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Geschichten, Märchen und Gesang in der Burg Wartau

Die Gäste der Schlossmediale machten am Dienstagabend einen Abstecher in sagenumwobene Gefilde. This Isler erzählte schon im Bus, auf dem Weg zur Burg Wartau, Geschichten aus vergangenen Zeiten.
Heidy Beyeler
Märchenerzählerin Carlina Capiaghi in ihrem Element. (Bilder: Heidy Beyeler)Märchenerzählerin Carlina Capiaghi in ihrem Element. (Bilder: Heidy Beyeler)
Die Sagenerzählerin (Christin Zogg) wiederspricht aufmüpfig den Ausführungen von This Isler.Die Sagenerzählerin (Christin Zogg) wiederspricht aufmüpfig den Ausführungen von This Isler.
Ein Lied der Vocal-Band bei der Ankunft auf der Burg.Ein Lied der Vocal-Band bei der Ankunft auf der Burg.
Auf dem Weg zur Burg hören die Gäste den Ausführungen von This Isler aufmerksam zu.Auf dem Weg zur Burg hören die Gäste den Ausführungen von This Isler aufmerksam zu.
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Geschichten, Märchen und Gesang

Die Teilnehmenden des abendlichen Ausflugs erlebten eine Freiluft-Inszenierung, gespickt mit Geschichten, Märchen, Sagen, alte Mythen und Gesang. Dafür sorgten This Isler (Idee, Konzept und Führung), Caroline Capiaghi (Märchenerzählerin), Christina Zogg (Sagenerzählerin) und die Vocal-Band mit Christian Büchel (Bariton), Raymund Disler (Tenor) Wolfgang Hödel (Bass) und Alois Wille (Tenor). Und der Wettergott hat es gut gemeint und hielt den Regen lange genug zurück, sodass die Besucher mehr oder weniger trockenen Fusses davonkamen.

Geschichten zur Burg Wartau gibt es viele. Schon auf der Fahrt zur Ruine sprach This Isler von möglichen «Goldgruben». Teils sind es Annahmen oder Interpretationen, die etwas über die möglichen Besitzer aussagen. Auf dem Weg zum Burghügel erfuhren die Besucher dann Einiges über die Vergangenheit der Burg. Aber, es gibt von den Anfängen des Zeitzeugen nichts Schriftliches über die Erbauer und ersten Besitzer. Anhand von Untersuchungen wird angenommen, dass das Gebäude etwa im Jahr 1225 erbaut wurde.

Burg verkauft zur Vorsorge der Burgherrin

Da und dort schmunzelte This Isler, wenn er Episödchen aus vergangenen Zeiten zum Besten gab, zum Beispiel über Konkurse und Pfändungen der Burgherren. Die Burg wurde auch schon mal verkauft zur Vorsorge der Burgherrin.

Der Ochsenberg, neben der Burg Wartau gelegen, hat eine spannende Ur- und Frühgeschichte. Älteste Siedlungsspuren sollen in die Zeit um 7000 vor Christus gehören. Es gab viele Funde am und um den Ochsenberg, die besagen, dass schon im Frühmittelalter eine vornehme Schicht ansässig war. Es gab damals eine stark gegliederte Gesellschaft, die unterteilt wurde in: Freie, Unfreie und Sklaven, wie This Isler zu berichten wusste.

Konzertsaal unter freiem Himmel

Beim Aufstieg zur Burg kamen die einen oder anderen ganz schön ins Schnaufen. Dafür gab es – oben angekommen – einen Becher Wasser oder einen Becher mit Wartauer Weisswein zur Erfrischung, bevor die Gäste in den «Konzertsaal» geführt wurden. Im dachlosen Turmhaus haben die Organisatoren unter freiem Himmel Stühle für alle bereitgestellt.

«Den Boden haben wir noch geputzt mit dem Staubsauger, der auch Wasser aufnimmt, weil der Boden vorher durch heftige Regenschauer in eine einzige Wasserlache umgewandelt wurde.»

Das erklärte This Isler, der froh war, dass die Gäste nicht durch Pfützen schreiten mussten.

«Das Innere der Burg gibt der Kulisse Raum für alte Mythen und Märchen, die vom Fluch und Segen, vom Glück und Unglück erzählen und Gold über die Menschen bringen könn(t)en» schreibt This Isler in der kleinen Broschüre «Das goldene Kegelspiel», die den Besuchern ausgehändigt wurde. Und da war auch die sagenhafte Frau (Christina Zogg), die ständig die Ausführungen von Isler anzweifelte, weil sie augenscheinlich die Geschichten besser kennt. Märchen rund ums Gold waren von Caroline Capiaghi in ihrer besonderen Art des Erzählens zu hören. All diese schönen Geschichten wurden von The Vocal Band mit vielen Liedern angereichert. Die vier Männerstimmen erzählten auf ihre Weise vom sonderbaren Glanz des Goldes, von der magischen Anziehungskraft und der gefährlichen Blendung, die vom Edelmetall Gold ausstrahlt.

Im Schein der Fackeln nach Gretschins

Eine schöne Überraschung gab es nach den Aufführungen im Burginnern, als den Gästen zum Abschluss draussen am Feuer Häppchen von geräucherten Wartauer Forellen angeboten wurden, bevor die Leute in der dunklen Nacht mit Fackeln den Abstieg nach Gretschins unter die Füsse nahmen. «Das war ein ganz schöner Abend», meinte eine Teilnehmerin, die langsam die Treppen hinunterstieg. Erst beim Marsch vom St. Martinshügel hinab nach Gretschins kurz vor 23 Uhr fing es sachte an zu Tröpfeln.

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