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Guter Alpsommer in der W&O-Region: Genug Regen, Gras und guter Käse

Einige Älpler im Obertoggenburg mussten ohne Stall oder mit Provisorien auskommen. Alles in allem war 2019 ein guter Alpsommer.
Ursula Wegstein
Die Tiere sind bereits auf tieferen Weiden angekommen. Bis Ende der Woche kommen die letzten zurück ins Tal.Bild: Urs Flüeler/Keystone

Die Tiere sind bereits auf tieferen Weiden angekommen. Bis Ende der Woche kommen die letzten zurück ins Tal.Bild: Urs Flüeler/Keystone

Der vergangene Sommer sei in den Regionen Werdenberg und Obertoggenburg eine gute Alpsaison gewesen, bilanzieren die Verantwortlichen der Fachstelle Alpwirtschaft am Landwirtschaftlichen Zentrum Salez (LZSG), Markus Hobi und Marco Bolt, auf Anfrage unisono. Es sei ein normaler Alpsommer gewesen, wie man ihn kenne.

Gemäss dem Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verband (SAV) verbringt ein Drittel des Schweizer Rindviehbestandes den Sommer auf der Alp. Warum eigentlich? «Damit man das Heu im Tal für den Winter aufbewahren kann», so die Antwort eines Bauern.

Verspäteter Alpauftrieb, normaler Alpabtrieb

Allerdings hätten einige Älpler wegen der späten Schneefälle und des strengen Winters im Frühjahr um ein paar Tage oder eine Woche verspätet in die Saison starten müssen, sagt Hobi. In den höheren Lagen sei der Schnee erst Ende Juli/Anfang August geschmolzen, so Bolt, sodass dort weniger Gras zur Verfügung stand. Dafür sei das Gras in tieferen Lagen sehr gut gewachsen.

«Ein normaler Alpsommer dauert in der Regel rund 100 Tage», sagt Bolt. Auf den späten Alpauftrieb folgte dennoch ein normaler Alpabtrieb – das Ende der Alpsaison habe sich durch den verspäteten Start jedenfalls nicht entsprechend nach hinten verschoben, da das Futter gegen Ende der Saison grossteils aufgebraucht gewesen sei, sagt Hobi weiter. Manche Tiere seien bereits auf den Voralpen angekommen. Bis Samstag kämen die letzten Tiere wieder zurück ins Tal.

Herausforderungen im Obertoggenburg

Da Lawinenabgänge des vergangenen Winters den einen oder anderen Stall zerstört hatten, war mancher Älpler im Obertoggenburg im Sommer in baulicher Hinsicht herausgefordert: Einige mussten ohne Stall auskommen, oder sich mit einem Provisorium behelfen, sagt Hobi. Der eine oder andere Alpbauer habe den Stall allerdings inzwischen bereits erneuern können.

Trockenheitsprobleme gab es diesen Sommer keine. Trotz mehrerer Hitzetage habe es immer wieder ausreichend geregnet. Gewisse Alpen hätten die Trockenperiode zwar schon deutlich gespürt. «Das war aber kein Vergleich zum letzten Jahr», sagt Marco Bolt.

Milchmenge im durchschnittlichen Rahmen

Die Milchmenge bewege sich im durchschnittlichen Rahmen, die Alpkäsequalität soll insgesamt sehr gut sein – dafür spielten auch die Temperatur im Käsekeller eine Rolle, wie Marco Bolt weiter sagt.

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