Gemeinsames Singen verbindet die jüngeren und die älteren Kinder

Rund 110 Kinder trugen gestern Vormittag und Abend beim Offenen Singen in der Turnhalle Hanfland Weihnachtslieder vor. Der Anlass gehörte zum Projekt Räbeliechtli, Licht und Feuer, das bereits seit August läuft.

Corinne Hanselmann
Drucken
Teilen
Die Kinder vom 2. Kindergarten bis zur 3. Klasse sangen gemeinsam Weihnachtslieder.(Bilder: Corinne Hanselmann)

Die Kinder vom 2. Kindergarten bis zur 3. Klasse sangen gemeinsam Weihnachtslieder.(Bilder: Corinne Hanselmann)

Für einmal standen in der Turnhalle keine Trampoline, Stufenbarren und sonstigen Turngeräte, sondern eine grosse schwarze Wand sowie zahlreiche Sitzgelegenheiten. Dutzende gebastelte Sterne und Laternen verliehen dem Raum weihnachtliches Ambiente. Rund 110 Kinder, vom 2. Kindergarten bis zur 3. Klasse, marschierten ein und sangen Weihnachtslieder wie «We Wish You A Merry Christmas», «Stille Nacht» oder «Zimetschtern han i gern» sowie auch das südafrikanisches Lied «Hambani khale». Je nach Melodie sangen auch die Besucher mit.

Zuvor hatten die Drittklässler auf Flöten bereits zwei Lieder vorgetragen, die sie mit ihrer Lehrerin Vroni Schmidlin im Musikunterricht einstudiert hatten. Auch das Vorlesen der Weihnachtsgeschichte gehörte zum Programm des Offenen Singens.

Räben schnitzen, basteln und Geschichten erleben

Das Projekt Räbeliechtli, Licht und Feuer läuft bereits seit dem vergangenen Sommer, wie Désirée Oehninger erklärt. Sie ist Lehrerin im Schulhaus Hanfland und bildet zusammen mit Elisabeth Eggenberger und Manuela Graf das Projektteam. Mit dabei waren rund 150 Kinder vom 1. Kindergarten bis zur 3. Klasse, wobei die Kleinsten beim Offenen Singen zuhören durften statt mitzumachen. «Mit dem Projekt soll das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und Kindergarten und Schule verbunden werden», so Oehninger. Zudem bringt es den Kindern einige Bräuche näher.

Die Drittklässler trugen auf der Flöte zwei Stücke vor.

Die Drittklässler trugen auf der Flöte zwei Stücke vor.

Im August wurden im Schulgarten Räben gepflanzt. Im November erlebten und spielten die Kinder die Geschichte «Sofie und ihr Räbeliechtli» und schnitzen Räben für den Umzug durchs Hanflandquartier. Die Eltern hörten die Lieder der Kinder und durften selbergekochte Räbensuppe kosten, während sie den schönen Räbeliechtli-Umzug bestaunten. Ende November bastelten alle Kinder in altersdurchmischten Gruppen Laternen, die nun in der Turnhalle als Dekoration zum Einsatz kamen.

Die Kinder geniessen das Arbeiten in gemischten Gruppen, ist Oehninger überzeugt. «Es kostet die Jüngeren zwar immer auch etwas Überwindung, mit den Grösseren zusammen etwas zu machen, in eine neue Gruppe und zu einer neuen Lehrperson zu gehen. Aber es entstehen dadurch auch neue Freundschaften und ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl.»

Schon seit vielen Jahren treffen sich jeweils am Montagmorgen in der Eingangshalle des Schulhauses die Kinder vom Kindergarten und der Unterstufe zum «Mäntigssinge» unter der Leitung von Elisabeth Eggenberger. Daran konnten die Kinder nun für das Offene Singen anknüpfen. Am kommenden Montag findet das Projekt mit einem Feuer auf dem Schulhausplatz seinen Abschluss.