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Georges Lüchinger - ein Macher an der Wiga-Front

Der Montlinger Georges Lüchinger ist zusammen mit dem Liechtensteiner Leone Ming verantwortlich für die derzeit laufende Wiga in Buchs. Als Macher mit viel Esprit freut er sich über Herausforderungen.
Adi Lippuner
Ist vom Produkt einer Regionalmesse überzeugt: Co-Messeleiter Georges Lüchinger identifiziert sich mit der Wiga. (Bild: Urs Bucher)

Ist vom Produkt einer Regionalmesse überzeugt: Co-Messeleiter Georges Lüchinger identifiziert sich mit der Wiga. (Bild: Urs Bucher)

Die drei neuen Eigentümer Hansjörg Lutzi, Hardy Rothenberger und Harry Müntener, sowie die Werdenberger Wirtschaftsorganisation WWO mit sechs Gewerbevereinen der Region sind für Wiga-Messeleiter Georges Lüchinger gute Gründe, um sich für die Realisierung der regionalen Messe tüchtig ins Zeug zu legen. «Einerseits haben sich mein Geschäftspartner Leone Ming – wir betreiben zusammen die Liact AG – und ich sehr über die Anfrage gefreut, andererseits war es von Anfang an eine Herausforderung. Es galt, in relativ kurzer Zeit eine Messe in einer stattlichen Grösse auf die Beine zu stellen.»

«Es ist eine grosse Freude, mit so engagierten Menschen zu arbeiten. Das Feuer hat von Beginn weg alle ergriffen und lodert auch jetzt, also mitten in der Wiga noch»

Doch Georges Lüchinger liebt Herausforderungen. Sein Credo «hüte dich vor dem Entscheid, zu dem du nicht lächeln kannst» (in Anlehnung an eine Aussage von Heinrich von Stein), fügt sich nahtlos in diese Aufgabe ein. «Es ist eine grosse Freude, mit so engagierten Menschen zu arbeiten und das Feuer, gemeinsam eine tolle Ausstellung zu realisieren, hat von Beginn weg alle ergriffen und lodert auch jetzt, also mitten in der Wiga noch.» Dank seiner Erfahrungen, er war damals noch mit Günther Wohlwend für die Kommunikation bei der Liechtensteiner Messe Lihga zuständig und auch bei der Regionalausstellung Rhema in Altstätten involviert, «bin ich vom Produkt einer Regionalmesse zutiefst überzeugt».

Eine privilegierte Situation

Rund zwei Drittel der Ausstellungsfläche wird von den sechs Gewerbevereinen der Region Werdenberg genutzt. «So haben wir für diese Fläche nur sechs Ansprechpartner. Dies hat geholfen, die kurze Zeit, die für die Umsetzung blieb, effizient zu nutzen. Geht es um die leidvolle Geschichte, welche sich rund um die Wiga abspielte und erst mit dem Engagement von Georges Lüchinger und Leone Ming endete, schweigt der Kommunikationsprofi.

Die Kommunikation ist zentral: Eine Regionalmesse bedeutet Teamwork. (Bild: Urs Bucher)

Die Kommunikation ist zentral: Eine Regionalmesse bedeutet Teamwork. (Bild: Urs Bucher)

«Unsere Aufgabe war es, mit den starken Gewerbegruppen und den weiteren Ausstellern eine interessante Wiga zu gestalten. Dass wir im gesamten Umfeld auf so viel Goodwill gestossen sind, erleichterte diese Herausforderung.» Und so wünscht sich Georges Lüchinger, dass am 14. September, dem Abschlusstag der Jubiläums-Wiga, alle Aussteller und Macher gemeinsam beim Umtrunk versammelt sein werden und auf eine rundum gelungene Zeit zurückblicken können. «Auf dieses Ziel hin haben wir stets mit voller Überzeugung gearbeitet.»

Das Elternhaus war prägend

Am Barbaratag im Jahr 1965 kam Georges Lüchinger in Montlingen zur Welt. «Ich wurde in eine Drei-Generationen-Familie hinein geboren. Nebst meinen Eltern und Geschwistern lebten auch der Grossvater und ein behinderter Bruder meines Vaters unter dem gleichen Dach. So lernte ich früh, innerhalb der Gemeinschaft Rücksicht aufeinander zu nehmen, durfte mich in der Familie aber auch geborgen fühlen.» Geht es um Werte, kommt dem Montlinger eine Aussage seines Grossvaters in den Sinn: «Ä Guets git wieder ä Guets.» «Dies bekam ich oft zu hören.»

Sein Grossvater habe zu einer Generation gehört, die nicht mit Reichtümern gesegnet war, «aber die Menschen begegneten sich mit Respekt und ‹Danke› und ‹Bitte› gehören auch heute noch zu meinem damals erlernten Wortschatz». Auch Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und das Einhalten von Vereinbarungen seien Grundlagen, die er in der Jugend erlernte und heute schätzt.

"Danke und Bitte gehören auch heute noch zu meinem damals erlernten Wortschatz".

«Wir waren eine Rheinholzer-Familie und auch das sehe ich als Lebensschule. Wenn der Rhein kam, was so viel bedeutet, wie der Fluss führt Hochwasser, begab sich die Familie an ihren angestammten Platz am Rhein und holte, in genau abgestimmter Zusammenarbeit das Holz aus den Fluten. Mit diesem Holz wurde unser Kachelofen eingeheizt. Besonders Stolz waren wir, wenn wir möglichst viele ‹Bändli›, das waren, nach den ‹Müsele› und ‹Migla› die grössten Stücke, einholen konnten.»

Sport und Kultur auf dem Radar

Als junger Bursche engagierte sich Georges Lüchinger im Fussballclub. «Sport bedeutete mir schon damals sehr viel und das ist bis heute so geblieben. Weil ich meinen Wunsch, die Schauspielschule zu besuchen, nicht umsetzten konnte, hiess es, einen Beruf zu erlernen. Ich fand bei der Firma Kolb in Oberriet eine Möglichkeit.» Dabei sei nicht der Beruf des Mechanikers im Mittelpunkt gestanden, sondern weil elf seiner Fussballkollegen dort beschäftigt waren. «Das soziale Umfeld hat schon damals eine grosse Rolle gespielt und auch heute finde ich es wichtig, gute Freunde und Kameraden zu haben.» Oder anders ausgedrückt: «Zeig mir, mit wem du deine Zeit verbringst und ich sage dir, wer du bist.»

Alles im Griff: Georges Lüchinger und Harry Müntener. (Bild: Urs Bucher)

Alles im Griff: Georges Lüchinger und Harry Müntener. (Bild: Urs Bucher)

«Ich versuche, unseren Kindern meine Werte weiterzugeben und bin überzeugt, dass etwas Gutes entstehen kann.»

Nebst dem Sport gefiel es dem jungen Rheintaler auch in der Jugendmusik, «das war sozusagen die dörfliche Kultur, als Ergänzung zum Fussball,» blickt Georges Lüchinger zurück. Dass er nach der Rekrutenschule neue berufliche Wege ging und sich über eine kaufmännische Abendschule und seiner Tätigkeit im Bereich Personalvermittlung bis zum Lokalradio und später zum Radio-Sportchef in St. Gallen hocharbeitete, ist die Kurzversion des beruflichen Werdegangs. Mit dem Sprung in die Selbständigkeit und den Knüpfen wertvoller Netzwerke legte der Kommunikations- und Motivationsfachmann den Grundstein für seine heutige Tätigkeit.

Amt als Speaker beim HC Davos

Georges Lüchinger ist in der glücklichen Lage, dass er täglich Aufgaben ausführen darf, die er gerne tut. Dazu gehört auch das Engagement beim Hockeyclub Davos, dort amtet er als Speaker in der Eishalle. Die gleiche Aufgabe übernimmt er bei der Tour de Suisse. «Ich unterhalte gerne Menschen und bin überzeugt, dass wir alle vom ersten bis zum letzten Atemzug kommunizieren und ständig lernen», sagt er bescheiden.

Auch privat hat der gebürtige Rheintaler sein Glück gefunden. Seit 1998 ist er mit der Ruggellerin Claudine verheiratet. «Wir haben uns auf dem Fussballplatz kennen gelernt,» wird mit fröhlichem Lachen erklärt. Zur Familie gehören die im Jahr 2000 geborene Tochter Julia und der zwei Jahre jüngere Sohn Simon. «Ich versuche, unseren Kindern meine Werte weiterzugeben und bin überzeugt, dass mit guten Grundzutaten auch etwas Gutes entstehen kann.»

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