Gams
Der Hoffnung schreibend Ausdruck geben: In der Alten Mühle wurden die Preise des Schreibwettbewerbes verteilt

Aileen Shira Huber, Vreni Peterer, Malou Ebneter und Marianne Afchain heissen die Preisträgerinnen des Schreibwettbewerbes der Diakoniewoche. In der Alten Mühle Gams fand am Sonntag die Preisverleihung statt.

Adi Lippuner
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Aileen Shira Huber, Platz 1 Kategorie Jugendliche, Vreni Peterer Erstplatzierte, Erwachsene, Malou Ebneter, Platz zwei und Marianne Afchain, Drittplatzierte (von links), beim Schreibwettbewerb der Diakoniewoche.

Aileen Shira Huber, Platz 1 Kategorie Jugendliche, Vreni Peterer Erstplatzierte, Erwachsene, Malou Ebneter, Platz zwei und Marianne Afchain, Drittplatzierte (von links), beim Schreibwettbewerb der Diakoniewoche.

Bild: Adi Lippuner

Im Vorfeld der Diakoniewoche Werdenberg, welche vom 5. bis 13. Juni dauert, wurde ein Schreibwettbewerb lanciert. Nach anfänglichem Zögern und der Fragestellung «wer schreibt denn heute noch», stellte sich Buchser Seelsorgerin, Ulrike Wolitz, hinter die Idee. Sie sei, so ihre Aussage anlässlich der Preisverleihung am Sonntagnachmittag in der Alten Mühle Gams, glücklich über diesen Entscheid. Ulrike Wolitz' Schlussfolgerung:

«Schreiben kann ein Hoffnungsweg sein, denn beim Schreiben kann Hoffnung geteilt werden.»

Die Hoffnung hat vielerlei Seiten

In der Kategorie unter 25 Jahren beteiligte sich eine Autorin am Wettbewerb, in der Kategorie über 25 Jahren waren es neun Frauen und ein Mann. Die Siegerinnen des Schreibwettbewerbs durften an der Preisverleihung ihre Texte vorlesen. «Wir hatten in der Jury keine einfache Aufgabe, denn es gab qualitativ nur wenig Unterschiede und zudem ist die Bewertung von Texten nicht einfach,» so Ulrike Wolitz, die neben Jugendarbeiter Leonardo Vetsch und Armando Bianco, Redaktionsleiter des W&O, die Jury bildete.

Für Armando Bianco, er hielt die Ansprache bei der Preisverleihung, ist «kaum etwas so vielseitig und gleichzeitig individuell wie die Hoffnung. Kaum etwas kann in der Sprache, im geschriebenen Wort so variabel eingesetzt werden, wie die Hoffnung.» Aus seiner Sicht können Worte, Taten und Blicke das Wort Hoffnung widerspiegeln. Zudem spiele Hoffnung eine wichtige Rolle für psychologisches Wohlbefinden und die physische Gesundheit.

Ziel mit der Aktion erreicht

Die Lesungen der Preisträger ging unter die Haut, wie die Reaktion des Publikums in der Alten Mühle zeigte. Da war Vreni Peterer aus Appenzell Schlatt, sie erhielt den ersten Preis, mit ihrem Rückblick auf die Aktion «Schenk einen Brief an Mitmenschen». Während der Corona-Einschränkungen für die Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen da sein, ihnen auch ohne direkten Kontakt das Gefühl der Zugehörigkeit geben, genau dieses Ziel wurde mit dieser Aktion erreicht.

Platz zwei ging an Malou Ebneter aus Grabs. Sie präsentierte die Hoffnung als Gedanke, der in die Zukunft führt und damit die Gegenwart erträglicher macht. Für Marianne Afchain, Buchs, Platz drei, geht es im Zusammenhang mit Hoffnung um das Warum. Aileen Shira Huber, Haldenstein erzählte in einer fiktiven Geschichte die Flucht eines kleinen Mädchens aus Syrien, welches nach Jahren der Trennung ihre ältere Schwester wieder fand.

Einblick in die Arbeit von Medienschaffenden

Für Jugendarbeiter und Jurymitglied Leonardo Vetsch ist die aktuelle Zeit eine grosse Herausforderung für alle. Er gab vor der Preisverleihung Einblick in die Jugendarbeit und betonte, dass die Arbeiten nicht einfach zu bewerten waren. Leonardo Vetsch saget:

«Ich war aber von allen Werken tief beeindruckt.»

Nebst Bargeld, welche die Preisträgerinnen entgegennehmen durften, erhalten sie zusätzlich Einblick in die Arbeit von Medienschaffenden, also jenen Menschen, die von Berufswegen täglich mit dem Schreiben von Texten beschäftigt sind.