Glasfasernetz, Tempo-30-Zonen und «Chez Fritz» beschäftigen Buchs

Am Dienstagabend folgten rund 30 Personen der Einladung des Stadtrates zum «Forum Buchs» in der «Gass». Mitglieder des Stadtrates beantworteten Fragen aus der Bevölkerung zu verschiedenen Themen.

Corinne Hanselmann
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Stadtpräsident Daniel Gut (Mitte) und die Stadträte standen der Bevölkerung Rede und Antwort. (Bild: Corinne Hanselmann)

Stadtpräsident Daniel Gut (Mitte) und die Stadträte standen der Bevölkerung Rede und Antwort. (Bild: Corinne Hanselmann)

«Wir vermieten, aber verkaufen nicht», sagte Stadtpräsident Daniel Gut auf die Frage eines Buchsers, wann das Glasfasernetz für Drittanbieter geöffnet werde.

«Für die Miete einer der vier Fasern haben die Mitbewerber bisher kein Interesse gezeigt.»

«Die Swisscom möchte eine Faser kaufen, aber wir geben im Moment keine Faser her», so Daniel Gut.

Nur Teerflächen beim Räfiser Schulhaus?

Ein anderer Einwohner interessierte sich für die Umgebungsgestaltung des bald fertig gebauten Räfiser Schulhauses. «Rundherum sehe ich eigentlich nur Teerflächen und keine Grünflächen. Wieso das?» Die Teerflächen würden an heissen Tagen viel Hitze abgeben. In der Turnhalle sei jeweils eine brütige Hitze, Nottüren oder Fenster öffnen zum Lüften könne man ja nicht, ergänzte er. Das sei in der Baukommissions-Sitzung gerade ein Thema gewesen, sagte Schulpräsidentin Katrin Frick daraufhin. «Wir werden grüne Flächen haben, es gibt eine Spielwiese und einen Spielplatz – wenn auch nicht gerade in ‹Kappeli›-Grösse.»

«Uns ist es bewusst, dass Grünflächen sehr wichtig sind. Es werden auch rund 20 Bäume gepflanzt.»

Es brauche aber auch befestigte Teerfläche, etwa für die Anlieferung der Mittagessen für die Kindertagesstätte. Einen festen Boden brauche es auch für Ballspiele und ähnliches, damit die Kinder auch bei nassem Wetter spielen können. Weiter gebe es eine Fläche mit Schotterrasen, also befestigt, aber trotzdem grün.

«In Zentrumsnähe muss man sich mit Lärm abfinden»

«Der Lärm, der in Buchs wahnsinnig zugenommen hat, macht mir zu schaffen. Und ich weiss, dass ich damit nicht alleine bin», stellte ein Bürger fest, der im Gebiet Kappeli wohnt. Er sprach von BMW und Audis, die mit lautem Auspuff zu jeder Tages- und Nachzeit herumfahren. Das passe nicht zum Motto «lebenswertes Buchs». «Ich finde, der Lärm sollte reduziert werden. Ich wäre froh, wenn das Tempo 30 beim ‹Kappeli› möglichst schnell kommt.» Zudem höre man häufig laute Musik und Basstöne vom Zentrum her. Der Stadtpräsident gab zu bedenken, dass die Nachtruhe erst um 22 Uhr beginnt. «Wenn man im Zentrum wohnt, muss man sich damit einfach abfinden.»

Zur Umsetzung von Tempo 30 sagte Stadtrat Jules Strub, dass dies in der ganzen Stadt geplant sei und etappenweise umgesetzt werde. Die nächsten Gebiete seien Birkenau, dann Burgerau und Kappeli. Wann dies genau sei, könne er nicht sagen.

Der Wille seitens der Chez-Fritz-Grundeigentümer und Investoren ist intakt

Auch die Frage, wie es beim Areal «Chez Fritz» weitergeht, tauchte auf. Der Wille seitens der Grundeigentümer und Investoren sei nach wie vor da. Das Genehmigungsverfahren laufe, der Ball liege derzeit beim Kanton. Das sagten der Leiter Bau und Infrastruktur, Beat Wildhaber, und Daniel Gut.