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Glocke aus dem Jahr 1694 vor Abbruch gerettet

Mit dem offiziellen Start der Wohnüberbauung «Glocke am Mühlbach» erhielt die politische Gemeinde Grabs von der Bauherrschaft das im Jahre 1694 gegossene Glöcklein samt Dachreiter.
Hansruedi Rohrer
Tochter Dorine und Vater Marco Steiner von der Bauherrschaft überreichen dem Grabser Gemeindepräsidenten Niklaus Lippuner (rechts) stolz das historische Glöcklein samt Dachreiter. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Tochter Dorine und Vater Marco Steiner von der Bauherrschaft überreichen dem Grabser Gemeindepräsidenten Niklaus Lippuner (rechts) stolz das historische Glöcklein samt Dachreiter. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Die Bauherrschaft Steineco AG in Chur realisiert anstelle des ehemaligen Gasthauses Glocke eine Wohnüberbauung mit drei Mehrfamilienhäusern. Mit dem Spatenstich erfolgte am Dienstagnachmittag ein besonderer Akt: Die Glocke samt Dachreiter, welche bis vor einigen Jahren das Gasthaus Glocke schmückte, wurde der Gemeinde Grabs geschenkt.

Marco Steiner von der Bauherrschaft erwähnte, dass man vor vier Jahren das Grundstück samt Glocke erwerben konnte. Nach anfänglicher Skepsis von Heimatschutz und Nachbarschaft – es war ein Haus mit historischer Bedeutung – habe man eine gute Lösung finden können. Marco Steiner war sich bewusst, dass so eine Überbauung auch ein einschneidendes und bleibendes Ereignis ist. «Ich glaube aber an eine gute und schöne Lösung. In 15 Monaten kann das dann jeder selber beurteilen.»

Glocke soll einen Platz am Neubau finden

Gemeindepräsident Niklaus Lippuner freute sich am «Geschenk» und dass die Glocke samt Dachreiter erhalten bleibt. Die politische Gemeinde werde sie zwischenlagern. Ziel soll nämlich sein, das historische Glöcklein wieder in der Überbauung «Glocke» an geeigneter Stelle zu platzieren. «Denn hier gehört sie hin, und wir sind zuversichtlich, dass dies gelingen wird», sagte Niklaus Lippuner. Natürlich sei es schade, wenn derartige Gebäude, wie das Restaurant Glocke eines war, abgebrochen werden, meinte er weiter. Aber die «Glocke» sei seit vielen Jahren nicht mehr in Betrieb gewesen.

Mit dem Abbruch verschwinde zwar etwas aus Grabs, doch mit dem Glöcklein und dem Dachreiter bleibe ein Stück Geschichte weiter erhalten, sagte Niklaus Lippuner. Dorine und Marco Steiner von der Bauherrschaft hätten aber sofort zugesagt, das Glöcklein zu «retten». So wird der kleine bronzene und funktionierende Zeuge aus alter Zeit die Erinnerung an damals wachhalten.

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