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Die neue Klangschmiede macht Klang erlebbar

Am Mittwoch eröffnete die neue Klangschmiede in Alt St.Johann zum ersten Mal ihre Türen, zunächst für die geladenen Gäste, dann für die Bevölkerung. Das neue Konzept macht Tradition mit modernen Mitteln erlebbar.
Katharina Rutz
Eine Selfie-Station, wo man sich in Tracht fotografieren lassen kann. Ein Hackbrett, das man auch tatsächlich bespielen darf. Verschiedenste Obertoninstrumente, dessen Klang per Fusstaste abspielbar ist sowie ein stimmungsvoll projezierter Alpaufzug, bei dem man mitlaufen kann sind nur einige der neuen Highlights der Klangschmiede. (Bilder: Katharina Rutz)Eine Selfie-Station, wo man sich in Tracht fotografieren lassen kann. Ein Hackbrett, das man auch tatsächlich bespielen darf. Verschiedenste Obertoninstrumente, dessen Klang per Fusstaste abspielbar ist sowie ein stimmungsvoll projezierter Alpaufzug, bei dem man mitlaufen kann sind nur einige der neuen Highlights der Klangschmiede. (Bilder: Katharina Rutz)
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Gänsehautmomente garantiert

In einem der neuen Räume fühlt man sich wie im Naturmuseum. Zieht man an einer Schnur, schaut ein Vogel aus einem Nistkasten und pfeift sein Lied.

Doch im nächsten Raum ist man eher im Technorama. Dort geben die Planeten Töne von sich, trifft man sie mit dem Lichtkegel eines Teleskops. Im nächsten Raum lädt ein Quiz auf iPads zum Wettstreit ein.

Auch wer nicht musikalisch ist, hat Spass

Wer durch die nächste Tür tritt, entdeckt Obertoninstrumente aus aller Welt. Per Fusstaste wird eine Sequenz der Instrumente abgespielt. Wie sie wohl gemeinsam tönen? Jeder – auch wenn er noch so unmusikalisch ist – kann hier mit den einfachsten Mitteln experimentieren.

Auch das Brauchtum fehlt nicht. Doch statt des starren Bildes eines Alpaufzugs wird ein solcher in einem Raum an die Wand projiziert und man kann darin mitlaufen. Für das heutzutage obligate Selfie ist extra eine Station eingerichtet, wo man sich in Tracht ablichten kann.

Nicht viel verraten wurde an der offiziellen Eröffnung der umgebauten Klangschmiede über den Escape Room. Das Rätsel um die verschwundene Musiklehrerin Lena Jeger muss jeder selber lösen.

Der wild anmutende Mix aus Erlebnissen wird durch das Thema Klang geeint. Denn in jedem Raum tönt es. Und sei es nur die Sitzbank, auf der man ausruht, und die zum Klingen gebracht werden kann.

Tradition und Zukunft verbinden

«Die neue Klangschmiede soll die Tradition mit der Zukunft verbinden», sagt Matthias Müller, Gemeindepräsident von Lichtensteig und Präsident der Stiftung Klangwelt Toggenburg. Das neue Angebot sei niederschwellig.

«Sodass auch Besucherinnen und Besucher, die vorher wenig mit Klang zu tun hatten, leicht Zugang finden.»

Schliesslich wurde ein Angebot für Familien geschaffen, das auch bei schlechtem Wetter genutzt werden kann.

Klang ist in der neuen Klangschmiede ab sofort nicht mehr nur hörbar und das Schild «Bitte nicht berühren» wurde aus dem Museum verbannt. «Klang kann man in der Klangschmiede nun auch fühlen und erleben und das mit modernen Mitteln», schwärmt Matthias Müller. Am Mittwoch konnte der Stiftungsratspräsident im Beisein der geladenen Gäste, darunter Regierungsrat Martin Klöti und Klangweltinitiant Peter Roth, die umgebaute Klangschmiede feierlich eröffnen. Dazu enthüllten die Stiftungsräte das Kunstwerk Schellenhimmel von Sepp Brand, einem der Schellenschmiede, welches dieser speziell zur Eröffnung gestaltet hat.

Zur Eröffnung enthüllen (von links) Andreas Schwarz, Raphael Gygax, Matthias Müller, Martin Sailer und Regierungsrat Martin Klöti zusammen mit den anderen Stiftungsräten den Schellenhimmel. (Bild: Katharina Rutz)

Zur Eröffnung enthüllen (von links) Andreas Schwarz, Raphael Gygax, Matthias Müller, Martin Sailer und Regierungsrat Martin Klöti zusammen mit den anderen Stiftungsräten den Schellenhimmel. (Bild: Katharina Rutz)

Ein Museum ist es nicht mehr

Martin Sailer, Projektleiter Klangschmiede und Klangweg, erläuterte die Neuerungen. Diese betreffen hauptsächlich den zweiten Stock, wo sechs Themenzimmer eingerichtet wurden. Sichtlich ergriffen bedankte er sich bei allen, bevor der offizielle erste Rundgang beginnen konnte.

Der Umbau hat ein Budget von 330000 Franken und wird durch verschiedene Stiftungen finanziert. Klangweltgeschäftsführer Raphael Gygax und Projektleiter Martin Sailer haben bereits Pläne für weitere «Zukunftsträume».

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