerkennungspreis «für ausserordentliche Leistungen von Rheintaler Kulturschaffenden oder Künstlerinnen und Künstlern mit Rheintaler Wurzeln», heisst es in einer Medienmitteilung vom Donnerstag. Er wird von der Rheintaler Kulturstiftung zum achten Mal vergeben und würdigt «die Nachhaltigkeit des Schaffens, die überregionale Ausstrahlung, Mut und Innovationskraft», heisst es weiter.

Ein Unterhalter mit einer ernsten Botschaft

Kuno Bont, der Preisträger 2019, wird «für seine langjährigen Verdienste um das Theater- und Filmschaffen und sein einzigartiges Wirken als Autor, Regisseur und Produzent von verschiedenen regionalen Musical-, Theater- und Kunstproduktionen geehrt». Er kombiniere Bühnenspiel, Spezialeffekte und Film gekonnt und löse damit die Grenzen der verschiedenen Medien und Genres auf.

Weiter heisst es in der Begründung für den Preis an Kuno Bont: «Er will unterhalten, aber nicht nur. Mit aufmerksamem, gesellschaftspolitisch wachem Auge gelingt es ihm immer wieder, auf Missstände aufmerksam zu machen. Dies setzt er sowohl filmisch als auch dramaturgisch gekonnt um, sei es in Dokumentar- und in Spielfilmen wie auch auf der Bühne.»

Beeindruckt zeigt sich Rheintaler Kulturstiftung zudem von seinem Engagement für junge Schauspieltalente. Er gründete 2016 die Theater Company 2.0, welche das Coaching und die Ausbildung von jungen Laienschauspieler/innen zum Ziel hat.

Der Oberrieter Filmemacher Kuno Bont dreht bei einer Alphütte in der Raffinen, Gams, seinen Ende 2014 erscheinenden Spielfilm "Das Deckelbad".

Der Oberrieter Filmemacher Kuno Bont dreht bei einer Alphütte in der Raffinen, Gams, seinen Ende 2014 erscheinenden Spielfilm "Das Deckelbad".

Ein bewegtes, facettenreiches Wirken

Der heute in Werdenberg lebende Kuno Bont wurde 1952 in Oberriet geboren, wo er auch heute noch sein Atelier hat. Schon als Kind hat es ihm die Super-8-Kamera seines Vaters angetan. Eigentlich wollte er Schauspieler werden, doch zuerst absolvierte er – auf Rat seines Vaters – eine Lehre bei der Gemeinde.

Später wurde Bont Gemeindepräsident in Rüthi, Journalist, Kantonsrat – und vor seinem Schritt in die filmische Selbstständigkeit Chefredaktor der Regionalzeitung «Werdenberger & Obertoggenburger».

2001 das erste grosse Filmprojekt verwirklicht

Die Kultur und der Film im Besonderen begleiteten ihn über all die Jahre. In die Filmbranche stieg er als Autodidakt ein, 2001 realisierte er in Koproduktion mit dem Schweizer Fernsehen sein erstes grosses Filmprojekt. Der Dokumentarfilm «Die Rheinholzer» brachte ihm Erfolg und grosse Anerkennung ein. 2004 gründete Bont seine Firma Tukan Film Productions Werdenberg GmbH. Es folgten zahlreiche Filmproduktionen und Theaterinszenierungen.

«Die Jungen sind mir wichtig»

«Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, vor allem weil sie aus meiner Heimat kommt», sagte Kuno Bont gestern Nachmittag auf Anfrage des W&O in einer ersten Reaktion. Er ist in Oberriet aufgewachsen und hat im Oberrheintal in verschiedenen Berufen gewirkt, bevor er ins Städtchen Werdenberg zog, wo er seit über 20 Jahren wohnt.
Er ist sehr dankbar für den «Goldiga Törgga» und wertet ihn als Anerkennung für seine Arbeit. Kuno Bont zeigt sich bescheiden und betont, dass in die Projekte, die er realisiert hat, sehr viele Leute involviert waren. «Sie haben am Zustandekommen mindestens einen so grossen Verdienst wie ich», bedankt er sich bei ihnen. Bei fast all seinen Projekten war allerdings er selbst Initiant und treibende Kraft. Sein Netzwerk sei über viele Jahre entstanden und wertvoll, sagt der nun erneut Ausgezeichnete dazu.

Er habe selbst viel Freude daran, immer wieder etwas Neues zu machen, sagt Kuno Bont weiter. In den letzten Jahren ist bei ihm die Förderung junger Leute immer stärker in den Vordergrund gerückt. Das sei ihm wichtig, betont der Kulturschaffende. «Denn die Jungen pflegen Vieles weiter, das ich angefangen habe. So bleibt es erhalten und ist kein einmaliges Erlebnis», freut sich Bont.

Er hat zwar inzwischen das Pensionsalter überschritten, lässt aber keine Zweifel daran aufkommen, dass er in der Region Rheintal-Werdenberg weiterhin etwas bewegen und Neues auf die Beine stellen wird.

Preisverleihung am 8. November

Am 8. November um 18 Uhr erfolgt die öffentliche Übergabe der Rheintaler Kulturpreise im Kinotheater Madlen, Heerbrugg. Dann wird auch der aus Widnau stammende Autor und Theaterregisseur Philippe Heule geehrt.

Hinweis
Anmeldungen zur Preisverleihung bis 1. November an info@ rheintalerkulturstiftung.ch oder Telefon 0717229552. Platzzahl begrenzt.

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