Gams
Gamser Jugend möchte sich auf Gemeinde- und Schulebene mehr einbringen

Bei den Projekttagen der Oberstufe Gams standen Menschenrechte, Kinderrechte sowie Partizipation im Mittelpunkt. Es zeigte sich klar der gegenseitige Wunsch, dass Jugendliche sich auf Schul- und Gemeindeebene einsetzen wollen. Ein entsprechendes Gefäss für die Partizipation soll nun geschaffen werden.

Merken
Drucken
Teilen
Gruppenbild mit den beiden Behördenmitgliedern zum Auftakt der Projekttage.

Gruppenbild mit den beiden Behördenmitgliedern zum Auftakt der Projekttage.

Bild: PD

(pd) Kürzlich fanden Projekttage an der Oberstufe Gams statt. Die Schulsozialarbeit sowie die Offene Jugendarbeit des Kompetenzzentrums Jugend (KOJ) bekamen die Möglichkeit, mit dem gemeinsamen Projekt «Jugend (M)macht Zukunft» an das letzte Projekt von 2019 anzuknüpfen. Im Fokus standen die Menschenrechte, Kinderrechte sowie Partizipation.

Die Projekttage wurden durch den spannenden Austausch mit Fredy Schöb, Gemeindepräsident, und Matthias Wettstein, Schulratspräsident, eröffnet. Einerseits zeigte sich klar der gegenseitige Wunsch, dass Jugendliche sich auf Schul- und Gemeindeebene einbringen und einsetzen.

Gefässe gegenseitiger Partizipation schaffen

Andererseits kam aber auch klar zum Ausdruck, dass Jugendliche bei Angelegenheiten, welche sie betreffen, ihre Bedürfnisse zu wenig einbringen können und dass seitens der Behörden die Meinung der Jugendlichen zu wenig abgeholt wird. Hier sollen Gefässe gegenseitiger Partizipation geschaffen werden.

Mitarbeitende des Kinderdorfes Pestalozzi gestalteten den zweiten Tag, welcher sich an der Lebenswelt der Jugendlichen orientierte. Dabei wurden interessante Inputs vermittelt und es entstanden spannende Diskussionen. Unter den Jugendlichen bildeten sich zwei Interessensgruppen, welche auf Schul- und Gemeindeebene etwas verändern möchten. Diese gilt es nun von der Schulsozialarbeit und der Jugendarbeit gemeinsam zu begleiten, zu unterstützen und eine Vermittlerfunktion einzunehmen.

Demokratie soll von Grund her gelebt werden

Durch den Austausch mit Markus Büchel am dritten Tag wurde den Jugendlichen bewusst, dass jede Person, egal wie alt sie ist, nicht nur das Recht hat, ihre Meinung zu äussern, sondern, dass eine Demokratie Partizipation bedingt. Diese muss von Grund her auf Schul- und Gemeindeebene gelebt werden. Erwachsene sind nun gefordert, solche Mitwirkungsmöglichkeiten für Jugendliche zu schaffen, den «Jugend (M)macht Zukunft».