Filmcrew fing beim Grabser Lukashaus grosse Glücksmomente für die SRF-Sendung «Happy Day» ein

Eine Filmcrew drehte für die SRF1-Sendung «Happy Day» beim Lukashaus in Grabs überraschende Begegnungen. Mit dabei war auch Moderatorin Kiki Maeder.

Hanspeter Thurnherr
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Im Fokus von Kamera und Mikrofon: Kiki Maeder im Gespräch mit einem Bewohner vor dem Container.

Im Fokus von Kamera und Mikrofon: Kiki Maeder im Gespräch mit einem Bewohner vor dem Container.

Bilder: Hanspeter Thurnherr

Die Zuschauer der Fernsehsendung «Happy Day» werden die Emotionen erst am Samstag, 2. Mai, erleben können. Doch für einige Bewohnerinnen und Bewohner des Lukashauses sowie ihre Angehörigen war bereits am vergangenen Samstag «Happy Day».

Die grosse Überraschung steht Danilo ins Gesicht geschrieben.

Die grosse Überraschung steht Danilo ins Gesicht geschrieben.

Im Auftrag des Schweizer Fernsehens SRF drehte die Produktionsfirma John Allen AG aus Schlieren beim Lukashaus Szenen für die kommende Sendung. Dabei haben sich die Macher von «Happy Day» eine besondere Wunscherfüllung einfallen lassen. Denn viele Bewohner von Altersheimen und Heimen für Menschen mit Behinderungen sowie Spitälern müssen wegen des Coronavirus wochenlang auf Besuche von oder bei ihren engsten Angehörigen verzichten. Deshalb entschloss sich «Happy Day», einige Familien unter ganz besonderen Umständen wieder zusammenzubringen.

Durch eine Glasscheibe getrennt

Dazu fuhren sie einen Wohncontainer auf einem Lastwagen-Anhänger zu sieben Heimen und Spitälern und richteten dort jeweils eine «Happy-Day-Stube» ein – einen gesicherten Raum, in der Mitte mit einer Glasscheibe getrennt und mit zwei separaten Eingängen erschlossen. Mikrofone und Lautsprecher ermöglichten die Unterhaltung zwischen den zwei Teilen. Gedreht wurde drinnen mit festinstallierten Kameras, damit die Filmcrew den Raum nicht betreten musste. Nach jedem Treffen wurde der Raum wieder desinfiziert.

Heimelig eingerichtet: Blick in die «Happy Day-Stube» im Container. Hier konnten sich Bewohner und Angehörige unterhalten.

Heimelig eingerichtet: Blick in die «Happy Day-Stube» im Container. Hier konnten sich Bewohner und Angehörige unterhalten.

«Ein bisschen Lebensglück schaffen»

Für das Lukashaus organisierte Betreuer Christoph Peter die Vorbereitungen mit SRF sowie den Angehörigen und Bewohnern:

«Wir wurden von SRF kurzfristig angefragt. Wir waren gerne bereit, es zu ermöglichen und so den Bewohnern, die ihre Angehörigen vermissen, ein bisschen Lebensglück zu schaffen.»
Auch Angehörige wurden interviewt.

Auch Angehörige wurden interviewt.

Christoph Peter musste dabei abwägen, für welche Bewohner eine solche Begegnung sinnvoll wäre. Denn es sollten keine falschen Hoffnungen geweckt werden: «Die Bewohner sehen ihre Angehörigen, können sie aber nicht in den Arm nehmen. Ausserdem könnten Einzelne den Besuch falsch interpretieren und glauben, sie würden für einen Besuch zu Hause abgeholt.» Zudem mussten auch die Angehörigen fürs Mitmachen bereit sein und organisiert werden.

Bewohner wussten nichts von der Begegnung

Kiki Maeder und Röbi Koller moderieren die SRF-Sendung «Happy Day».

Kiki Maeder und Röbi Koller moderieren die SRF-Sendung «Happy Day».

SRF/Miriam Künzli

Letztlich kamen 13 Lukashaus-Bewohner in den Genuss von rund 20-minütigen Gesprächen mit ihren Liebsten. Zusätzlich führte die Filmcrew auch Interviews mit den Angehörigen der Bewohner.

Kiki Maeder als Moderatorin und Jeanine Stadelmann als Produzentin führten mit viel Einfühlungsvermögen durch die Dreharbeiten. Kiki Maeder erzählt:

«Wir erlebten viele berührende Szenen. Denn die Bewohner wussten zuvor nichts, entsprechend gross war jeweils die Überraschung.»

Kiki Maeder ist zusammen mit Röbi Koller das Gesicht von «Happy Day».

Man darf gespannt sein, welche Emotionen die Filmcrew in Grabs mit ihren Kameras einfangen konnte.

Die «Happy Day»-Sendung wird am Samstag, 2. Mai, um 20.10 Uhr auf SRF1 ausgestrahlt.