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Gemeindepräsidentenwahl in Sennwald: Neu sind nur «Offizielle» auf dem Podium vom 23.September

Die Findungskommission für das Gemeindepräsidium will mit neuen Spielregeln ein Durcheinander vermeiden. Nun wird nur noch für das Wahlpodium eingeladen, wer sich bei ihr bewirbt. Das würde Markus Inhelder betreffen, der frühzeitig am 11.April seine Kandidatur erklärt hat. Er zeigt sich von der neuen Regelung überrascht, akzeptiert sie aber und wird seine Unterlagen bei der Kommission einreichen.
Thomas Schwizer
Am 17. November wird in Sennwald entschieden, wer ab Juli 2020 das Zepter im Rathaus übernimmt. (Bild: Corinne Hanselmann)

Am 17. November wird in Sennwald entschieden, wer ab Juli 2020 das Zepter im Rathaus übernimmt. (Bild: Corinne Hanselmann)

Fast einen Monat, nachdem Markus Inhelder seine Kandidatur für das Sennwalder Gemeindepräsidium bekannt gegeben hat, passt die Findungskommission die Spielregeln für ihr Wahlpodium vom 23.September an.

Auf Anfrage des W&O hat sie am 10. April mitgeteilt, es würden alle Kandidierenden zu diesem Anlass eingeladen. Teilnehmen dürfen nun neu aber doch nur jene, die von der Kommission vorgeschlagen werden. Offensichtlich wurde die Findungskommission durch Inhelders frühzeitige Kandidatur überrascht, bevor sie ihre Regeln bekannt gegeben hatte.

Sie hat nun, knapp einen Monat, nachdem er seine Kandidatur bekanntgegeben hat, die Spielregeln geändert. An das von ihnen organisierte Podium dürfen neu nur jene Kandidaten teilnehmen, die sich offiziell bei der Kommission bewerben.

Markus Inhelder akzeptiert die neuen Spielregeln

Auf Anfrage des W&O zeigt sich Markus Inhelder zwar überrascht über die Spielregel-Änderung durch die Findungskommission Sennwald. Er zeigte sich aber kooperativ, denn es gehe ja nicht um einen Streit. Er nehme deshalb die neuen Regeln zur Kenntnis und akzeptiere sie. Er werde der Kommission seine Unterlagen einreichen.

Damit trägt Inhelder seinen Teil dazu bei, dass es in Sennwald nicht ebenfalls zu einem Durcheinander kommt. Denn sonst hätte er nicht am Wahlpodium nicht hätte teilnehmen können.

Bis am 28.Juni sind Bewerbungen möglich

Im «Werdenberger & Obertoggenburger» und in der Gesamtausgabe des «St.Galler Tagblatt» vom Samstag, 11.Mai, ist die Stellenausschreibung der Findungskommission Gemeindepräsidium Sennwald veröffentlicht. Diese wird von den Präsidenten der fünf Ortsparteien, des GIV Sennwald sowie der GPK Sennwald gebildet.

Bis am 28. Juni können alle, die sich für dieses Amt interessieren, ihr Bewerbungsdossier direkt bei der Findungskommission einreichen. Am 23. September organisiert die Kommission eine öffentliche Podiumsdiskussion im Landwirtschaftlichen Zentrum St. Gallen in Salez, am 17. November ist der erste Wahlgang.

Podium nur mit von Kommission Ausgewählten

In einer ersten Information hat Kommissionsmitglied Hans Oppliger gegenüber dem W&O erklärt, dass alle Kandidierenden zu Einzelgesprächen eingeladen werden – auch solche, die sich nicht bei der Kommission «bewerben». Oppliger sagte auch, dass alle Kandidierenden am, von der Kommission organisierten, Podium vom 23.September teilnehmen dürfen.

Inzwischen ist die Findungskommission nochmals über die Bücher gegangen. An einer Sitzung hat sie mehrheitlich beschlossen, dass sie zu diesem Podium nur jene Kandidierenden einladen wird, welche von ihr nach einer Vorselektion zur Wahl empfohlen werden. Das stellt Hansjakob Bohl im Namen der Findungskommission gegenüber dem W&O fest.

Ein Antreten steht allen frei

Selbstverständlich stehe es jederzeit allen Kandidatinnen und Kandidaten frei, zur Wahl anzutreten, ohne sich über die Findungskommission zu bewerben. Dann seien sie aber von der Teilnahme am Wahlpodium vom 23. September ausgeschlossen.

«Wir wollen die Spielregeln bekanntgeben, um ein Tohuwabohu wie aktuell in Niederbüren zu vermeiden», sagt GPK-Präsident Hansjakob Bohl im Namen der Findungskommission (siehe Kasten).

«Es geht uns darum, mit einer offenen, klaren Kommunikation mögliche Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.»

Zu den Spielregeln gehöre auch, dass alle sieben Mitglieder der Kommission betont hätten, dass sie selbst nicht als Kandidat zur Verfügung stehen.

Die Findungskommission begründet auf Anfrage die jetzt bekanntgegebenen Spielregeln damit, dass für sie eine seriöse Vorselektion der Bewerbungen nur möglich sei, wenn alle Kandidierenden ein Dossier bei ihr einreichten. Auf dessen Basis würden dann Interviews mit den Bewerberinnen und Bewerbern geführt – und anhand festgelegter Kriterien Bewertungen erstellt.

Letztlich werde die Findungskommission der Sennwalder Bürgerschaft aus den Bewerbungen eine Auswahl an Kandidierenden präsentieren, die sie als wählbar erachtet – und diese zum Podium einladen.

«Die übliche Vorgangsweise»

Das entspreche der üblichen Vorgangsweise, wie sie in jedem Unternehmen angewendet werde und auch für ein Gemeindepräsidentenamt angebracht sei, findet die Kommission.

«Wir stehen in der Verantwortung, die Bewerbungen für das wichtige Amt gründlich zu prüfen»

betont Hansjakob Bohl im Namen der Findungskommission.

Posse um Wahlpodium in Niederbüren

In Niederbüren nahe Gossau findet am 19.Mai die Gemeindepräsidenten-Ersatzwahl statt. Dort hat die Findungskommission, aus den bei ihr eingegangenen Bewerbungen, der Bevölkerung zwei Kandidierende zur Wahl vorgeschlagen. Diese waren zuvor im Selektionsverfahren von der Kommission geprüft worden. Aus der Frage, ob von der Findungskommission nicht empfohlene «inoffizielle» Kandidaten zur Teilnahme auf dem Wahlpodium eingeladen werden sollen, entwickelte sich in Niederbüren schliesslich eine regelrechte Posse. Einer der nicht zur Wahl Empfohlenen hält seine Kandidatur trotzdem aufrecht. Er wurde schliesslich kurz vor dem Podium von der Findungskommission noch zur Teilnahme eingeladen. Er sagte aber ab – wegen der kurzfristigen Einladung und des gleichzeitigen runden Geburtstagsfestes seiner Frau. Seine Abwesenheit gab am Podium Anlass für kritische Fragen. An der Podiumsveranstaltung wurde schliesslich aus dem Publikum überraschend auch noch ein Mitglied der Findungskommission zur Wahl empfohlen. Der Betreffende steht zwar nicht auf dem Wahlzettel, da die Einreichefrist abgelaufen ist. Er stellte aber an der Podiumsveranstaltung in Aussicht, dass er – je nach Wahlresultat im ersten Wahlgang – im zweiten Umgang offiziell antreten werde. (ts)

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