Gams
Eine Million Franken mehr für das Gemeindekässeli

Der Gesamtertrag aller Steuerarten im Jahr 2020 ist in der Gemeinde Gams mit 10 955 796 Franken äusserst erfreulich ausgefallen ist. Das realistisch erstellte Budget wurde um 1 005 796 Franken oder 10,11 Prozent übertroffen.

Alexandra Gächter
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Die Gemeinde Gams erhielt mehr Steuereinnahmen, als sie budgetiert hatte.

Die Gemeinde Gams erhielt mehr Steuereinnahmen, als sie budgetiert hatte.

Schweizerische Nationalbank SNB

Die per 31. Dezember 2020 abgeschlossene Abrechnung der Kantons- und Gemeindesteuern der natürlichen Personen mit Gesamteinnahmen von 8889 341 Franken weist gegenüber dem Budget einen deutlichen Mehrertrag von 739 341 Franken aus. Bei den laufenden Einkommens- und Vermögenssteuern wurde das Budget um 34 558 Franken übertroffen. Der Ertrag der laufenden Einkommens- und Vermögenssteuern der natürlichen Personen liegt bei 7 709558 Franken.

Die Nachsteuern aus Vorjahren inklusive einer Auflösung der im Vorjahr vorgenommenen Reservenbildung für die Steuerfussreduktion erreichen den Betrag von insgesamt 1 179 783 Franken und fallen damit um deutliche 704 783 Franken höher als erwartet aus. Bei der Erstellung des Budgets hat der Gemeinderat optimistisch mit Einnahmen von 475 000 Franken aus Nachsteuern gerechnet. Vor allem bei den Grundstückgewinnsteuern (+98 386), den Quellensteuern (+98 198) und den Steuern von juristischen Personen (+53 828) wurden die Erwartungen merklich übertroffen.

Urnenabstimmung anstatt Bürgerversammlung

Der Gemeinderat Gams hat aufgrund der dringlichen Verordnung der St.Galler Regierung beschlossen, anstelle der Bürgerversammlung wie bereits im Frühjahr 2020 eine Urnenabstimmung zu organisieren. Die Abstimmung über die Jahresrechnung 2020 sowie das Budget und den Steuerfuss 2021 wird auf Sonntag, 11. April 2021, festgelegt.

Der Beschluss wurde auch deswegen gefasst, weil die Gemeinde Gams davon ausgeht, dass Personen aus gesundheitlichen Gründen und Furcht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus von einer Teilnahme an der Bürgerversammlung absehen würden. Dies sei aus demokratiepolitischen Überlegungen nicht gewünscht.